Chronik der HafenCity

Überblick: Die Entstehung eines neuen Stadtteils

15. Mai 2008

Mit der traditionellen Tunneltaufe beginnt der Bohrer V.E.R.A. ("Von der Elbe Richtung Alster") den Schildvortrieb für den ersten Tunnel der neuen U-Bahnlinie U4.

30. Mai 2008

Mit der Grundsteinlegung für die Zentrale des Germanischen Lloyd beginnt der Hochbau im Quartier Brooktorkai / Ericus. Zusammen mit der Quantum Immobilien AG realisiert der Germanische Lloyd insgesamt 52.000 qm BGF auf vier Baufeldern. Den Großteil der Flächen wird das Unternehmen selbst nutzen; westlich davon entstehen weitere Büros und 30 Wohnungen. Den städtebaulichen Wettbewerb für den Brooktorkai (ohne Ericusspitze) hatte das Hamburger Architekturbüro gmp gewonnen. Der Entwurf sieht eine mäandrierende Gebäudestruktur mit drei neungeschossigen Punkthäusern vor; sie wird, so die nachfolgende Architektenwettbewerbsentscheidung, durch gmp sowie Jan Störmer Architekten und das italienische Büro Antonio Citterio and Partners architektonisch realisiert.

19. Juni 2008

Ein InfoPavillion eröffnet im ersten fertiggestellten Gebäude des Überseequartiers. Der von den Architekten Bolles+Wilson entworfene InfoPavillion an der Osakaallee gewährt eine Vorschau auf das entstehende Überseequartier (ca. 280.000 qm BGF); auch über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen informiert die Ausstellung. Für Besucher ist sie täglich von 11:00 - 19:00 Uhr (außer dienstags) geöffnet.

25. Juni 2008

Im historischen Kaispeicher B eröffnet das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH). Die private, in eine Stiftung eingebrachte Sammlung von Prof. Peter Tamm stellt die Grundlage der dauerhaften Ausstellung in diesem weltweit einzigartigen Museum. Auf neun Decks werden 3.000 Jahre Seefahrtsgeschichte anhand von sogenannten Nautiquitäten – beispielsweise Schiffsmodellen, Konstruktionsplänen für Schiffe sowie einer Vielzahl nautischer Geräte, Gemälde und Grafiken – erzählt. Vor der Neunutzung war der Kaispeicher B, das älteste Speichergebäude der Stadt, für nahezu 30 Mio. Euro Zuschuss vonseiten der Freien und Hansestadt Hamburg aufwendig saniert worden; seine charakteristische neogotische Architektur blieb ebenso unangetastet wie der innere Aufbau mit seinen vielen Böden. Denkmal und Museum gehen eine erfolgreiche Symbiose ein.

30. Juli 2008

Während der "Hamburg Cruise Days" stehen die HafenCity und der Hamburger Hafen fünf Tage lang im Zeichen der Kreuzschifffahrt. Das Festival beginnt mit dem Einlauf der Queen Mary 2, die am Hamburg Cruise Center festmacht.

07. August 2008

Der erste historische Hafenkran, ein Stückgutkran der Firma Kampnagel aus dem Jahr 1959, wird nach seiner Restaurierung durch das ABM-Projekt "Jugend in Arbeit" auf der Kaiserkai-Promenade am Sandtorhafen aufgestellt.

18. September 2008

Im Sandtorhafen wird der Traditionsschiffhafen eingeweiht. Die Anlegestelle für bis zu 30 historische Wasserfahrzeuge stellt zugleich einen neuen schwimmenden Platz dar. Entstanden ist eine geschwungene insgesamt 340 m lange Pontonanlage, die sich mit einer Gesamtfläche von 5.600 qm durch das Hafenbecken des Sandtorhafens zieht. Sie fügt sich in die Freiraumplanung der westlichen HafenCity ein; die Entwürfe stammen – wie auch im Fall der übrigen Stadträume des Gebiets – vom Architektenbüro EMBT Arquitectes associats aus Barcelona. Der Traditionsschiffhafen wird von der Stiftung Hamburg Maritim betrieben.

Oktober 2008

Die Museumsbrücke über dem Brooktorhafen (Bauherr: Sondervermögen HafenCity Hamburg GmbH, Architekt: Dietmar Feichtinger, Ingenieure: WTM Engineers) erhält die Auszeichnung "Bauwerk des Jahres 2007" vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV). Gleichzeitig erhält die Hamburger Architektin Mirjana Markovic einen Sonderpreis für den Umbau des Kaispeichers B zum Internationalen Maritimen Museum. Die Shanghaibrücke (Bauherr ist ebenfalls das Sondervermögen HafenCity Hamburg GmbH), die auch über dem Brooktorhafen verläuft, war bereits als "Bauwerk des Jahres 2006" ausgezeichnet worden.

Oktober 2008

Die HafenCity Hamburg GmbH publiziert den Film "Perspektiven für eine urbane Innenstadt am 'Wasser" in deutscher und englischer Sprache. In gut zehn Minuten wird der neue Stadtteil anhand einer Filmdokumentation und vielen Ausblicken auf zukünftige Projekte vorgestellt.

03. Oktober 2008

Zum Tag der Deutschen Einheit in Hamburg kommen rund 550.000 Besucher in die HafenCity und in die Speicherstadt.

27. Oktober 2008

Die Pläne für die Entwicklung eines Gedenkorts am früheren Hannoverschen Bahnhof werden auf einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und mit Vertretern von Institutionen sowie Verbänden der Überlebenden und Hinterbliebenen diskutiert. Auf dem Gelände des künftigen Lohseparks in der östlichen HafenCity hatte sich einst der Hannoversche Bahnhof befunden. Zwischen 1940 und 1945 wurden von dort mindestens 7.692 Menschen – vor allem Juden, Sinti und Roma – in Ghettos und Vernichtungslager deportiert; mehr als 6.000 von ihnen starben dort oder in anderen Lagern.

25. November 2008

Für das neue Verlagshaus der SPIEGEL-Gruppe und das Nachbargebäude Ericus-Contor wird der Grundstein gelegt. Der ebenso markante wie nachhaltige Neubau entsteht auf der Ericusspitze am zentralen Entrée zur HafenCity nach einem Wettbewerbsentwurf des dänischen Architekturbüros Henning Larsen Architects. Als erster privater Bauherr in der HafenCity erwirbt die Robert Vogel GmbH & Co. KG für das Verlagshaus eine Vorzertifizierung nach dem Umweltzeichen HafenCity in Gold. Das gesamte Quartier Brooktorkai / Ericus befindet sich im Bau.

03. Dezember 2008

Für das Gebäudeensemble Coffee Plaza am Sandtorpark wird der Grundstein gelegt. Das aus drei Einzelgebäuden bestehende Ensemble wird als ein Zentrum der deutschen und internationalen Kaffeewirtschaft realisiert. Bauherren sind der Kaffeeunternehmer Michael R. Neumann, die Neumann Gruppe sowie DS-Bauconcept und die schwedische Firma Norrporten. Die Neumann Gruppe, einer der weltweit führenden Rohkaffeedienstleister, legt auch ihren Firmensitz ins Ensemble; geplant wurde es vom Büro des US-Architekten und Pritzker-Preisträgers Richard Meier.

08. Dezember 2008

Der im Elbtorquartier geplante designport hamburg wird vorgestellt. Mit der Konzeptimmobilie (rund 10.000 qm BGF) erhält die Hamburger Designwirtschaft erstmals ein zentrales Forum. Neben Designbüros sowie integrierten Wohn- und Arbeitslofts für Designer bietet der Neubau Flächen für das öffentliche Designzentrum designxport, das der gesamten Branche als Kommunikations- und Repräsentationsplattform dienen soll. Projektentwickler und Investor ist die PRIMUS developments GmbH.

19. Dezember 2008

Der Neubau der HafenCity Universität (HCU) wird mit dem Umweltzeichen HafenCity in Gold vorzertifiziert. Als erstes öffentliches Gebäude wird es für seine außergewöhnliche Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Preise & Auszeichnungen

Dezember 2005

Das Gebäude Am Sandtorkai 54 von Jan Störmer Architekten erhält den 1. Preisrang des BDA Hamburger Architekturpreises 2005.

Oktober 2007

Die Shanghaibrücke (Architekt: Dietmar Feichtinger; Ingenieure: WTM Engineers; Bauherr: Sondervermögen Stadt und Hafen / HafenCity Hamburg GmbH), die über dem Brooktorhafen verläuft, wird vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV) als "Bauwerk des Jahres 2006" ausgezeichnet. In der Urkunde heißt es: "Die Shanghaibrücke trägt den Weg über das Wasser in der Eleganz ausgewogener Proportionen und wird so zum ästhetischen Merkpunkt, zur Landmarke. Fußgänger wie Autofahrer erleben die Brücke als eigenständigen Ort, von dem aus sich das Flair einer mit Fleeten und Kanälen durchzogenen Stadt am Wasser in besonderer Weise erschließt."

Oktober 2008

Die Museumsbrücke über dem Brooktorhafen (Architekt: Dietmar Feichtinger; Ingenieure: WTM Engineers; Bauherr: Sondervermögen Stadt und Hafen / HafenCity Hamburg GmbH) erhält die Auszeichnung "Bauwerk des Jahres 2007" vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV). Gleichzeitig erhält das Hamburger Architekturbüro MRLV Markovic Ronai Voss Architekten einen Sonderpreis für den Umbau des Kaispeichers B zum Internationalen Maritimen Museum.

Oktober 2008

Das Jahrbuch "Architektur in Hamburg" zeichnet als "Beste Projekte 1989 - 2008" in der Kategorie Wohnungsbau fünf Gebäude am Sandtorkai aus: "Oceans's End" (Böge Lindner Architekten), "H2O" (Spengler Wiescholek Architekten), "Dock 4" (ASP Schweger Assoziierte Gesamtplanung GmbH), "Harbour Cube" (Prof. Marc-Olivier Mathez) und "Harbour Hall" (APB Architekten Beisert Wilkens Grossmann-Hensel). In der Kategorie "Öffentlicher Raum und Freiraum" wird außerdem die Gestaltung der Sockelbauwerke des Sandtorkais von Behnfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten ausgezeichnet.

September 2009

Der elfgeschossige Wohnturm Oval am Kaiserkai wird vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e.V. (AIV) als "Bauwerk des Jahres 2008" ausgezeichnet. Das Oval wurde von Ingenhoven Architekten entworfen und von Imetas Property entwickelt.

6. Oktober 2009

Die HafenCity Hamburg GmbH erhält den Immobilienmarken-Preis 2009 in der Kategorie "Bestes Marketing einer Wirtschaftsregion".

November 2009

Das Unilever-Gebäude am Strandkai in der HafenCity wird bei den World Architecture Festival Awards in Barcelona als bestes Bürogebäude der Welt ausgezeichnet. Der Bau von Behnisch Architekten überzeugt nicht nur aufgrund seiner optischen und ökologischen Qualitäten, sondern auch durch seinen öffentlichen Charakter: Mit einem frei zugänglichen Atrium öffnet er sich zum Stadtteil hin. Bereits im Juni hatte das Unilever-Gebäude den BEX Award für eine besonders nachhaltige, innovative und effiziente Architektur erhalten.

Dezember 2009

Der Marco-Polo-Tower (Behnisch Architekten) am Strandkai in der HafenCity wird mit dem European Property Award in der Kategorie "Bestes Hochbauprojekt" ausgezeichnet. Eine internationale Jury, bestehend aus Experten der Bereiche Immobilien, Hochbau und Design sowie der Fachpresse und Sponsoren, verleiht dem Marco-Polo-Tower mit fünf Sternen die höchste Auszeichnung dieser Kategorie.

März 2010

Der Marco Polo Tower gewinnt den MIPIM Award 2010 in der Kategorie Residential Developments. Die Auszeichnung unterstreicht die architektonische Qualität des neuen Stadtteils HafenCity. Das Büro Behnisch Architekten aus Stuttgart hatte den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für sich entschieden, realisiert wurde das Projekt von der Projektgesellschaft Marco Polo Tower, einem Konsortium aus HOCHTIEF Projektentwicklung und DC Residential.

November 2010

Das Unilever-Gebäude am Strandkai erhält den 1. Preisrang des BDA Hamburger Architekturpreises 2010. Entworfen hatte das Gebäude Behnisch Architekten, Bauherr ist die Strandkai 1 Projekt GmbH.

Februar 2013

Die HafenCity wurde als eines von lediglich zehn Projekten weltweit für den renommierten "Veronica Rudge Green Prize in Urban Design" nominiert. Der von der Harvard Graduate School of Design organisierte Award wird alle zwei Jahre an herausragende internationale Stadtentwicklungsprojekte vergeben.

Oktober 2013

Der traditionsreiche Architekten und Ingenieurverein Hamburg (AIV) kürt mit dem Ökumenischen Forum HafenCity, Shanghaiallee 12-14, erstmalig ein Gebäude zum Bauwerk des Jahres, für das sich gleich neunzehn Bauherrn zu einer Baugemeinschaft zusammengeschlossen haben.

November 2013

Die Baakenhafenbrücke im Quartier Baakenhafen wurde als eine von drei Brücken der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" für den Deutschen Brückenbaupreis 2014 nominiert. Die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure in Deutschland würdigen mit der Auszeichnung alle zwei Jahre herausragende Ingenieurleistungen im Brückenbau Deutschlands sowie deren Bedeutung für die Baukultur.

November 2013

Die HafenCity Hamburg GmbH hat einen der bedeutendsten internationalen Awards für den Bereich Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft verliehen bekommen, den "ULI Global Award for Excellence". Er wurde im Rahmen der großen Herbstkonferenz des ULI Urban Land Institutes in Chicago am 8. November 2013 überreicht.

April 2014

Die Baakenhafenbrücke erhält im Rahmen der Tag des Stahl.Architektur-Veranstaltung 2014 eine Auszeichnung bei der Verleihung des Preis des Deutschen Stahlbaues.