Sukzessive Entwicklung
Östlich schließt sich das Quartier Am Sandtorpark / Grasbrook mit einer starken sozialen und öffentlichen Funktion an: Die Katharinenschule in der HafenCity, ein Kinderhort und eine Kindertagesstätte sind in einem gemeinsamen Gebäude untergekommen; außerdem dient das Haus dem Stadtteil als Community Center. Weitreichende Netzwerke werden beispielsweise im Hamburg America-Center sowie in der International Coffee Plaza geknüpft. Fast alle Hochbauten gruppieren sich um den namensgebenden, ab 2011 nutzbaren grünen Park.
Südlich dieser beiden Quartiere liegt der Strandkai. Er bietet prominente Lagen direkt am Flussufer und dient als besonders hochwertiger Wohn- und Bürostandort. Mit seinen Hochpunkten wird er auch die – von südlich der Elbe aus sichtbare – Stadtsilhouette prägen. Schon jetzt sind hier die Unternehmenszentrale von Unilever und der Wohnturm Marco-Polo-Tower entstanden und auch das Kreuzfahrtterminal mit Hotel wird im Quartier im Übergang zum Überseequartier realisiert.
Weiter östlich erstreckt sich das Überseequartier von der Speicherstadt bis zur Elbe. Als sogenanntes Herz der HafenCity konzentriert es Einkaufsmöglichkeiten und gastronomische Angebote vor allem entlang des Überseeboulevards. Dieser den Fußgängern vorbehaltene Stadtraum zieht sich wie ein mäandrierender Fluss von Norden nach Süden durch das 7,9 ha große Areal, auf dem auch das spektakuläre Science Center entsteht. Allein im Überseequartier, das 370 Wohnungen und Geschäftshäuser mit Büroflächen bietet, wird mit 40.000 Besuchern pro Tag gerechnet.

Die Quartiersgrenzen orientieren sich oft an topografischen Begebenheiten, beispielsweise an den Hafenbecken (© HafenCity Hamburg GmbH)
Jenseits des Magdeburger Hafens schließt sich nördlich das durch die Zentralen des Germanischen Lloyd und der SPIEGEL-Gruppe geprägte Quartier Brooktorkai / Ericusspitze an; wegen der Straßenlärmexposition wird hier nur ein geringer Wohnanteil realisiert. Östlich beginnt das Elbtorquartier: Zu den Nutzern dieses „Wissensquartiers“ zählen unter anderem die HafenCity Universität, das Designzentrum designxport, die Zentrale von Greenpeace Deutschand, das Ökumenische Forum Brücke sowie das Internationale Maritime Museum Hamburg.
In all diesen Quartieren ist die Entwicklung schon weit fortgeschritten, zum Teil sind alle Grundstücke verkauft und sämtliche Vorhaben im Bau oder fertiggestellt. Weiter nach Osten entwickelt sich die HafenCity jetzt mit der Realisierung des Quartiers Am Lohsepark. Im Zentrum seiner Konzeption steht mit einer langgestreckten Parkfläche die grüne Lunge des gesamten Stadtteils. Im und am Lohsepark – dem ehemaligen Standort des Hannoverschen Bahnhofs – entsteht auch ein Gedenkort für die Deportationen norddeutscher Juden, Sinti und Roma während des Zweiten Weltkriegs. Die Hochbauten des Quartiers gruppieren sich zu beiden Seiten der Grünfläche.
Wenn der Westen und das Zentrum der HafenCity schon weitgehend fertiggestellt sind, die Hamburger sich also mehrere neue Quartiere bereits angeeignet haben, wird schließlich auch der Osten des Stadtteils entwickelt. Hier entsteht zunächst das Quartier Oberhafen mit seinen für die Kreativwirtschaft konzipierten Immobilien und Sportflächen, später das Quartier Baakenhafen mit seinem Wohn- und Freizeitschwerpunkt, dessen Baubeginn für 2012 geplant ist. Als zehntes Quartier setzt dann im Anschluss das Elbbrückenzentrum mit dem Chicago Square einen Schlusspunkt in der Entwicklung des Stadtteils. Der Masterplan für die östliche HafenCity wurde überarbeitet und im Sommer 2010 auf zahlreichen Veranstaltungen öffentlich disktiert.






