Wasserhäuser HafenCity - Nachhaltige Wohntürme im Baakenhafen

In wenigen Jahren entwickelt sich rund um den Baakenhafen in der östlichen HafenCity ein urbanes Wohn- und Freizeitquartier mit 1.800 Wohnungen und ca. 5.000 Arbeitsplätzen. Im Zentrum dieses Quartiers sollen sechs nachhaltige Wohntürme, die „Wasserhäuser HafenCity“, realisiert werden, die künftig in der HafenCity nicht nur Wohnen am Wasser, sondern über dem Wasser ermöglichen. Die sechs Gebäude werden im Hafenbecken stehen.

Bild zeigt die Gebäudeanimation des 1.Preisträgers

1.Preis, Shigeru Ban Architects Europe (Paris)
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(© Shigeru Ban Architects Europe, Paris (F)) Bilderserie starten

Hierfür wurde ab Juli 2012 ein architektonischer Realisierungswettbewerb mit internationaler Beteiligung ausgelobt. Aufgrund der komplexen Anforderungen an das Thema „Bauen im Wasser“ wurde der Wettbewerb vor der Bauherrenausschreibung von der HafenCity Hamburg GmbH durchgeführt. Der 1. Preis ging an das Büro Shigeru Ban Architects Europe aus Paris.

Zwischen Elbe und Baakenhafen, in doppelter Wasserlage, wird sich in den kommenden Jahren ein attraktives Wohn- und Freizeitquartier mit besonderer maritimer Prägung entwickeln. Als städtebauliches und identitätsstiftendes Highlight entsteht im südlichen Teil des Baakenhafens, in unmittelbarer Nähe zur geplanten Spiel- und Freizeitinsel, das Ensemble der „Wasserhäuser HafenCity“ mit Wohnungen unterschiedlichster Art. In den sogenannten „Wassergeschossen“ können außerdem öffentliche Nutzungen wie z.B. Gastronomie  oder gemeinschaftliche Spiel- oder Freizeitflächen einziehen.   

Grundlage für den Wettbewerb war der fortgeschriebene Masterplan für die östliche HafenCity, der 2011 im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs weiter konkretisiert wurde. Vorgesehen sind sechs paarweise angeordnete Gebäude mit unterschiedlichen Gebäudehöhen. Für diese sechs Wasserhäuser mit jeweils acht bis zwölf Geschossen galt es nun im Rahmen des Wettbewerbs prägnante Entwurfsideen zu entwickeln, die neben der ästhetischen Grundhaltung auch hohe ökologische Nachhaltigkeitsaspekte aufweisen sollten.

Sechs  renommierte nationale und internationale Büros wurden dazu eingeladen,  ihre Wettbewerbsentwürfe einzureichen. Die Jury hat - unter Mitwirkung von politischen Vertretern und Bewohnern der HafenCity -  insgesamt drei Preise an folgende Büros vergeben:  

1. Preis
Shigeru Ban Architects Europe, Paris (F)

2. Preis
Studio Gang Architects, Chicago, (USA)

3. Preis
Szyszkowitz-Kowalski + Partner ZT GmbH, Graz (A)

Der Siegerentwurf schlägt ein Ensemble aus drei Gebäudepaaren vor, die sich sowohl konstruktiv als auch in der Fassade jeweils in Beton, Holz und Stahl materialisieren. Insgesamt entsteht der Eindruck einer eigenständigen und sehr filigranen Konstruktion, die eine ebenso urbane wie maritime Interpretation des Bauens auf dem Wasser zum Ausdruck bringt. Leichte Stegkonstruktionen in den Erdgeschossbereichen binden die Gebäude an die Promenade und ermöglichen den direkten Zugang zum Wasser und zu den hier vorgesehenen Anlegern für kleinere Schiffe. Sehr stark überzeugt das Zusammenspiel aus innerem Funktionskonzept und äußerer Erscheinung. Der Ausdruck einer „Leichtigkeit“ in Verbindung mit variierenden und identitätsstiftenden Materialien prägt diesen Entwurf und findet in der Jury breite Zustimmung.

Der zweite Preisträger entwickelt für die Wasserhäuser ein sehr ungewöhnliches und einprägsames Bild durch die konzeptionelle Idee eines „HafenGartens“, der  in den Blättergeometrien von Blüte, Sprosse und Knospe eine schlüssige architektonische Entsprechung in den sechs Wasserhäusern findet. Mit den vorgeschlagenen Geometrien werden interessante Bezüge zu Typologien der klassischen Moderne hergestellt, die hier eine überraschend eigenständige Neuinterpretation erfahren und  sehr prägnant sowie identitätsbildend erscheinen. Herausragend erscheint die Wohnqualität in den Türmen, die durch den radialen Grundriss durchweg sehr gute Blickbeziehungen auf die Umgebung ermöglichen.

Die Verfasser des dritten Preises legen ein besonderes Augenmerk auf die Ausprägung der Gebäude als „Wasserhäuser“ in Unterscheidung zur landseitigen Bebauung. Dieser Gedanke durchdringt den Entwurfsbeitrag und unterscheidet ihn deutlich von den anderen eingereichten Entwürfen. Auf filigranem Gerüst entwickelt sich eine poetische Gebäudestruktur, die erst weit oberhalb der Wasserlinie zu einer kompakten Kubatur wird. Das „Ankommen“ vom Land über Stege wird inszeniert, indem der Besucher einen einzigartigen Blickbezug zum Wasser durch die Tragstruktur hindurch erhält.


Alle drei Preisträger sind sehr positiv bewertet worden, so dass sie der Jury als realisierungswürdig erscheinen. Es wird daher geprüft, ob die Entwürfe auch in Kombination verwirklicht werden können.

 

Pressekontakt:
HafenCity Hamburg GmbH
Susanne Bühler, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel: 040 / 37 47 26-14
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