HafenCity Hamburg GmbH

Aufgaben der HafenCity Hamburg GmbH

Die HafenCity Hamburg GmbH bündelt als städtischer Entwicklungsmanager, Grundstückseigentümer und Bauherr der Infrastruktur (außer U-Bahn) die Aktivitäten. Seit dem 1. Oktober 2006 hat die HafenCity den Status eines sogenannten Vorranggebietes inne: Alle Bebauungspläne werden in einer eigens gegründeten Kommission für Stadtentwicklung parteiübergreifend beraten und die Baugenehmigungen von der BSU erteilt.

Das Foto zeigt eine Luftaufnahme der HafenCity mit dem Quartier Dalmannkai im Vordergrund

Im Quartier Dalmannkai ist der Entwicklungsprozess bereits weit fortgeschritten (© ELBE&FLUT)

Weil für die Konzept- sowie Architekturqualität internationale Standards gesetzt werden sollen, ist die Gewinnung  von Investoren und Bauherren, die bei der Setzung von Qualitätsstandards mitwirken und dabei innovative Wege gehen wollen, besonders wichtig. Die für Wohnnutzung vorgesehenen Grundstücke werden ausgeschrieben, der Wettbewerb entscheidet. Ausschlaggebend ist nicht der höchste erzielbare Verkaufspreis, sondern die Qualität der Nutzungskonzepte. Flächen für Bürogebäude dagegen werden in der Regel nicht ausgeschrieben. Stattdessen bewerben sich bei der HafenCity Hamburg GmbH Unternehmen, die mit ihren Mitarbeitern mindestens 60–70 Prozent eines zu errichtenden Gebäudes selbst nutzen wollen.

Anhandgabe sichert Qualitätsanspruch

Es gilt jedoch: Erst wenn die Kommission für Bodenordnung zustimmt, folgt die sogenannte Anhandgabe, die exklusive Option mit Planungsverpflichtung. Der Investor/Nutzer muss in Abstimmung mit der Stadt Hamburg einen Architekturwettbewerb durchführen, kann Boden-untersuchungen in Auftrag geben und die Baugenehmigung vorbereiten. Die HafenCity Hamburg GmbH, die Behörden und der Käufer stehen während dieser Zeit in ständigem Dialog. Der Vorteil dieses Verfahrens für den Bauherrn: Er muss den Kaufpreis erst nach Erlangung der Baugenehmigung (und Kauf) zahlen, hat zuvor ausreichend Zeit, um sein Produkt zu optimieren, die Finanzierung zu sichern und eventuell weitere Nutzer zu akquirieren. Die Stadt erhält sich so für eineinhalb Jahre nach Anhandgabe ihre Möglichkeiten, in der Entwicklungsphase intensiv steuernd die Qualität zu sichern. So gewährleistet sie, dass Nutzungskonzepte und Zeitpläne eingehalten werden sowie die Bauqualität gesichert wird, weil vor Erlangung der Baugenehmigung das Grundstück nicht verkauft wird. Auf diesem Wege wird kooperatives, verlässliches Entwicklungsverhalten gefördert – sowohl die Stadt als auch der Bauherr optimieren dabei Risiken, Kosten, Qualität und Zeitabläufe.

Für Hamburg ist die HafenCity nicht primär ein großes Immobilienprojekt, dessen Einzelprojekte möglichst schnell und effizient realisiert werden – es soll vielmehr vorbildliche Stadtqualität im Kontext einer Neudefinition von City für das 21. Jahrhundert entstehen.