Quartier Elbbrücken

Mit seinen bis zu 150 Meter hohen Turmhäusern wird das Quartier Elbbrücken den aufsehenerregenden östlichen Eingang in die HafenCity bilden. Ein neues städtebauliches Konzept, die Nähe zum Wasser und zur grünen Insel Entenwerder machen das Quartier auch als Wohnstandort hochattraktiv

Das Foto zeigt die Elbbrücken

Das Quartier Elbbrücken schließt an die gleichnamige markante Brücke an (© Fotofrizz)

Das Quartier Elbbrücken wird neben dem Überseequartier das zweite urbane Zentrum der HafenCity – und dennoch völlig anders sein. Spektakuläre Hochhäuser, Wasserflächen zu drei Seiten und ein großer zentraler Platz am Wasser, der Chicago Square, kennzeichnen zukünftig diesen hochverdichteten Geschäfts- und Wohnstandort. Mit seinen geplanten 548.000 qm Bruttogeschossfläche wird das Quartier Elbbrücken so groß wie das Potsdamer-Platz-Areal in Berlin. Damit sich die metropolitanen Qualitäten dieses Stadtteils entfalten können, muss auf doppelte Weise Platz geschaffen werden: in der Höhe wie auf dem Boden.

Durch eine teilweise hohe bzw. sehr hohe Bebauung mit unterschiedlichen Gebäudetypen wird in dem Quartier Elbbrücken eine für Hamburg neue intensive städtebauliche Dichte erreicht. Neben drei markanten Turmhäusern mit 30 bis 40 Stockwerken, die an der östlichen Quartiersspitze in direkter Nachbarschaft der Elbbrücken entstehen, werden an der Versmannstraße mehrere 6- bis 7-geschossige Gebäude in Blockstruktur realisiert. Die bauliche Fassung vor der östlich gelegenen Freihafen-Elbbrücke und den Bahngleisen bilden 14-geschossige große Solitäre.

Für bedeutende Unternehmen wird damit ein Ort definiert, der in Hamburg in dieser Form und Qualität nicht existiert. Während andernorts hohe Gebäude die zu erhaltende Kirchturm-Silhouette der inneren Stadt beeinträchtigen würden, sind Höhen von 150 Metern und mehr an diesem Standort mit der Erhaltung der Stadtsilhouette der bestehenden City gut verträglich. Das Elbbrückenzentrum wird weithin sichtbar, als städtebaulicher Höhepunkt kennzeichnet dieses Hochhausensemble ein repräsentatives Entree zur HafenCity, aber auch zu Hamburgs innerer Stadt insgesamt und gibt Unternehmen eine außergewöhnliche Präsenz.

Aber auch andere Unternehmen profitieren von einer Ansiedlung im Quartier Elbbrücken. Weil ein breites Angebotsspektrum an Dienstleistungsflächen unterschiedlichster Typologien entstehen wird, können sich dynamisch wachsende Unternehmen an diesem sehr gut erreichbaren Standort ideale Umfeldbedingungen für ihr Wachstum schaffen.

Schon der Masterplan aus dem Jahr 2000 sah das Quartier Elbbrücken als einen Stadtteil mit Zentrumscharakter und mehreren Turmgebäuden vor. Mit der Überarbeitung des Masterplans hat das Quartier städtebaulich ein neues Potenzial bekommen. Der Baakenhafen wird an seinem Ostende teilweise zugeschüttet, die Gebäude können in doppelter Reihe gesetzt werden. Die höheren Gewerbebauten werden dabei die im Innenbereich liegenden Wohngebäude schützen. Trotz der Verkehrsbelastung durch die Brückenquerung und die Versmannstraße ergeben sich dadurch rund um den Chicago Square lärmgeschützte Zonen, in denen sich hervorragend wohnen lässt. Nahezu 1.000 sehr qualitätsvolle Wohnungen können geschaffen werden.

Ganz so feinkörnig wie im Überseequartier können die Nutzungen im Quartier Elbbrücken zwar nicht durchmischt werden. Wohn- und Bürogebäude werden aber dank der dichten Staffelung in unmittelbarer Nähe zueinander entstehen. Einzelhandel, Gastronomie, insbesondere Büro- und Hotelnutzungen werden dominieren, je weiter man in den Osten des Quartiers kommt.

Der Chicago Square existierte bislang nur als abstraktes Konzept, jetzt ist er als ein neues städtisches Zentrum zumindest für das Quartier Elbbrücken definiert worden. Er wird direkt ins Wasser des Baakenhafens gebaut und durch Gebäude an drei Seiten gefasst; so schafft er den Raum für ein qualitätsvolles öffentliches Zentrum. Wie die in der westlichen HafenCity angelegten Plätze erstreckt sich auch der Chicago Square über verschiedene Höhenniveaus zum Wasser. Die angrenzenden Gebäude beherbergen in ihren Erdgeschossen zahlreiche Cafés, Restaurants, Bars und Geschäfte.

Auch die Gestaltung des Hafenbeckens selbst wurde mit dem neuen Masterplan grundlegend überarbeitet. Anstelle einer Marina entsteht im östlichen Abschnitt des Baakenhafens ein vom Tidenhub unabhängiges Bassin. Dieses 7,6 Hektar große Wasserbecken mutet wie ein künstlicher See an. Nutzer des Quartiers erleben hier eine in der HafenCity besondere Nähe zum Wasser, deutlich intensiver als bei Tidegewässern. Der Damm des Bassins wird gleichzeitig als Fußgänger- und Fahrradbrücke der Quartiersintegration dienen.

Damit das Quartier Elbbrücken als urbaner Geschäfts- und Wohnstandort verkehrlich funktioniert, wird die U4 von Westen zumindest bis hierher weitergeführt; zunächst unterirdisch, dann oberirdisch. Die U-Bahn-Haltestelle (Elbbrücken) soll nördlich der Elbbrücken liegen, sie kann hier später ideal mit der S-Bahn verknüpft werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe ist die Verknüpfung von Elbbrückenzentrum und Chicago-Square-Bereich, weil die Bahngleise eine deutliche Trennwirkung im Quartier erzeugen. Über geeignete Querungen muss weiter intensiv nachgedacht werden. Ab 2015 soll die Entwicklung des Quartiers beginnen.