Chronik: Meilensteine

Die Meilensteine der HafenCity geben einen Überblick über die wichtigsten Etappen der Entwicklung

7. Mai 1997

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Henning Voscherau stellt im Übersee-Club die "Vision HafenCity“ als Rückkehr der Innenstadt ans Wasser vor. Am 21. Mai 1997 erläutert Voscherau das Projekt in der Hamburger Bürgerschaft.

20. August 1997

Die Bürgerschaft – das Parlament der Freien und Hansestadt – beschließt das Projekt HafenCity.

02. Oktober 1999

Der internationale städtebauliche Ideenwettbewerb (Masterplanentwurf) für die HafenCity wird entschieden. Eine international besetzte Jury erklärt das niederländisch-deutsche Team Hamburgplan mit Kees Christiaanse / ASTOC zum Sieger. Sein Entwurf überzeugt durch die Öffnung der HafenCity zur Speicherstadt, die beeindruckende Vielfalt an städtebaulichen Typologien, die geschickte Aufteilung in Quartiere sowie die Flexibilität und Anpassbarkeit der Konzepte.

29. Februar 2000

Der Masterplan für die HafenCity wird vom Senat beschlossen; hiermit formuliert der Hamburger Senat das städtebauliche Entwicklungskonzept für die HafenCity. Der Plan trifft Aussagen zu städtebaulichen Typologien und Nutzungsstrukturen, zu Erschließungsmaßnahmen und Realisierungsstufen. Im Rahmen von Ausstellungen und Veranstaltungsreihen wird der Masterplan öffentlich diskutiert.

06. Dezember 2000

Das HafenCity Infocenter wird eröffnet. In dem sanierten ehemaligen Kesselhaus in der Speicherstadt können sich Besucher anhand eines acht mal vier Meter großen Modells und sogenannten Wissensstationen über die Historie des Gebietes, den Masterplan und den aktuellen Stand der einzelnen Projekte der HafenCity informieren (Öffnungszeiten: Di. - So.: 10.00 - 18.00 Uhr, Mo. geschlossen).

09. April 2001

Der erste Rammschlag für die Kibbelsteg-Brücken markiert den Baubeginn für die neue Infrastruktur der HafenCity. Fußgängern und Radfahrern ermöglichen die auf zwei Ebenen angelegten Brücken eine neue direkte Wegeverbindung zwischen der heutigen Hamburger Innenstadt, der Speicherstadt und der HafenCity. Bei Sturmflut sichern die Brücken eine hochwassersichere Zufahrt für Feuerwehr, Polizei und Rettungsfahrzeuge und sind damit die Voraussetzung für nichthafenbezogene Nutzung in der HafenCity.

20. Juni 2001

Für das erste neue Gebäude der HafenCity erfolgt der Spatenstich. Die Stuttgarter Häussler-Gruppe errichtet für die SAP AG eine neue Geschäftsstelle samt Schulungszentrum am Großen Grasbrook. Der Entwurf für den sechsgeschossigen Neubau stammt von den Hamburger Architekten Spengler + Wiescholek. Nach der Eröffnung des Gebäudes Anfang 2003 ziehen rund 500 Mitarbeiter in die neuen Büroräume.

08. August 2001

Mit der Auswahl von acht Investoren kann die Planung für die Hochbauten am Sandtorkai beginnen. Südlich der historischen Speicherstadt soll ein städtebauliches Ensemble mit fünf Wohnhäusern und drei Bürogebäuden entstehen. Die nach einer öffentlichen Ausschreibung erfolgte kleinteilige Vergabe ermöglicht eine Mischung von Wohnungen, Büros und Restaurants durch variierende Gebäudekonzepte und architektonische Handschriften auf einem gemeinsamen Warftsockel.

24. April 2002

Als neue hochwassersichere Wegeverbindung zwischen HafenCity und Innenstadt werden die Kibbelsteg-Brücken eingeweiht. Insgesamt 220 m misst die aus drei Brücken bestehende Brückenanlage; sie ist nach historischem Vorbild als Bogenbrücke entworfen.

01. Oktober 2002

Auf dem Dalmannkai stehen die ersten drei Investoren für Wohnungsbau fest; darunter sind zwei Projekte von Wohnungsbaugenossenschaften.

14. Dezember 2002

Das katalanische Büro EMBT Arquitectes associats gewinnt den Freiraumwettbewerb für die Gestaltung der westlichen HafenCity. Nach einem internationalen Architektenwettbewerb wird das Büro aus Barcelona zum Sieger gekürt. Sein Entwurf überzeugt mit einer funktional gelungenen und zugleich differenzierten Gestaltung leicht mediterran anmutender Plätze, Parks und Promenaden in der westlichen HafenCity.

01. Januar 2003

Nach 115 Jahren fallen die Zollgrenzen für weite Teile der HafenCity. Mit der Aufhebung des 1888 geschaffenen Freihafenbezirks ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der HafenCity als neuem Stadtteil erfüllt. Die künftigen Quartiere Baakenhafen und Elbbrückenzentrum verbleiben noch im Freihafengebiet.

19. Mai 2003

Im Teilquartier Am Sandtorkai erfolgt der erste Spatenstich. Südlich der historischen Speicherstadt wird ab Ende Mai 2003 ein städtebauliches Ensemble mit fünf Wohnhäusern und drei Bürogebäuden gebaut. Jedes der acht Gebäude hat eine unverwechselbare architektonische Handschrift.

30. Juni 2003

Der internationale Wettbewerb für die städtebauliche Struktur des Überseequartiers wird entschieden. Sieger ist das Architekturbüro Trojan + Trojan aus Darmstadt. Der im Anschluss noch weiter zu überarbeitende Entwurf sieht unter anderem eine diagonale Wegeverbindung im südlichen Bereich des Überseequartiers vor. Durch eine dichte Bebauung, geschickte Typologiewechsel sowie eine Reihe von Quartiersplätzen und hohen Gebäuden entsteht eine urbane Struktur mit attraktiven Wasserbezügen.

11. November 2003

Der Auftrag für die an einem CO2-Grenzwert orientierte Energieversorgung der westlichen HafenCity wird vergeben. Durch einen innovativen Mix aus Fernwärme und dezentraler Nahwärme werden die Kohlenstoffdioxid-Emissionen im Westen der HafenCity erheblich reduziert; gegenüber einer gebäudebezogenen gasbetriebenen Wärmeversorgung wird der Schadstoffausstoß um 27 % reduziert. Ein europaweites öffentliches Wettbewerbsverfahren war vorausgegangen, wobei der maximal zulässige CO2-Grenzwert auf 175 g/kWh fixiert worden war.

13. April 2004

Das temporäre Hamburg Cruise Center wird am Strandkai eröffnet. In dem neuen Empfangsgebäude können rund 2.500 Passagiere gleichzeitig abgefertigt werden und damit die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt; schon im ersten Jahr 2004 legen gut 40 Schiffe an. Der Entwurf für das temporäre Terminal stammt von Renner – Hainke – Wirth. Später soll auf dem Strandkai ein dauerhaftes Kreuzfahrtterminal entstehen.

24. Juni 2004

Die Peter-Tamm-Stiftung und die Stadt Hamburg vereinbaren die Einrichtung eines internationalen Schifffahrts- und Meeresmuseums im Kaispeicher B. Die Stadt unterstützt die Einrichtung des später "Internationales Maritimes Museum Hamburg (IMMH)" genannten Museums mit einer Zuwendung von insgesamt 30 Millionen Euro überwiegend für den Umbau des Kaispeichers B, der der Stiftung im Erbbaurecht für 99 Jahre überlassen wird.

09. Juli 2004

Direkt am Elbufer wird der Viewpoint eröffnet. Die 13,20 m hohe Aussichtsplattform ermöglicht weite Ausblicke auf die HafenCity. Informationsmedien bieten in Ergänzung zum InfoCenter im Kesselhaus eine erste Orientierung über den städtebaulichen Entwicklungsprozess. Der vom Büro Renner - Hainke - Wirth wie eine Skulptur gestaltete View Point bildet den visuellen Abschluss der bedeutsamen Achse Großer Grasbrook, die von der Hamburger Innenstadt über die Kibbelsteg-Brücken bis an die Elbe führt.

11. August 2004

Mit dem ersten Rammschlag am Sandtorhafenkopf startet der Bau der Magellan-Terrassen und zugleich der Bau der öffentlichen Freiräume im westlichen HafenCity-Gebiet.

18. Mai 2005

Die ersten Straßen in der HafenCity erhalten ihre neuen Namen. Motivgruppen um Hamburgs alte und neue überseeische Verbindungen werden die Namen von Straßen und Plätzen in der HafenCity prägen. Nach dem Entscheid der Senatskommission für die Benennung von Verkehrsflächen tragen die Plätze zwischen Sandtorkai, Dalmannkai und Strandkai fortan Entdecker-Namen. Im Gebiet des nördlichen Überseequartiers und des östlichen Magdeburger Hafens erhalten Straßen die Namen von asiatischen Partnerstädten. Im südlichen Überseequartier sind US-amerikanische Städte als Namensgeber vorgesehen. Rund um den Lohsepark erhalten die Straßen Namen von berühmten Hamburger Unternehmerinnen und Unternehmern.

11. Juni 2005

Als erster Platz am Wasser werden die Magellan-Terrassen eingeweiht. Am Kopf des historischen Sandtorhafens, dem ältesten Hafenbecken der HafenCity, lädt jetzt der von EMBT Arquitectes Associats aus Barcelona gestaltete Platz auf 4.700 qm zum Verweilen ein. Wie ein Amphitheater treppt sich die Anlage in mehreren Ebenen zum Wasser hinab. Auch die umliegenden Plätze, Parks und Promenaden werden in den kommenden Jahren nach Entwürfen von EMBT gestaltet.

22. Juni 2005

Der Wettbewerb "Kunst und Kultur in der HafenCity" ist entschieden: Auf Initiative der HafenCity Hamburg GmbH und der Hamburgischen Kulturstiftung sowie der Körber-Stiftung werden die ersten zwölf temporären Kunst- und Kulturprojekte in der HafenCity realisiert.

09. Dezember 2005

Ein niederländisch-deutsches Investorenkonsortium erhält den Zuschlag für das Überseequartier. Die Hamburger Bürgerschaft stimmt dem Kaufvertrag an ein Bieterkonsortium, bestehend aus ING Real Estate, Bouwfonds Property Finance und Groß & Partner, zu. Im Überseequartier schlägt künftig das Herz der HafenCity: Auf 7,9 ha Fläche werden direkt am Magdeburger Hafen rund 1.000 Menschen wohnen, circa 6.000 bis 7.000 arbeiten und 40.000 Besucher täglich die Einkaufs- und Freizeitangebote nutzen. Mit dem Science Center entsteht hier auch ein kulturelles Leuchtturmprojekt.

17. Februar 2006

Die Kaffeelagerei NKG Kala Hamburg gibt zentrale Flächen am künftigen Sandtorpark frei und verlässt 15 Jahre früher als geplant das Gebiet der HafenCity; zentrale Flächen im künftigen Quartier Am Sandtorpark können somit 15 Jahre früher als geplant entwickelt werden. Im Hafengebiet hat das Unternehmen eine neue modernere Anlage für die Dämpfung und den Umschlag von Rohkaffee errichtet.

31. März 2006

Der Konsumgüterkonzern Unilever Deutschland und die HafenCity Hamburg GmbH geben bekannt, dass Unilever eine neue Zentrale für 1.100 Mitarbeiter auf dem Strandkai an der Elbe bauen lassen will.

23. Oktober 2006

Das katalanische Büro BB + GG arquitectes – Beth Galí s.l. gewinnt den Freiraumwettbewerb für das Überseequartier und das Areal um den Magdeburger Hafen. Im Mittelpunkt der Freiraumplanung stehen der zentrale Überseeboulevard im Überseequartier, außerdem die Promenaden westlich und östlich des Magdeburger Hafens sowie ein Wasserplatz am Kopf des Hafenbeckens. Für die Gestaltung der Freiräume sieht das Büro aus Barcelona rötlichen und braunen Beton und Granit als übergreifenden Bodenbelag vor; Rampen, Treppen und Terrassen spielen auf der gesamten Fläche mit Höhenunterschieden.

27. November 2006

Die hochwassersichere Gesamterschließung der HafenCity ist fertiggestellt: Östlich des Elbtorquartiers werden die Shanghaiallee und die Shanghaibrücke eröffnet. Mit der Einweihung sind zwei wesentliche Elemente des Verkehrsnetzes der HafenCity fertiggestellt: Als neue Nord-Süd-Achse verbindet die Shanghaiallee den Brooktorkai mit der neuen Überseeallee und der Versmannstraße und führt mit der neuen Shanghaibrücke über den Brooktorhafen. Zugleich ist damit die zentrale hochwassersichere individualverkehrsfähige Anbindung der HafenCity an die Innenstadt fertiggestellt.

28. Februar 2007

Einstimmig beschließt die Hamburgische Bürgerschaft den Bau der Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher A.

04. April 2007

Im Kaispeicher A wird der Grundstein für das Konzerthaus Elbphilharmonie mit integrierter Hotel- und Wohnnutzung gelegt. Der Entwurf für das Konzerthaus stammt vom Architekturbüro Herzog & de Meuron aus Basel. In einem ersten Bauschritt wird der Kaispeicher A entkernt, wobei die Fassaden erhalten bleiben. Anschließend entsteht der spektakuläre Aufbau mit seiner gläsernen Fassade. Im gläsernen Neubau werden sich zwei große Konzertsäle für 2.150 bzw. 550 Besucher befinden; zudem wird der weltweit einmalige architektonische Hybrid um ein Fünf-Sterne-Hotel und 47 Wohnungen ergänzt. In 37 m Höhe bietet die Elbphilharmonie eine öffentlich zugängliche Plaza mit einzigartigen Ausblicken über die HafenCity und den Hafen. Mit 97.300 qm BGF ist das Konzerthaus das größte Einzelgebäude in der HafenCity; die Bauzeit wird zunächst mit drei Jahren veranschlagt, tatsächlich werden die Arbeiten aber fünf Jahre andauern. Auch die Kosten, die 2007 noch mit 114 Millionen Euro für die öffentliche Hand beziffert werden, erhöhen sich in den nächsten Jahren erheblich.

30. Mai 2007

Der Hamburger Senat beschließt den Bau einer Grundschule in der HafenCity. Die am Sandtorpark geplante dreizügige Grundschule umfasst neben einer Sporthalle auch eine Kindertagesstätte sowie einen Hort. Nach einem europaweiten Vergabeverfahren realisiert der private Investor Otto Wulff Bauunternehmung GmbH & Co. KG das Vorhaben als erstes Hamburger Schulprojekt in Public Private Partnership (PPP). Den Entwurf für das Gebäude hatten die Architekten Spengler + Wiescholek vorgelegt.

24. August 2007

Für die neue U-Bahnlinie U4 erfolgt der erste symbolische Spatenstich. Die vier km lange Strecke wird täglich rund 35.000 Fahrgäste befördern. Sie verbindet die HafenCity mit Jungfernstieg und Hauptbahnhof. In der Hafencity werden zwei Haltestellen gebaut: Überseequartier und HafenCity Universität. Im Frühjahr 2012 soll die U4 ihren Betrieb aufnehmen. Bei ihrer Eröffnung wird die U4 von der HafenCity über den Hauptbahnhof bis Billstedt fahren. Bauherrin ist die Hamburger Hochbahn. Die Kosten belaufen sich auf 323,6 Millionen Euro (Stand 2009); wegen der Wirtschaftlichkeit wird nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) ein Bundeszuschuss in Höhe von 128,2 Millionen Euro gewährleistet.

07. September 2007

Mit den Marco-Polo-Terrassen, dem Vasco-da-Gama-Platz und der Dalmannkaipromenade werden weitere zentrale Freiräume in der HafenCity eingeweiht. Zehntausende kommen zum Eröffnungsfest der neuen Wasserplätze und Promenaden auf dem Dalmannkai und am Grasbrookhafen. Eingeweiht werden die rund 6.400 qm großen, mit Grasinseln und Holzdecks einladend gestalteten Marco-Polo-Terrassen, außerdem der Quartiersplatz Vasco-da-Gama-Platz, die Promenade Dalmannkai sowie die Dalmannkaitreppen. Die Entwürfe für sämtliche eingeweihten Freiräume stammen – wie auch die Pläne für die bereits zwei Jahre zuvor eröffneten Magellan-Terrassen – vom Büro EMBT Arquitectes associats aus Barcelona.

24. September 2007

Auf einer Pressekonferenz stellt die HafenCity Hamburg GmbH das Umweltzeichen für Nachhaltigkeit am Bau nach einer Testphase vor. Mit dem neuen deutschlandweit einzigartigen Zertifizierungsverfahren regt die HafenCity Hamburg GmbH ein verstärktes Engagement auch privater Bauherren für Nachhaltigkeitsthemen und Qualitätswettbewerb an. Besondere und außergewöhnliche nachhaltige Leistungen werden künftig mit dem Umweltzeichen HafenCity in Silber oder Gold öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet.

26. September 2007

Mit der Grundsteinlegung beginnen die Bauarbeiten im nördlichen Teilabschnitt des Überseequartiers. In einem ersten Bauschritt wird zunächst der nördliche Abschnitt zwischen St. Annen und der Überseeallee entwickelt; fertiggestellt wird er bis Sommer 2011. Im Südteil des Überseequartiers entsteht vor Beginn der Hochbaumaßnahmen erst die U-Bahn-Haltestelle Überseequartier. Insgesamt werden 16 Gebäude mit zusammen rund 275.000 qm BGF auf den 7,9 ha des Überseequartiers realisiert. Die Fertigstellung des Südteils ist für 2013/2014 geplant.

21. Januar 2008

Rem Koolhaas und sein Office for Metropolitan Architecture (OMA) stellen einen vollkommen überarbeiteten Entwurf für das Science Center im Überseequartier vor. Das markante Gebäude des Science Centers wird aus containerförmigen Elementen in der Gestalt eines großen O geplant. Damit öffnet es sich sinnbildlich sowohl zum Hafen als auch zur Stadt. Direkt am Elbufer gelegen, stellt das Science Center ein weithin sichtbares architektonisches und kulturelles Leuchtturmprojekt dar. Planung und Realisierung des komplexen Vorhabens werden noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

19. Juni 2008

Ein InfoPavillion eröffnet im ersten fertiggestellten Gebäude des Überseequartiers. Der von den Architekten Bolles+Wilson entworfene InfoPavillion an der Osakaallee gewährt eine Vorschau auf das entstehende Überseequartier (ca. 280.000 qm BGF); auch über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen informiert die Ausstellung. Für Besucher ist sie täglich von 11:00 - 19:00 Uhr (außer dienstags) geöffnet.

25. Juni 2008

Im historischen Kaispeicher B eröffnet das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH). Die private, in eine Stiftung eingebrachte Sammlung von Prof. Peter Tamm stellt die Grundlage der dauerhaften Ausstellung in diesem weltweit einzigartigen Museum. Auf neun Decks werden 3.000 Jahre Seefahrtsgeschichte anhand von sogenannten Nautiquitäten – beispielsweise Schiffsmodellen, Konstruktionsplänen für Schiffe sowie einer Vielzahl nautischer Geräte, Gemälde und Grafiken – erzählt. Vor der Neunutzung war der Kaispeicher B, das älteste Speichergebäude der Stadt, für nahezu 30 Millionen Euro Zuschuss von Seiten der Freien und Hansestadt Hamburg aufwendig saniert worden, wobei seine charakteristische neogotische Architektur ebenso unangetastet blieb wie der innere Aufbau mit seinen vielen Böden. Denkmal und Museum gehen eine erfolgreiche Symbiose ein.

18. September 2008

Im Sandtorhafen wird der Traditionsschiffhafen eingeweiht. Die Anlegestelle für bis zu 30 historische Wasserfahrzeuge stellt zugleich einen neuen schwimmenden Platz dar. Entstanden ist eine geschwungene insgesamt 340 m lange Pontonanlage, die sich mit einer Gesamtfläche von 5.600 qm durch das Hafenbecken des Sandtorhafens zieht. Sie fügt sich in die Freiraumplanung der westlichen HafenCity ein; die Entwürfe stammen – wie auch im Fall der übrigen Stadträume des Gebiets – vom Architektenbüro EMBT Arquitectes associats aus Barcelona. Der Traditionsschiffhafen wird von der Stiftung Hamburg Maritim betrieben.

27. Oktober 2008

Die Pläne für die Entwicklung eines Gedenkorts am früheren Hannoverschen Bahnhof werden auf einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und mit Vertretern von Institutionen sowie Verbänden der Überlebenden und Hinterbliebenen diskutiert. Auf dem Gelände des künftigen Lohseparks in der östlichen HafenCity hatte sich einst der Hannoversche Bahnhof befunden. Zwischen 1940 und 1945 wurden von dort mindestens 7.692 Menschen – vor allem Juden, Sinti und Roma – in Ghettos und Vernichtungslager deportiert; mehr als 6.000 von ihnen starben dort oder in anderen Lagern.

25. November 2008

Für das neue Verlagshaus der SPIEGEL-Gruppe und das Nachbargebäude Ericus-Contor wird der Grundstein gelegt. Der ebenso markante wie nachhaltige Neubau entsteht auf der Ericusspitze am zentralen Entrée zur HafenCity nach einem Wettbewerbsentwurf des dänischen Architekturbüros Henning Larsen Architects. Als erster privater Bauherr in der HafenCity erwirbt die Robert Vogel GmbH & Co. KG für das Verlagshaus eine Vorzertifizierung nach dem Umweltzeichen HafenCity in Gold. Das gesamte Quartier Brooktorkai / Ericus befindet sich im Bau.

08. Dezember 2008

Der im Elbtorquartier geplante designport hamburg wird vorgestellt. Mit der Konzeptimmobilie (rund 10.000 qm BGF) erhält die Hamburger Designwirtschaft erstmals ein zentrales Forum. Neben Designbüros sowie integrierten Wohn- und Arbeitslofts für Designer bietet der Neubau Flächen für das öffentliche Designzentrum designxport, das der gesamten Branche als Kommunikations- und Repräsentationsplattform dienen soll. Projektentwickler und Investor ist die PRIMUS developments GmbH.

April 2009

Mit der Fertigstellung des Dalmannkais ist das erste große Quartier der HafenCity Am Sandtorkai / Dalmannkai komplett. Auf der langgezogenen Landzunge des Dalmannkais sind rund 630 Wohnungen für 1.300 Menschen sowie weitere Flächen für Büros, Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister entstanden, insgesamt ca. 125.300 qm BGF (ohne Elbphilharmonie). Zusammen mit dem bereits Ende 2005 komplettierten Sandtorkai und den umliegenden Freiräumen bildet der Dalmannkai jetzt das erste große Quartier des neuen Stadtteils.

07. April 2009

Der städtebauliche und architektonische Wettbewerb für die Elbtorquartier-seitige Bebauung des Magdeburger Hafen ist entschieden. Das von BGP Bob Gysin + Partner Architekten geplante mäandrierende Gebäude wird in seiner Länge 170 m messen. Als Nutzungen der insgesamt 30.000 qm BGF stehen fest: die Deutschlandzentrale von Greenpeace e.V., der designport hamburg samt dem Designzentrum designxport sowie mindestens 100 Wohnungen. Zudem bietet das Ensemble eine öffentlich zugängliche Stadtloggia mit direkter Ausrichtung zum Wasser. Es zeichnet sich durch zahlreiche nachhaltige Lösungen aus und soll mit dem Umweltzeichen HafenCity in Gold zertifiziert werden.

18. Juni 2009

Das nördliche Überseequartier feiert Richtfest. Bis Sommer 2011 werden 370 Wohnungen, 60 Geschäfte und rund 27.500 qm Bürofläche im Nordteil (insgesamt 103.000 qm BGF) des Überseequartiers fertiggestellt; auch die ersten 1.160 der insgesamt 3.400 Tiefgaragenstellplätze werden dann zur Verfügung stehen.

27. August 2009

Die erste Schule in der HafenCity wird eröffnet. Die zukünftig dreizügige Primarschule ermöglicht Ganztagsbetreuung für insgesamt rund 450 Kinder. Ein attraktiv gestalteter Pausenhof wurde auf dem Dach angelegt; weitere Spielflächen und eine Turnhalle stehen vor den Eingängen von Katharinenschule und KatharinenKita zur Verfügung. Die Schule wurde nach dem Goldstandard des HafenCity Umweltzeichens vorzertifiziert. Zukünftig soll auch der Sandtorpark mitgenutzt werden.

17. September 2009

Der Konsumgüterkonzern Unilever eröffnet auf dem Strandkai an der Elbe seine Zentrale für die deutschsprachigen Länder. Auf 25.000 qm bietet der neue Unternehmenssitz jetzt Arbeitsplätze für rund 1.100 Mitarbeiter, außerdem Konferenzräume, ein Mitarbeiterrestaurant sowie ein öffentlich zugängliches Atrium.

29. September 2009

Der Auftrag für die Energieversorgung der östlichen HafenCity wird vergeben. Im Osten des Stadtteils wird der Energiedienstleister Dalkia künftig rund 1.000.000 qm BGF mit Wärmeenergie versorgen. Sein vor allem auf erneuerbaren Energien basierendes Konzept setzte sich bei einem europaweiten Wettbewerb durch. Als Vorgabe für alle Bewerber hatte dabei ein Grenzwert für Kohlenstoffdioxid-Emissionen von maximal 120 g/kWh gegolten; im Vergleich zur westlichen HafenCity waren die Anforderungen also klar verschärft worden. Dalkia unterbietet selbst diese strenge Vorgabe noch einmal deutlich: In der östlichen HafenCity liegt die CO2-Kennziffer künftig bei 89 g/kWh.