Projekt HafenCity

HafenCity Hamburg: Stand der Entwicklung

Die HafenCity Hamburg wird von Westen nach Osten und von Norden nach Süden entwickelt. 56 Projekte sind bereits fertiggestellt, weitere 49 Projekte in Bau oder in Planung. Circa 1 Million Quadratmeter BGF sind durch Verkauf der Grundstücke oder Anhandgaben gesichert (Stand: August 2014).

Das Foto zeigt  den Vasco-da-Gama-Platz vom Grasbrookhafen aus

Ein Stück Stadt erwacht zum Leben: Rund 1.500 Wohnungen sind fertiggestellt, mehr als 500 Unternehmen haben sich bereits in der HafenCity angesiedelt (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten

Die HafenCity wird von Westen nach Osten und von Norden nach Süden entwickelt. 56 Projekte sind fertiggestellt, weitere 49 Vorhaben in Bau oder Planung; ca. 1 Mio. m2 BGF sind durch Verkauf der Grundstücke oder Anhandgaben gesichert. In den westlichen Quartieren ist die urbane Qualität der HafenCity schon deutlich zu spüren. Die HafenCity hat sich als beliebter Wohnstandort und Arbeitsort fest etabliert: Gut 1.500 Wohnungen sind fertiggestellt, mehr als 500 Unternehmen sind mittlerweile vor Ort. Während 2013 mit BP, Hanjin Shipping und Greenpeace drei weitere große Büromieter in die HafenCity zogen, bauen mit Marquard & Bahls, den Gebr. Heinemann sowie Engel & Völkers die nächsten Unternehmen derzeit neue Standorte oder erweitern ihren bestehenden Sitz. Den Anfang der HafenCity-Entwicklung machte das Quartier Am Sandtorkai/Dalmannkai, das 2009 fertiggestellt wurde. Auf dem historischen Kaispeicher A entsteht die von Herzog & de Meuron entworfene Elbphilharmonie. Eröffnet werden soll das neue Hamburger Wahrzeichen mit seinen zwei Konzertsälen, einem Fünf-Sterne-Hotel und ca. 45 Wohnungen nun, mit deutlicher Verzögerung, 2017.

Als zweites großes, fast fertiges Quartier folgte Anfang 2011 das benachbarte, bei vielen jungen Familien beliebte Quartier Am Sandtorpark/Grasbrook. Eine Grundschule mit Hort und Kindertagesstätte nahm hier 2009 ihren Ganztagsbetrieb auf. 2013 eröffnete der beliebte Grasbrookpark mit seinen vielen, von Grundschülern mitgestalteten Spiel- und Freizeitmöglichkeiten. Am benachbarten Strandkai entstand 2009 als erster Hochbau das vielfach prämierte Ensemble aus Bürogebäude und Wohnturm: Unilever-Zentrale und Marco-Polo-Tower. Gleichzeitig wurden mit den Elbterrassen und der anschließenden Promenade die ersten direkt an der Elbe liegenden Freiräume eröffnet. Während auf dem benachbarten östlichen Areal Engel & Völkers noch in 2014 mit dem Bau seines neuen Firmensitzes beginnt, wurde für die letzte große unbebaute Fläche in der westlichen HafenCity, den westlichen Strandkai, der Architekturwettbewerb abgeschlossen. U.a. gehören zwei Türme und mehrere siebengeschossige Gebäude mit nahezu 500 Wohnungen zum Ensemble. Seit 2011 vollständig fertiggestellt ist das Quartier Brooktorkai/Ericus mit den beiden größten Büronutzern der HafenCity: DNV Germanischer Lloyd und Spiegel-Gruppe.

Das Überseequartier, mit einer Fläche von 11,9 ha das kommerzielle Herzstück der HafenCity, zeigt bereits heute einen beeindruckenden Metropol-Charakter. Im Nordteil leben heute schon über 500 Bewohner. Viele Geschäfte und Dienstleister haben entlang des Überseeboulevards eröffnet, und das Areal ist ein erfolgreicher Unternehmenssitz. Im Dezember 2012 nahm die neue U-Bahn-Linie U4 mit der Haltestelle Überseequartier den regulären Betrieb auf. Und während der Wohnturm Cinnamon derzeit fertiggestellt wird, hat am Alten Hafenamt der Umbau begonnen. Gleichzeitig schließt sich auch die letzte noch unbebaute Fläche des nördlichen Quartierteils zwischen Sandtorkai und Tokiostraße. Während der Nordteil somit weitgehend fertig ist, verzeichnet die Entwicklung des südlichen Überseequartiers deutliche Fortschritte. Das Überseequartier-Konsortium wird voraussichtlich noch 2014 durch einen neuen Bauherrn ersetzt. Bei den Planungen für das südliche Überseequartier werden zudem Chancen genutzt, um die besondere Anziehungskraft des Standorts noch zu stärken.

Im Elbtorquartier, wo 2008 das Internationale Maritime Museum im historischen Kaispeicher B eröffnete und seit 2012 das Ökumenische Forum beheimatet ist, bezogen im April 2014 rund 2.000 Studenten das neue Gebäude der HafenCity Universität (HCU) unmittelbar an der Elbe. (Seit August 2013 fährt die U4 bis zur Haltestelle HafenCity Universität.) Die am Magdeburger Hafen gelegenen Elbarkaden, u. a. mit Greenpeace und designxport Hamburg sowie einem großen Wohnanteil, haben sich ebenfalls etabliert – und mit der hochwassergeschützten Arkade und der Pier entlang des Magdeburger Hafens zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Noch in 2014 beginnt unterdessen neben der HCU der Bau der Intelligent Quarters mit einem 70 m hohen Bürohaus, ergänzt durch zwei weitere Gebäude und etwa 60
Wohnungen.

Und während weiter östlich, im Quartier Am Lohsepark, der Mineralölkonzern Marquard & Bahls an der Shanghaiallee den Neubau seiner neuen Firmenzentrale hochzieht, nimmt das Thema Wohnen am Lohsepark immer konkretere Formen. In den ersten Wohngebäuden direkt am Lohsepark entstehen nicht nur geförderte und frei finanzierte Wohnungen, sondern auch eine integrative Wohngemeinschaft, mehrere Kitas und ein Ärztezentrum sowie Baugemeinschaften und gewerbliche Erdgeschossnutzungen. Die Architektur ist eindrucksvoll: teilweise locken grüne Dachlandschaften mit Terrassen, Gartenlauben, Gewächshäusern und Aussichtspunkten. Die Gesamtfertigstellung des Lohseparks selbst, der sich wie ein grünes Band von der Ericusspitze bis zur Elbe erstreckt, erfolgt bis Frühjahr 2016. Teile des Parks sind schon eröffnet oder werden noch in 2014 fertig und sind dann ab Frühjahr 2015 nutzbar.

2012 gingen die drei östlichen Quartiere Baakenhafen, Oberhafen und Elbbrücken in die Entwicklungsphase über. Während im Oberhafen derzeit die nächsten Kultur- und Kreativnutzer für 6.000 Quadratmeter ehemaliger Lagerflächen bestimmt werden und regelmäßig kulturelle Veranstaltungen stattfinden, entsteht am Baakenhafen eine dichte Mischung aus intensiver Wohn- und Freizeitnutzung, grünen Freiräumen und Arbeitsplätzen. Der erste Baubeginn (eines Familienhotels sowie von geförderten und frei finanzierten Wohnungen) erfolgt 2014. Die Anhandgaben für mehr als 720 Wohnungen – darunter vier der insgesamt sechs spektakulären Wasserhäuser – sind erfolgt, so dass das Kerngebiet des Quartiers nun architektonisch bestimmt werden kann. An den Elbbrücken schließlich wird Anfang 2015 die Entscheidung für den städtebaulichen Wettbewerb verkündet – und damit die HafenCity zumindest auf der Ebene der städtebaulichen Gestaltung zu Ende gedacht.