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Deportiert ins Ungewisse

Eine Fotoinstallation am Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ im Lohsepark in der HafenCity macht auf die Zielorte der Deportationen vom Hannoverschen Bahnhof aufmerksam. Vom Hannoverschen Bahnhof wurden in den Jahren 1940 bis 1945 über 8000 Jüdinnen und Juden, Sintizze und Sinti sowie Romnja und Roma in Ghettos und Lager ins deutsch besetzte östliche Europa deportiert. In der „Fuge“ – dem Verbindungsstück zwischen Lohseplatz und Gedenkort – werden nun sechs Großfotos mit Eindrücken von den heutigen Orten in Polen, Lettland, Belarus und Tschechien gezeigt.

Fotoinstallation bis Ende Oktober

Auf den Namenstafeln am denk.mal Hannoverscher Bahnhof werden die Namen der von Deutschen während des Zweiten Weltkriegs errichteten Ghettos und Lager genannt: Auschwitz, Belzec, Litzmannstadt/Lodz, Minsk, Riga, Theresienstadt. Wie sehen diese Orte aus? An einigen dieser Orte gibt es heute Gedenkzeichen oder Gedenkstätten. So wie in Bełżec in Polen, 20 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. 1940 wurden dort für einige Wochen Sinti und Roma aus Hamburg und Norddeutschland in ein improvisiertes Zwangsarbeitslager gesperrt und mussten Panzergräben ausheben. Seit 2012 besteht dort ein Mahnmal mit Informationen zum Schicksal der Deportierten.

Ein Foto dieses Gedenkortes sowie von fünf weiteren Orten ehemaliger Zielorte der Deportationen aus Hamburg werden bis Ende Oktober am denk.mal Hannoverscher Bahnhof zu sehen sein. Seit Juli zeigt bereits eine weitere Installation Postkarten, mit denen Deportierte aus Ghettos und Konzentrationslagern Kontakt zu Verwandten und Bekannten in Hamburg aufnahmen. Mit diesen und weiteren geplanten Interventionen im Lohsepark werden Erkenntnisse aus dem Projekt Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ an den Gedenkort gebracht. Die aktuellen Installationen wurden durch die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte in Kooperation mit der HafenCity Hamburg GmbH realisiert.

Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof im Lohsepark besteht aus mehreren Elementen: es umfasst neben dem zentralen Gedenkort am historischen Bahnsteigrelikt des ehemaligen Bahnhofs eine begehbare sogenannte „Fuge“. Diese durchquert die Grünanlage und zeichnet den historischen Gleisverlauf nach: vom ehemaligen Bahnhofsvorplatz bis zum denkmalgeschützten Relikt des Bahnsteigs mit den Namenstafeln der Opfer.

Termine

  • Mi, 24.08.2022 - 31.10.2022

Lage

denk.mal Hannoverscher Bahnhof
Lohseplatz
20457 Hamburg

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