Fragen und Antworten zur HafenCity

Wie kann ich eine Wohnung in der HafenCity mieten oder kaufen? Wie grün wird der Stadtteil? Und welche Aufgaben nimmt eigentlich die HafenCity Hamburg GmbH wahr? Antworten auf häufig gestellte Fragen

Mobilität

Wohnen & Arbeiten

Freizeit & Kultur

Konzepte & Planung

Zurück zur Liste

Wie wird die HafenCity finanziert?

Gerade die öffentliche Finanzierung von internationalen Großprojekten der Stadtentwicklung ist üblicherweise hochkompliziert, z.B. durch eine Mischfinanzierung und Mittelzuweisung verschiedener staatlicher Ebenen oder, besonders risikobehaftet, durch kommunal finanzierte Anleihen, die aus zukünftigen Steuereinnahmen bedient werden sollen oder durch die versuchte Überwälzung öffentlicher Aufgaben auf private Investoren. Das Finanzierungsmodell der HafenCity ist dagegen klar und wenig risikobehaftet.

Den größten Finanzierungsanteil leisten die privaten Investoren, die nach heutigen Preisen ca. 8 Mrd. Euro in die Grundstücke und Gebäude der HafenCity investieren werden und die Grundstücke aus dem „Sondervermögen Stadt und Hafen“, verwaltet durch die HafenCity Hamburg GmbH, erwerben. Im Sondervermögen sind die städtischen Grundstücke der HafenCity gebündelt; nachdem in den letzten Jahren noch größere Flächen erworben wurden, waren damit ca. 97 % der HafenCity-Grundstücke im Eigentum Hamburgs. Aus den Verkaufserlösen der Baugrundstücke (ca. 50 % der Fläche) werden die Infrastruktur, die Straßen, Brücken, Promenaden, Parks, aber auch die Betriebsumsiedlungen, die Flächenfreimachung, die Planung, die Investorenaquisition und die Kommunikation finanziert. Das Ziel der HafenCity-Entwicklung ist es, die Einnahmen des Sondervermögens mit den Entwicklungsausgaben am Ende auszugleichen und eine hohe Qualität von Stadt zu produzieren, aber auch kein Defizit zu generieren. Da die Entwicklungsaufgaben dem Grundstücksverkauf zeitlich vorauslaufen, werden Kredite für die Zwischenfinanzierung zu Kommunalkreditkonditionen aufgenommen.

Schließlich finanziert Hamburg aus dem Haushalt die externe Erschließung der HafenCity (Brücken, Straßenmodernisierungen und U4) sowie die Vorhaben der kulturellen und der Bildungsinfrastruktur, wie Schulen, HafenCity Universität, Elbphilharmonie (überwiegend) oder das Deportations-Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof. Nur für die U4 erhält Hamburg Mittel aus dem Bundeshaushalt von deutlich über 100 Mio Euro; anders als viele städtebauliche Großprojekte in Europa bekommt Hamburg für die HafenCity keine EU-Mittel.

Damit steht auch die öffentliche Finanzierung der HafenCity auf einem international sehr soliden Fundament; die Kosten für die gesamte Infrastruktur und Entwicklung wird über die Grundstückserlöse aus der umfassenden Grundstückseigentümerrolle finanziert, die weniger hohen Aufwendungen für Sonderprojekte und externe Erschließung über den Haushalt, dem die Steuereinnahmen von Unternehmen, Beschäftigten und Haushalten aus der HafenCity zufließen, ohne zur Gegenfinanzierung der HafenCity-Entwicklung beitragen zu müssen.