Quartier Baakenhafen
Das Quartier Baakenhafen wird sich durch seine intensive Wohn- und Freizeitnutzung auszeichnen. Als Teil einer urbanen Stadtlandschaft entstehen 1.800 attraktive Wohnungen unterschiedlichsten Typs. Mit einer Spiel- und Freizeitinsel erhält das Quartier seine grüne Seele
Noch ist das Quartier Baakenhafen durch den Charme der Hafenindustrie geprägt (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten
Heute erscheint es angesichts der U-Bahnbaustelle, der Lagerhallen und der Baustofflagerflächen noch undenkbar: Hier entsteht in wenigen Jahren eines der urbansten und qualitätsvollsten Quartiere der HafenCity. Eine spektakuläre doppelte Wasserlage an der Elbe und am größten Hafenbecken der HafenCity charakterisiert das Quartier Baakenhafen. Es wird sich als neuer, urbaner Wohnstandort auszeichnen, gleichzeitig werden seine vielfältigen Wasserbezüge es zu einem idealen Zentrum von Freizeit- und Sportaktivitäten machen und damit eine neue Identität dem Bild der HafenCity hinzufügen.
Auf dem mehr als einen Kilometer langen Areal wird eine dichte Stadtlandschaft mit vielfältigen Wohnangeboten durch Baugemeinschafts- und Genossenschaftswohnungen, Eigentumswohnungen, aber auch geförderten Wohnungen entstehen. Während der Masterplan von 2000 ursprünglich eine Bebauung mit einem hohen Anteil von Stadthaus-Typologien vorgesehen hatte, sind mit der Überarbeitung unterschiedliche städtebauliche Strukturen mit einem wesentlich urbaneren Charakter entwickelt worden. Durchweg sind 5- bis 7-geschossige Gebäude, halboffene Blockstrukturen sowie einige kleinere, offene Varianten mit Wasserbezug vorgesehen, insgesamt werden ca. 1.800 Wohnungen entstehen.
Das die HafenCity kennzeichnende Prinzip der feinkörnigen Nutzungsmischung wird aber auch im Quartier Baakenhafen fortgesetzt. Obwohl Wohnnutzungen dominieren, werden mit Einzelhandel, Dienstleistung, Freizeit und Gastronomie vielfältige Nutzungskonzepte angestrebt. Arbeitsplätze werden in gemischt genutzten Gebäuden, in den Erdgeschossen der Wohngebäude sowie in einigen kleineren Bürogebäuden und in den Freizeiteinrichtungen entstehen, insgesamt immerhin 4.600 Arbeitsplätze im Quartier.
Am Baakenhöft, der westlichen Spitze des Quartiers, sieht der Masterplan zudem ein Landmarkgebäude mit 70 Metern Höhe vor. Die Nutzung dieses prominenten Leitgebäudes, ob nun öffentlich oder privat, soll im Laufe der weiteren Entwicklung der HafenCity entschieden werden. Freizeit und Sport spielen am Baakenhafen eine große Rolle. Um die ausgeprägten Wasserbezüge des Quartiers optimal zu nutzen, wird im Hafenbecken, im Zentrum des Quartiers, eine 1,5 Hektar große Spiel- und Freizeitinsel angelegt. Diese mit Spiel- und Freizeitflächen sowie einem zweifachen Wasserzugang ausgestattete Baakenhafeninsel wird Nord- und Südteil des Quartiers stark integrieren. An der Versmannstraße, in der Nähe der U-Bahnstation HafenCity Universität, können mehrere Indoor- und Outdoor-Sporteinrichtungen entstehen, ergänzt z. B. durch ein familienorientiertes Freizeithotel. Vergleichbare Angebote fehlen derzeit in Hamburg, am Baakenhafen können sie künftig ideal platziert werden.
Neben den intensiven Wasserbezügen erhält das Quartier Baakenhafen auch großzügige begrünte Freiräume und Promenaden. Der baumbestandene Lohsepark, der "Central Park" der HafenCity, wird bis an die Elbe weitergeführt. Im Südteil des Quartiers lädt eine 30 Meter breite, begrünte Promenade zum Flanieren ein; mit einem 15 Meter breiten Grünstreifen wird sie dann über eine Fußgänger- und Fahrrradbrücke an die grüne Insel Entenwerder angebunden.
Die östliche HafenCity wird verkehrlich hervorragend erschlossen sein. Die gute Straßenanbindung durch neu zu schaffende wie bestehende Verkehrswege führt jedoch auf der Nordseite des Quartiers zu einer erhöhten Lärmexposition. Daher gibt es für diese Standorte neue intelligente städtebauliche Konzepte. An der Versmannstraße entstehen mischgenutzte langgestreckte Bauten, die zur Straße hin einen breiten Rücken bieten; sie fungieren gleichzeitig als Schallschutz und bieten dennoch eine hohe Wohnqualität mit ihrer Wasserausrichtung und Südlage durch die Ost-West-Ausrichtung.
Um die räumliche Integration in die HafenCity zu gewährleisten, wird das Quartier Baakenhafen mit drei neuen Brücken intern vernetzt und an die Nachbarquartiere angebunden. Die große Baakenhafenbrücke wird von 2011 bis 2013 gebaut. Diese hochwassersichere Brücke wird auch die Anbindung an die U4-Station HafenCity Universität sichern. Mittelfristig könnte die Straße als Elbquerung (mit begrenztem Verkehrsaufkommen) bis zum Kleinen Grasbrook weitergeführt werden. Weil die Lage der Brücke einen freien Ausblick auf die Norderelbe ermöglicht, stellt der Realisierungwettbewerb hohe Ansprüche an die Gestaltung des Brückenbauwerks, das auch ein herausnehmbares Mittelsegment haben wird, um einzelne Schiffe als Dauerlieger in den Baakenhafen legen zu können.
Weiter östlich, im Zentrum des Quartiers, wird eine neue Fußgängerbrücke den Nord- mit dem Südteil über die neue Spiel- und Freizeitinsel verbinden. Und im Osten grenzt der mit einer Fußgängerbrücke kombinierte Damm den östlichen Bereich des Baakenhafens voraussichtlich ab 2016 vom Flachwasserbassin im Quartier Elbbrücken ab.
Die Entwicklung des Quartiers Baakenhafen steckt bereits mitten in der Vorbereitungsphase. 2011 werden die ersten Grundstücke ausgeschrieben. Mit dem Bau der ersten Wohngebäude kann 2012/13 begonnen werden, nachdem die Infrastruktur 2011 in Bau gehen wird.







