Fragen und Antworten zur HafenCity

Wie kann ich eine Wohnung in der HafenCity mieten oder kaufen? Wie grün wird der Stadtteil? Und welche Aufgaben nimmt eigentlich die HafenCity Hamburg GmbH wahr? Antworten auf häufig gestellte Fragen

Mobilität

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Was ist das Mobilitätskonzept für die östliche HafenCity?

Ziel des Mobilitätskonzepts für die östliche HafenCity ist es, die Kosten der Individualverkehrsmobilität für viele Haushalte erheblich zu senken und ein effizienzsteigerndes, ökologisch nachhaltiges, institutionelles System des Fahrens, der Nutzung und des Fahrzeugersatzes zu entwickeln. Es entsteht ein quartiersübergreifendes und in den Tiefgaragen verortetes Carsharing-System mit einem mittelfristig hohen Anteil an Elektromobilität. Carsharing hilft dabei, multimodales Mobilitätsverhalten zu fördern und durch den tiefgreifenden Wandel des Nutzungsverhaltens hin zu einer Kultur des „Nutzens statt Besitzens“ auch Transformationsprozesse für andere Handlungsfelder des sozialen Lebens anzustoßen.

Das Konzept umfasst zunächst eine Reihe an Maßnahmen, die die privaten Bauherren umsetzen. So ist die Anzahl der in den Quartieren Baakenhafen und Elbbrücken entstehenden Stellplätze auf maximal 0,4 Stellplätze pro Wohneinheit reduziert. Die gewerblichen Gebäude des Quartiers Elbbrücken erhalten zudem nur noch 25 bis 30 Prozent der sonst eigentlich herzustellenden Parkplätze. Einzige Ausnahme machen dabei Beherbergungsbetriebe. Hier ist eine Reduzierung laut Hamburger Fachanweisung nicht möglich.

30 Prozent der noch entstehenden privaten Stellplätze sind zudem ausschließlich einem Carsharing-Angebot für alle Bewohner und Beschäftigte vorbehalten. Somit entstehen in einem Wohngebäue mit 40 Stellplätzen dauerhaft 12 Carsharing- und 28 private Pkw-Stellplätze. Elektromobilität ist dabei ein wichtiger Konzept-Bestandteil. Bei Inbetriebnahme wird die Carsharing-Flotte zu mindestens 40 Prozent aus Elektrofahrzeugen bestehen und in den kommenden Jahren schrittweise weiter anwachsen. Das HafenCity Umweltzeichen definiert die verbindlichen Mindestvorgaben für die Vor- und Ausrüstung der Tiefgaragen mit Ladeinfrastruktur genau. In den Quartieren Baakenhafen und Elbbrücken und einigen Grundstücken der westlichen HafenCity (z. B. Wohnbereich Überseequartier) werden daher voraussichtlich bis ins Jahr 2027 bis zu 1.700 Tiefgaragenstellplätze mit einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ausgestattet – darunter alle Carsharing-Stellplätze.

Da Elektromobilität nur unter Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien CO2-arm ist, wird der Strombedarf der Elektrofahrzeuge durch regenerative, zentral im Gebäude und dezentral vom Energieversorgungsunternehmen erzeugte Energien gedeckt. Durch die Verbindung von Gebäude- und Fahrzeugtechnik entsteht so eine neue Schnittstelle, die auch bei weiterem technologischem Fortschritt genutzt werden kann.

Durch die Integration zusätzlicher Elemente wie Abstellmöglichkeiten und Lademöglichkeiten für Pedelecs und Fahrräder oder dem Bau moderner Paketboxen, profitieren die Haushalte über die reine Transportleistung hinaus von einem ausgesprochen hohen Komfort bei gleichzeitiger Verringerung des Anlieferverkehrs.

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