Presseportal der HafenCity
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HafenCity in Daten & Fakten
Projekt HafenCity
HafenCity in Daten und Fakten
Die wichtigsten Daten und Fakten über das größte innerstädtische Entwicklungsprojekt Europas
Stand: September 2011
Die HafenCity ist mit einer Fläche von 157 Hektar eines der markantesten Stadtentwicklungsvorhaben in Wasserlage (sog. Waterfrontentwicklung) weltweit und wird die Hamburger City um 40 Prozent erweitern (Hamburg hat ca. 1,78 Millionen Einwohner, die Metropolregion 4,3 Millionen Einwohner). Zwischen historischer Speicherstadt und Elbe entsteht eine neue City mit einer dichten urbanen Mischung aus Wohnen, Dienstleistung, Kultur, Freizeit, Tourismus und Handel. Die hafentypischen Strukturen werden dabei erhalten. Für das Entwicklungsmanagement ist die HafenCity Hamburg GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Freien und Hansestadt Hamburg, verantwortlich. Der Entwicklungszeitraum für das gesamte Gebiet erstreckt sich bis ca. 2025. Die HafenCity gilt bereits heute als Vorzeigeprojekt internationaler Waterfrontentwicklung.
Allgemeine Daten
- Gesamtfläche: 157 ha
- Landfläche: 126 ha
- Bruttogeschossfläche (BGF): Neubau ca. 2,32 Mio. qm
- Es entstehen 6.000 Wohnungen und mehr als 45.000 Arbeitsplätze
- Erweiterung der Hamburger City um 40 %
- 10,5 km neue Wasserlagen mit Promenaden und Plätzen
- Ca. 26 ha öffentliche Parkanlagen, Plätze und Promenaden
- Derzeit sind 47 Projekte fertig gestellt; 37 Projekte in Bau oder in Planung
- Ca. 1 Mio. qm BGF sind durch Verkauf der Grundstücke oder Anhandgaben (exklusive Optionen mit Planungsverpflichtung) bereits gesichert
- 99 % der bebaubaren Grundstücksflächen befinden sich vor der Veräußerung in öffentlichem Eigentum (Sondervermögen „Stadt und Hafen“, vertreten durch die HafenCity Hamburg GmbH)
- Investitionsvolumen: Private Investitionen ca. 8 Mrd. Euro; öffentliche Investitionen: 2,4 Mrd. Euro, überwiegend finanziert aus Grundstücksverkaufserlösen des Sondervermögens der Grundstücke in der HafenCity (ca. 1,5 Mrd. Euro)
- Allgemeine Planungsgrundlage:
o Masterplan 2000
o Masterplanüberarbeitung östliche HafenCity 2010
Entwicklungsmanagement und HafenCity Hamburg GmbH
Große Stadtentwicklungsprojekte bedürfen eines sehr intensiven Zusammenwirkens und der Bündelung von Konzeption und Realisierung. Insbesondere aufgrund der engen Verknüpfung öffentlicher Investitionen (ca. 2,4 Mrd. Euro) mit der Bindung privater Investitionen (Höhe: ca. 8 Mrd. Euro) besteht eine hohe Komplexität der Aufgaben und ein hoher Steuerungsbedarf.
Für das Entwicklungsmanagement der HafenCity wurde 1997 die Gesellschaft für Hafen- und Standortentwicklung GHS (seit 2004 HafenCity Hamburg GmbH) gegründet. Sie verwaltet das „Sondervermögen Stadt und Hafen“, die Grundstücke im Gebiet der HafenCity im Eigentum Hamburgs, aus deren Verkauf der größte Teil der öffentlichen Investitionen, insbesondere in Straßen, Brücken, Plätze, Parks, Kaimauern und Promenaden, getätigt wird. Neben dieser Finanzierungsaufgabe betreibt die HafenCity Hamburg GmbH die Flächenfreimachung und -vorbereitung, die Planung und den Bau der öffentlichen Räume, die Akquisition und vertragliche Bindung von Grundstücksentwicklern und großen Nutzern, die Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.
Die HafenCity Hamburg GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Freien und Hansestadt Hamburg. Sie entwickelt die HafenCity im Auftrag Hamburgs. Die öffentliche Kontrolle, Kooperation und Arbeitsteilung ist intensiv: Der Aufsichtsrat der HafenCity Hamburg GmbH wird von Senatsmitgliedern gestellt. Grundstücksverkäufe und Anhandgaben (Optionen mit Planungsverpflichtung) werden durch die Kommission für Bodenordnung beschlossen, Bebauungspläne von der Kommission für Stadtentwicklung (jeweils überwiegend aus Bürgerschafts- und Bezirksversammlungsmitgliedern zusammengesetzt) beraten und beschlossen, Bebauungspläne in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) erarbeitet und Baugenehmigungen von ihr erteilt. In den Wettbewerbsjurys für die städtebaulichen und Freiraumwettbewerbe sowie die hochbaulichen Wettbewerbe sind neben Vertretern privater Bauherren und freiberuflicher Architekten auch die BSU (Oberbaudirektor), die Bezirksverwaltung, die HafenCity Hamburg GmbH und mehrere Politiker (Bezirk Mitte oder Bürgerschaft) vertreten.
Die Bündelung von nicht hoheitlichen Aufgaben in einer eigenen Gesellschaft Hamburgs sichert bei intensiver Arbeitsteilung und Kontrolle die Effizienz und Qualität der Stadtentwicklungsaufgabe und gleichzeitig eine hohe staatliche Steuerungsfähigkeit.
Entwicklungsschritte der HafenCity
- 1997: Ankündigung des Projekts HafenCity
- 2000: Beschlussfassung des Masterplans durch den Senat
- Ab 2000: Beginn der Infrastrukturmaßnahmen, Flächenfreimachung und Betriebsverlagerungen
- Ab 2003: Intensiver Beginn der Hochbaumaßnahmen (Quartier Am Sandtorkai / Dalmannkai)
- 2007: Baubeginn des zentralen Areals Überseequartier
- 2007: Baubeginn der U-Bahnlinie U4
- 2009: Gesamtfertigstellung des ersten Quartiers Am Sandtorkai / Dalmannkai
- 2010: der überarbeitete Masterplan für die östliche HafenCity wird präsentiert und öffentlich diskutiert
- 2011: ca. 1.700 Bewohner und 8.400 Arbeitsplätze, ca. 300 ansässige Unternehmen; Fertigstellung des Quartiers Am Sandtorpark / Grasbrook (bis auf ein Wohngebäude) und Brooktorkai / Ericus
- 2012 (Herbst) Betriebsaufnahme der U4
Nutzungen in der HafenCity
Insgesamt entstehen (als oberirdische Nutzfläche):
- ca. 695.000 qm BGF Wohnfläche
- ca. 210.000 qm BGF gewerbliche und öffentlichkeitsbezogene Nutzflächen im Erdgeschoss (d.h. Einzelhandel, Gastronomie, Ausstellungsflächen und Dienstleistung)
- ca. 1.130.000 qm BGF Bürofläche
- ca. 311.000 qm BGF Fläche für Bildung, Wissenschaft, Kultur, Freizeit, Hotel und Sonstiges
Verkehrsanbindung
Vorhanden: leistungsfähiges Straßennetz mit Anschluss an City und Autobahn;
zwei U-Bahnhaltestellen am Nordrand (U1: Messberg, U3: Baumwall); leistungsstarke Busverbindungen, u. a. mit Wasserstoffbussen.
Im Bau: neue U-Bahnlinie U4 mit zwei Haltestellen in der HafenCity; Baubeginn August 2007, Fertigstellung Herbst 2012. Im Osten soll die U4 mindestens bis an die Elbbrücken (Station Elbbrücken) weitergeführt werden, zunächst unterirdisch, dann oberirdisch.
HafenCity als nachhaltige Stadt
- "Brownfield Development": Nutzung ehemaliger Hafen- und Industrieflächen, nachdem sie, soweit erforderlich, dekontaminiert und saniert wurden; Entwicklung von mit der benachbarten Hafennutzung kompatiblen Wohn-, Freizeit-, Büro- und Geschäftsgebieten; Parken bodensparend nahezu ausschließlich unterirdisch in den dem Hochwasserschutz dienenden Warftsockeln
- Nachhaltige Stadtstruktur: feinkörnige Nutzungsmischung; kompakte und kurze Wege; dichte und trotzdem offene Stadtstruktur mit vielen Wegeoptionen; enge Anbindung an die bestehende City; per Metrobus, Fahrrad und zu Fuß bereits jetzt sehr gut zu erreichen; Fuß- und Fahrradwege zum erheblichen Teil in Wasserlagen; Anbindung durch die U-Bahnlinie 4 ab Herbst 2012
- Nachhaltige Wärmeenergieversorgung: an CO² Benchmark orientierte zentrale Wärmeversorgung für die westliche HafenCity mit 175 g/kWh (Fernwärme, Solarthermie, Brennstoffzelle) und für die östliche HafenCity 89 g/kWh (ab 2011) durch ein Nahwärmenetz mit Biomethan-Brennstoffzellen, Holzverbrennung und Wärmepumpen
- Nachhaltige Gebäude: Förderung von klima- und energiefreundlichem, ganzheitlichen Bauen seit 2007 durch das erste Zertifizierungssystem für Nachhaltiges Bauen in Deutschland, seit 2010 vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage mit Ausdehnung der Kriterien auf gemischt genutzte Gebäude sowie Hotels und Handelsnutzungen. Insgesamt sollen in der zentralen und östlichen HafenCity mindestens 50 % der Häuser dem Nachhaltigkeits-Siegel in Gold genügen, die Erwartungen liegen jedoch deutliche höher. In Zukunft wird die Realisierung von wohngenutzten Gebäuden nur noch nach dem Goldstandard der HafenCity möglich sein
- Nach dem Goldstandard bereits vorzertifiziert sind: SPIEGEL-Zentrale (Brooktorkai / Ericus, Henning Larsen Architects Kopenhagen), Katharinenschule samt Kita und Wohngebäude (Am Sandtorpark / Grasbrook, Spengler & Wiescholek, Hamburg), DC Commercial Geschäfts- und Bürohaus (Am Sandtorpark / Grasbrook, Baumschlager & Eberle Architekten, Lochau (A)), HafenCity Universität (Elbtorquartier, Code Unique, Dresden), Unilever (Strandkai, Behnisch Architekten), Gebäude mit Greenpeace-Zentrale, Wohnungen und Designport (Elbtorquartier, Bob Gysin & Partner AG, Zürich), Gebäude der NIDUS-Baugemeinschaft (spine architects)
- Für eine Zertifizierung nach dem Goldstandard vorgesehen sind: Musikerhaus (Elbtorquartier, Bürgerstadt AG, Berlin), Ökumenisches Forum HafenCity (Elbtorquartier, Wandel, Höfer, Loch + Hirsch, Saarbrücken), Wohngebäude 43 (Elbtorquartier), Wohngebäude 70 und 71 (Am Lohsepark), Wohngebäude 34/15 und 34/16 (Überseequartier), Wohngebäude 33 (Am Sandtorpark / Grasbrook), Wohngebäude 55,56 und 57 (Strandkai)
Die HafenCity wird mittel- und langfristig durch ihre neue nachhaltige Infrastruktur und Bausubstanz einen großen Anteil an der Erfüllung der Hamburger Klimaschutzziele haben. Die Wahl der Hansestadt zur "European Green Capital" 2011 geht auch auf die gezielte nachhaltige Entwicklung der HafenCity zurück.
Pressekontakt
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Tel. (040) 37 47 26 - 14
Franka Kühn
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (040) 37 47 26 - 21
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