Projekt HafenCity

Stand der Entwicklung

Die HafenCity Hamburg wird von Westen nach Osten und von Norden nach Süden entwickelt. 56 Projekte sind bereits fertiggestellt, weitere 49 Projekte in Bau oder in Planung. Circa 1 Million Quadratmeter BGF sind durch Verkauf der Grundstücke oder Anhandgaben gesichert (Stand: Januar 2014).

Das Foto zeigt  den Vasco-da-Gama-Platz vom Grasbrookhafen aus

Ein Stück Stadt erwacht zum Leben: Rund 1.400 Wohnungen sind fertiggestellt, mehr als 450 Unternehmen haben sich bereits in der HafenCity angesiedelt (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten

Entwicklung von West nach Ost

Die HafenCity wird von Westen nach Osten und von Norden nach Süden entwickelt. 56 Projekte sind fertiggestellt, weitere 49 Vorhaben in Bau oder Planung; ca. 1 Mio. m2 BGF sind durch Verkauf der Grundstücke oder Anhandgaben gesichert. In den westlichen Quartieren ist die urbane Qualität der HafenCity schon deutlich zu spüren. Die HafenCity hat sich als beliebter Wohnstandort und Arbeitsort fest etabliert: Nahezu 1.500 Wohnungen sind fertiggestellt, mehr als 450 Unternehmen sind mittlerweile vor Ort. Während 2013 mit BP, Hanjin Shipping und Greenpeace drei weitere große Büromieter in die HafenCity zogen, bauen mit Marquard & Bahls, den Gebr. Heinemann sowie Engel & Völkers die nächsten Unternehmen 2014 neue Standorte oder erweitern ihren bestehenden Sitz.

Den Anfang der HafenCity-Entwicklung machte das Quartier Am Sandtorkai/Dalmannkai, das 2009 fertiggestellt wurde. Auf dem historischen Kaispeicher A entsteht die vom Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Elbphilharmonie. Fertiggestellt werden soll das neue Hamburger Wahrzeichen mit seinen zwei Konzertsälen, einem Fünf-Sterne-Hotel und ca. 45 Wohnungen nun, mit deutlicher Verzögerung, 2017. Als zweites großes, fast fertiges Quartier folgte Anfang 2011 das benachbarte, bei vielen jungen Familien beliebte Quartier Am Sandtorpark/Grasbrook. Eine Grundschule mit Hort und Kindertagesstätte nahm hier 2009 ihren Ganztagsbetrieb auf. 2013 eröffnete der beliebte Grasbrookpark mit seinen vielen, von Grundschülern mitgestalteten Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene. Am benachbarten Strandkai entstand 2009 als erster Hochbau das vielfach prämierte Ensemble aus Bürogebäude und Wohnturm: Unilever-Zentrale und Marco-Polo-Tower. Gleichzeitig wurden mit den Elbterrassen und der anschließenden Promenade die ersten direkt an der Elbe liegenden Freiräume eröffnet. Während auf dem benachbarten östlichen Areal Engel & Völkers ab 2014 einen neuen Firmensitz baut, fällt für die letzte große noch unbebaute Fläche in der westlichen HafenCity, den westlichen Strandkai, im Sommer 2014 die Entscheidung im Architekturwettbewerb.

Seit 2011 vollständig fertiggestellt ist das Quartier Brooktorkai/Ericus mit den beiden größten Büronutzern der HafenCity: DNV Germanischer Lloyd und Spiegel-Gruppe.

Stadträume bis zum Baakenhafen rücken ins Zentrum der Aktivitäten

Das Überseequartier, mit einer Fläche von 13,7 ha das kommerzielle Herzstück der HafenCity, zeigt bereits heute einen beeindruckenden Metropol-Charakter. Im Norden des Quartiers wurden bislang über 360 Mio. Euro investiert. Hier leben heute schon über 500 Bewohner, viele Geschäfte und Dienstleister haben entlang des Boulevards eröffnet, und das Areal ist ein erfolgreicher Unternehmenssitz. Im Dezember 2012 nahm die neue U-Bahn-Linie U4 mit der Haltestelle Überseequartier den regulären Betrieb auf. Und während der Wohnturm Cinnamon derzeit weiter in die Höhe wächst, beginnt 2014 am Alten Hafenamt der Umbau – gleichzeitig starten auf den letzten unbebauten Grundstücken des nördlichen Quartierteils die Vorbereitungen für den Baubeginn. Der Nordteil ist bald weitgehend fertig, und die Entwicklung des südlichen Überseequartiers verzeichnet deutliche Fortschritte. Das Überseequartier-Konsortium erhält 2014 einen neuen Joint-Venture-Partner, und das Quartier wird konzeptionell und städtebaulich überarbeitet. Einzelhandel, Entertainment und Wohnen werden gestärkt sowie Konzepte für einen verbesserten Wetterschutz integriert, ohne dass dadurch ein Shopping Center entsteht.

Im Elbtorquartier, wo 2008 das Internationale Maritime Museum im historischen Kaispeicher B eröffnete und seit 2012 das Ökumenische Forum beheimatet ist, beziehen im April 2014 rund 2.000 Studenten das neue Gebäude der HafenCity Universität (HCU) unmittelbar an der Elbe. (Seit August 2013 fährt die U4 bis zur Haltestelle HafenCity Universität.) Die am Magdeburger Hafen gelegenen Elbarkaden mit u. a. Greenpeace, dem Designport Hamburg sowie einem großen Wohnanteil sind ebenfalls fertiggestellt und wurden bezogen. Weitere innovative Projekte, etwa das Musikerhaus, werden 2014 fertiggestellt oder gehen in Bau.

Den Übergang zum Ostteil der HafenCity bildet das Quartier Am Lohsepark, dessen erste Wohnungsbauvorhaben 2012 ebenso begonnen wurden wie die Bauarbeiten zum grünen „Scharnier“ zwischen Brooktorhafen und Elbe, dem Lohsepark als zentralem Volkspark der HafenCity. Durch den Abriss des großen Schuppens wird der Park nun frühzeitig bis voraussichtlich Ende 2015 fertiggestellt. 2014 beginnt unterdessen neben der HafenCity Universität der Bau des Intelligent Quarters mit einem 70 m hohen Bürohaus, ergänzt durch zwei weitere Gebäude und etwa 60 Wohnungen.

2012 gingen die drei östlichen Quartiere Baakenhafen, Oberhafen und Elbbrücken in die Entwicklungsphase über. Während im Oberhafen derzeit die nächsten Kultur- und Kreativnutzer für 6.000 Quadratmeter ehemaliger Lagerflächen bestimmt werden und regelmäßig kulturelle Veranstaltungen stattfinden, entsteht am Baakenhafen eine dichte Mischung aus intensiver Wohn- und Freizeitnutzung, grünen Freiräumen und Arbeitsplätzen. Der erste Baubeginn (eines familienfreundlichen City-Hotels sowie geförderten und frei finanzierten Wohnungen) erfolgt 2014, Anhandgaben für mehr als 720 Wohnungen – darunter vier der insgesamt sechs spektakulären Wasserhäuser – sind in Vorbereitung. Außerdem werden in diesem Jahr weitere Wohnungsgrundstücke ausgeschrieben. An den Elbbrücken schließlich fällt bis Ende 2014 die Entscheidung für den städtebaulichen Wettbewerb – damit wird die HafenCity zumindest auf der Ebene der städtebaulichen Gestaltung zu Ende gedacht.