Arbeitsplatz
Ein Stadtteil für die ganze Familie
Wenn Eltern gleichzeitig ihre Kinder erziehen und berufstätig bleiben wollen, sehen sie sich stets vor viele Herausforderungen gestellt. Drei Elternpaare berichten, wie sie beides auch dank der zahlreichen familienfreundlichen Einrichtungen des Stadtteils miteinander verbinden
Familie Enge freut sich über die anspruchsvoll gestalteten Grünflächen und die umfassende Kinderbetreuung in der HafenCity (© Bina Engel) Bilderserie starten
Wenn sich Elternpaare einen neuen Wohnort aussuchen, wissen sie in der Regel schon genau, worauf sie Wert legen müssen. Wenn beide Partner auch noch als Architekten arbeiten, trifft dies umso mehr zu. "Wichtigstes Ziel einer Stadtentwicklung und somit Voraussetzung für Familienfreundlichkeit sind Zufriedenheit und Glück im Alltag der Eltern und der Kinder, und zwar in jeder Alters- und Entwicklungsstufe", glaubt Stefan Schmid, der zusammen mit seiner Frau Nina und seinen zwei Kindern Anfang 2008 in die HafenCity gezogen ist.
"Das ist sehr komplex, Familienfreundlichkeit erzeugt man nicht allein durch eine hohe Anzahl von Spielplätzen." Aber selbstverständlich sind solche Spiel- und Erlebnisstätten unverzichtbar; daher hat sich Schmid ehrenamtlich an der Gestaltung des Schatzinsel-Spielplatzes auf dem Großen Grasbrook beteiligt und das 2009 eröffnete Spielhaus vollkommen honorarfrei entworfen. "Nur wenn man sich engagiert, erlangt ein Stadtteil eine individuelle Identität", sagt der Architekt.
Engagement ist ihm wichtig und deshalb brachte er die Zeit dafür trotz seiner vielfältigen Verpflichtungen im eigenen Architekturbüro und als Familienvater auf; zusammen mit seiner Frau hat er sich gut organisiert. Die Büroräume des Paars befinden sich wohnungsnah in der Innenstadt, vormittags gehen die Kinder in den Kindergarten, nachmittags kümmern sich beide Elternteile selbst um die Betreuung. "Wir finden die HafenCity sehr familienfreundlich", sagen die Schmids, "weil wir hier so leben können, wie wir es uns für uns und unsere Kinder gewünscht haben: urban, stadtnah, am Wasser, mit tollen Freiflächen und vielen Events. Was will man mehr?"
"Familienfreundliches Wohnen muss doch nicht immer Wohnen im Grünen bedeuten", sagt auch die selbstständige Unternehmensberaterin Elisabeth Mürnseer. 2006 zog sie mit ihrem Partner Sebastian Franke aus Winterhude in die HafenCity. Endlich erfüllte sich damit der Traum vom innerstädtischen Wohnen am Wasser, ihre zwei Kinder wurden bereits im neuen Stadtteil geboren.
"Gerade für Kinder sind die vielen öffentlichen Plätze und Promenaden ein großer Gewinn. Hier können sie Bobbycar fahren oder toben und das besser als in jedem anderen innerstädtischen Wohngebiet." Auch die familienfreundliche Infrastruktur stimme: Die ältere der beiden Töchter besucht die neue HafenCity-Kita an der Katharinenschule; und bei der Entwicklung von Spielplatz und Spielhaus am Großen Grasbrook haben sich Mürnseer und Franke ebenfalls aktiv beteiligt.
"Mit dem Spielhaus gibt’s jetzt auch bei schlechtem Wetter gute Angebote für Kinder", so Mürnseer. Und wenn in der entstehenden HafenCity doch noch mal irgend etwas fehlen sollte? "Dann ist es nur ein kleiner Sprung – ich habe noch nie so nah zur Innenstadt gewohnt."
Über kurze Wege freuen sich inzwischen auch Norbert und Susanne Enge. Noch bis vor Kurzem waren der SAP-Projektmanager und die Etat-Direktorin bei einer Werbeagentur mit ihrem Sohn täglich insgesamt eineinhalb Stunden unterwegs, doch inzwischen besucht der Nachwuchs die Katharinenschule in der HafenCity. "Wir bringen ihn morgens schnell in die Schule, das dauert nur wenige Minuten, und dann geht es zu Fuß beziehungsweise per Fahrrad weiter zur Arbeit", erzählt das am Kaiserkai wohnende Paar. "Auf das Auto können wir immer öfter verzichten."
Selbst wenn ein beruflicher Termin mal länger dauert als geplant, haben die Enges eine Lösung: "Im Hort an der Katharinenschule kann unser Sohn bis 18 oder 19 Uhr betreut werden, bei Bedarf wird er im gleichen Gebäude beim Backup-Service 'CompanyKids' sogar noch länger betreut."
Auch sonst wachse die HafenCity nicht nur erstaunlich schnell in der Fläche, sie werde auch stets familienfreundlicher, meinen die Enges: "Die Grünflächen werden 1a gepflegt, unser Garten inklusive großer Rasenfläche ist jetzt angelegt, die Bäume wachsen und schmücken die HafenCity langsam aber sichtbar mit mehr Grün."
Und was rät das Paar anderen Familien, die in den Stadtteil ziehen wollen? "Als Familie muss man seinen Alltag neu gestalten und neue Freizeitmöglichkeiten entdecken, oftmals aus der gewohnten Routine ausbrechen", sagen die Enges. "Wer in und auch mit der HafenCity lebt, wird diesen Stadtteil rasch lieben lernen."











