Projekt HafenCity

HafenCity Hamburg: Stand der Entwicklung

Die HafenCity wird von Westen nach Osten und von Norden nach Süden entwickelt. 59 Projekte sind fertiggestellt, weitere 53 Vorhaben in Bau oder Planung; ca. 1,29 Mio. qm BGF sind durch Verkauf der Grundstücke oder Anhandgaben gesichert. Längst hat sich die HafenCity als beliebter Wohnstandort und Arbeitsort fest etabliert: Rund 1.800 Wohnungen sind fertiggestellt, mehr als 730 Unternehmen mittlerweile vor Ort

Ein Stück Stadt erwacht zum Leben: Rund 1.800 Wohnungen sind fertiggestellt, mehr als 730 Unternehmen haben sich bereits in der HafenCity angesiedelt (© ELBE&FLUT)

Die HafenCity ist eines der markantesten Stadtentwicklungsvorhaben in Wasserlage weltweit. Auf der Basis einer anspruchsvollen Konzeption erweitert sie die Fläche der Hamburger City um 40 Prozent. Impulswirkung hat die Entwicklung damit sowohl für die bestehende City und die gesamte Hansestadt mit ihren rund 1,8 Mio. Einwohnern als auch für die ca. 5 Mio. Einwohner zählende Metropolregion. Hamburgs Identität als maritime Stadt wird weiter gestärkt, während die HafenCity gleichzeitig ein Modell für die Entwicklung der europäischen City des 21. Jahrhunderts ist. Schon heute gilt sie als Vorzeigeprojekt für große internationale Stadtentwicklungsprojekte, auch wenn sich der Entwicklungszeitraum noch bis 2025/30 erstreckt

Den Anfang der HafenCity-Entwicklung machte das 2009 fertiggestellte Quartier Am Sandtorkai/Dalmannkai, wo auf dem historischen Kaispeicher A auch Hamburgs neues Wahrzeichen, die von Herzog & de Meuron entworfene Elbphilharmonie mit ihren zwei Konzertsälen, einem Fünf-Sterne-Hotel und ca. 45 Wohnungen entstanden ist. Als zweites großes, fast fertiges Quartier folgte Anfang 2011 das bei vielen jungen Familien beliebte Quartier Am Sandtorpark/Grasbrook. Die erste Grundschule – hier mit Kita – nahm 2009 ihren Ganztagsbetrieb auf. 2013 eröffnete der beliebte Grasbrookpark mit von Grundschülern mitgestalteten Spiel- und Freizeitmöglichkeiten. Am Strandkai entstand 2009 als erster Hochbau das vielfach prämierte Ensemble aus Bürogebäude und Wohnturm: Unilever-Zentrale und Marco-Polo-Tower. Gleichzeitig wurden die ersten direkt an der Elbe liegenden Freiräume eröffnet. Während auf dem benachbarten östlichen Areal Engel & Völkers bis 2017 den Bau des neuen Firmensitzes inklusive Wohnbebauung vollendet, geht die letzte große unbebaute Fläche in der westlichen HafenCity, der westliche Strandkai, Anfang 2017 in Bau. Unter anderem gehören zwei Türme und mehrere siebengeschossige Gebäude mit nahezu 500 Wohnungen zum Ensemble. Seit 2011 vollständig fertiggestellt ist das Quartier Brooktorkai/Ericus mit den beiden derzeit größten Büronutzern der HafenCity: DNV Germanischer Lloyd und Spiegel-Gruppe.

Das Überseequartier zeigt als kommerzielles Herzstück der HafenCity bereits heute Metropolcharakter. Im Nordteil leben über 500 Bewohner, viele Geschäfte und Dienstleister haben entlang des Überseeboulevards eröffnet, und das Areal ist ein erfolgreicher Unternehmenssitz. Im Dezember 2012 nahm die neue U-Bahnlinie U4 mit der Haltestelle Überseequartier den regulären Betrieb auf. Und während der Umbau des Alten Hafenamts im März 2016 erfolgreich abgeschlossen wurde, schließt sich bis Ende 2017 die letzte noch unbebaute Fläche des nördlichen Quartierteils zwischen Sandtorkai und Tokiostraße. Mit der Übernahme der Gesamtentwicklung und Realisierung des südlichen Überseequartiers durch Unibail-Rodamco gelang im Dezember 2014 ein wesentlicher Meilenstein in dessen weiterer Entwicklung. 2015 wurden das gesamte Nutzungskonzept und die städtebauliche Struktur umfassend überarbeitet und für alle elf Gebäude neue Architekturen entworfen. Mit der ersten Baumaßnahme, dem Bau der großen Baugrube, wird voraussichtlich im Januar 2017 begonnen, bis 2021 entsteht ein weitgehend offenes und urbanes, nicht klimatisiertes, aber gleichzeitig z. T. wettergeschütztes Einkaufsviertel, durchmischt mit gut vernetzten weiteren publikumswirksamen Nutzungen – einschließlich Kreuzfahrtterminal, Wohnnutzungen, Büros, Entertainment und Hotels mit insgesamt rund 270.000  m2 BGF.

Auf zu neuen Ufer

Im Elbtorquartier, wo 2008 das Internationale Maritime Museum im historischen Kaispeicher B eröffnete und seit 2012 das Ökumenische Forum beheimatet ist, bezogen im April 2014 rund 2.500 Studenten das neue Gebäude der Hafen-City Universität (HCU) unmittelbar an der Elbe. Seit August 2013 fährt die U4 bis zur Haltestelle HafenCity Universität, und die am Magdeburger Hafen gelegenen Elbarkaden haben sich mit der hochwassergeschützten Arkade und der Pier entlang des Magdeburger Hafens zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Bis 2017 entsteht neben der HCU das Gebäudeensemble Freeport, Watermark und Ship-yard – mit einem 70 m hohen Bürohaus sowie zwei weiteren Gebäuden u. a. mit Wohnungen.

Während im Quartier Am Lohsepark der Mineralölkonzern Marquard & Bahls an der Shanghaiallee im Spätsommer 2016 in seine neue Firmenzentrale einzog, wurde das zweite große mischgenutzte Wohngebäude direkt am Lohsepark in Teilen fertig gestellt. 70 Mitglieder einer Baugemeinschaftsgruppe zogen im Sommer 2016 in den nördlichen Gebäudeteil. Seit Juli 2016 ist auch der Lohsepark selbst vollständig fertiggestellt und schon jetzt ein Treffpunkt für Nachbarn und Hamburger. Gleichzeitig wurde der in den Park integrierte Teil des denk.mals Hannoverscher Bahnhof eröffnet. Dessen denkmalgeschützter Bereich mit dem erhaltenen Bahnsteig folgt im Frühjahr 2017.

Während im Oberhafen ab Anfang 2017 die nächsten Kultur- und Kreativnutzer in insgesamt 6.000 m2 ehemalige Lagerflächen einziehen, entsteht am Baakenhafen eine dichte Mischung aus intensiver Wohn- und Freizeitnutzung, grünen Freiräumen und Arbeitsplätzen sowie einem Bildungs- und Freizeitzentrum. Seit Sommer 2015 läuft hier der Hochbau. Da im Sommer 2016 die nächsten drei Grundstückseinheiten vergeben wurden und derzeit weitere Anhandgaben bevorstehen, werden bis Ende 2016 bis auf drei Baufelder alle Grundstücke im Quartier vergeben sein.

An den Elbbrücken wurde im Herbst 2015 schließlich die Entscheidung für den städtebaulichen Wettbewerb verkündet. Der anschließende Freiraumwettbewerb ist im November 2016 entschieden, während für das erste Hochbauvorhaben im Quartier bis Anfang 2017 der Architekturwettbewerb läuft.

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