Fragen und Antworten zur HafenCity
Wie kann ich eine Wohnung in der HafenCity mieten oder kaufen? Wie grün wird der Stadtteil? Und welche Aufgaben nimmt eigentlich die HafenCity Hamburg GmbH wahr? Antworten auf häufig gestellte Fragen
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Wie viele Kreuzfahrtschiffe kommen pro Jahr und welche Emissionen sind damit verbunden?
Im Jahr 2011 wird bei den Anläufen von Kreuzfahrtschiffen nach Hamburg wieder die 100er-Marke erreicht, insgesamt 119 Schiffe werden erwartet. 2009 waren es noch 86, im Jahr 2000 erst 29 Anläufe. Nicht zuletzt wegen der HafenCity wird die Kreuzfahrtdestination Hamburg immer beliebter. Die Ozeanriesen machen hier mitten in der Stadt fest. Mit mehr als 200.000 Passagieren hat sich die Kreuzfahrt-Branche daher auch zu einem wichtigen Tourismus-Faktor entwickelt.
Kreuzfahrtschiffe verursachen allerdings auch unerwünschte Emissionen. Im sogenannten Hotelbetrieb erzeugen sie während ihrer Liegezeiten die von ihnen benötigte Energie mit Hilfe der Schiffsmotoren selbst. Dabei verbrennen sie Schiffsdiesel – und geben unter anderem Schwefeldioxid, Kohlenstoffdioxid sowie Feinstaub in die Umwelt ab.
Da viele der Hamburg anlaufenden Kreuzfahrtschiffe das Kreuzfahrtterminal in der HafenCity ansteuern, wurde diese Problematik bereits bei der Planung des neuen Stadtteils berücksichtigt: So entstehen in unmittelbarer Nähe der Liegeplätze keine Wohngebäude. Die stattdessen geplanten Bürogebäude können während der Liegezeiten von Kreuzfahrtschiffen bei geschlossenen Fenstern kontrolliert be- und entlüftet werden.Und zumindest die Schwefeldioxid-Emissionen der Kreuzfahrtschiffe wurden seit 2010 deutlich reduziert. Der Grenzwert für den Schwefelanteil im Schiffsdiesel sank EU-weit von 1,5 Prozent auf 0,1 Prozent.
Häufig diskutiert wird auch die Möglichkeit, die Kreuzfahrtschiffe über eine Landstromanlage zu versorgen, so könnten die Schiffe ihre Motoren im Hafen weitgehend herunterfahren. Hierfür müsste jedoch gewährleistet werden, dass die verschiedenen Schiffstypen für die Nutzung einer Landstromanlage umgerüstet und mindestens europaweit einheitliche Anschlüsse und Standards für Stromstärke und -spannung genutzt werden. Bei einem Alleingang Hamburgs würden Kreuzfahrtschiffe die Hansestadt wegen der hohen Anschluss- und Betriebskosten zukünftig meiden. Für eine Landstromanlage ist daher eine europäische Lösung notwendig.






