Am Sandtorkai / Dalmannkai
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Zu den Projekten:
- Projekt 1: Am Sandtorkai 68
- Projekt 2: Ocean‘s End | Sandtorkai 66
- Projekt 3: H2O | Am Sandtorkai 64
- Projekt 4: Dock 4 | Am Sandtorkai 62
- Projekt 5: China-Shipping | Am Sandtorkai 60
- Projekt 6: Harbour Cube | Am Sandtorkai 58
- Projekt 7: Am Sandtorkai 56
- Projekt 8: Am Sandtorkai 54
- Projekt 9: Am Kaiserkai 60-62
- Projekt 10: Am Kaiserkai 56
- Projekt 11: Am Kaiserkai 42-46
- Projekt 12: Am Kaiserkai 30
- Projekt 13: Am Kaiserkai 26-28
- Projekt 14: Am Kaiserkai 10-12
- Projekt 15: Am Kaiserkai 4-8
- Projekt 16: Am Kaiserkai 2 / Großer Grasbrook 10
- Projekt 17: Am Kaiserkai/ Großer Grasbrook 12
- Projekt 18: Am Kaiserkai 3-7
- Projekt 19: Dalmanncarree | Am Kaiserkai 9-19
- Projekt 20: Am Kaiserkai 23-33
- Projekt 21: Am Kaiserkai 35-45
- Projekt 22: Am Kaiserkai 47-57
- Projekt 23: Am Kaiserkai 59-69
- Projekt 24: Elbphilharmonie
Quartiere
Kleinteilig und lebendig: Das erste Quartier der HafenCity
Mit dem Sandtorkai / Dalmannkai wurde im Nordwesten der HafenCity das erste Quartier komplettiert
Der Traditionsschiffhafen - eine schwimmende Flaniermeile - stellt das Zentrum des städtebaulichen Ensembles Am Sandtorkai / Dalmannkai dar. Äußerst beliebt sind vor allem die beiden Terrassen (Marco-Polo-Terrassen und Magellan-Terrassen) mit ihren vielfältigen gastronomischen Angeboten. (© Kuhn / Fotofrizz) Bilderserie starten
Es ist ein Nebeneinander von Nachbarschaft und Urbanität am Wasser, das hier das Flair entscheidend prägt: Im Frühjahr 2009 wurde nach sechs Jahren Bauzeit das Quartier Am Sandtorkai/Dalmannkai als erstes Quartier der HafenCity fertiggestellt. Im seinem Zentrum erstreckt sich der Sandtorhafen. Die Pontons des darin eingebetteten Traditionsschiffhafens bilden einen schwimmenden Platz, der bis zu 30 historischen Segelschiffen einen Liegeplatz bietet.
Nördlich des Hafenbeckens liegt der Sandtorkai, auf dessen anderer Seite sich die denkmalgeschützte Speicherstadt anschließt; südlich erstreckt sich die Landzunge des Dalmannkais mit dem Grasbrookhafen. Die acht Gebäude des Sandtorkais und die 15 Gebäude des Dalmannkais gewähren weite Durchblicke bis auf die innere Stadt sowie zur Elbe.
Offene und mehrdimensionale Topografie
Die Stadträume erstrecken sich zunächst auf zwei Ebenen. Während alle Hochbauten und Straßen auf künstlich erhöhten, hochwassersicheren Warftsockeln ca. 8 m ü. NN realisiert wurden, verblieben die Uferpromenaden auf 4-5,5 m ü. NN. Besonders klar erkennbar ist der Höhensprung im Norden des Sandtorkais. Dort verbleibt die Straße Am Sandtorkai aus Rücksicht auf die Speicherstadt ausnahmsweise auf niedrigem Niveau, neue Gebäudesockel wirken hier wie ein Wall.
Die Pontons des Traditionsschiffhafens bilden eine dritte Ebene auf dem Wasser, die sich mit den Gezeiten zweimal täglich um mehr als drei Meter hebt und senkt. Mit der Elbphilharmonie wird es künftig an der Spitze des Dalmannkais sogar noch eine vierte Ebene geben: In 37 m Höhe bietet eine öffentliche Plaza in dem Konzerthaus spektakuläre Ausblicke über die HafenCity und die Elbe. Bis zu ihrer Fertigstellung 2016 ist die Elbphilharmonie das einzige noch im Bau befindliche Gebäude des Quartiers.
Die Magellan-Terrassen und die Marco-Polo-Terrassen, die beiden größten Plätze des Quartiers und der gesamten Hafen-City, setzen die mehrdimensionale Topografie fort: Die 5.600 m2 großen Magellan-Terrassen treppen sich wie ein Amphitheater in mehreren Stufen ans Wasser hinab. Die Stufen der 7.800 m2 großen Marco-Polo-Terrassen laden auf Grasinseln und Holzdecks unter Bäumen zum Verweilen ein. Ergänzend bietet der dritte, kleinere Vasco-da-Gama-Platz als Nachbarschaftsplatz eine Basketballspielmöglichkeit.
Fast alle Plätze und Promenaden des Quartiers und der gesamten westlichen HafenCity plante das Büro EMBT aus Barcelona. BHF Landschaftsarchitekten gestalteten indes Sockel und Promenade am Sandtorkai. Hierfür erhielten die Kieler 2008 den Preis „Beste Projekte 1989–2008“ des Jahrbuchs „Architektur in Hamburg“. Überhaupt spiegelt sich in der Architektur die Vielfalt des Quartiers wider: Allein auf dem Dalmannkai wurden die 15 Gebäude von 27 Bauherren und 26 Architekturbüros geplant, um eine ausreichende Diversität auszubilden.
Viele Lebensstile nebeneinander
Ebenso ausdifferenziert wie das Stadtbild ist die Mischung der Lebensstile in unmittelbarer Nachbarschaft: Rund 1.500 Menschen leben und arbeiten im Quartier. Junge berufstätige Singles und Familien wohnen neben sogenannten Empty Nesters (Paare nach Auszug der Kinder) und Senioren. Gemeinsam engagieren sie sich in Sport- oder Kulturvereinen und knüpfen dabei zahlreiche Netzwerke wie den HafenCity Netzwerk e. V.
Zur Förderung dieser äußerst vielschichtigen Sozialstruktur gab es gezielte Ausschreibungs- und Vergabeverfahren. Die Grundstücke für den Wohnungsbau wurden ab 2013 nicht meistbietend verkauft, sondern zu vorab fixierten Festpreisen demjenigen Bauherrn mit dem besten Nutzungskonzept anhandgegeben. Von den Miet- und Eigentumswohnungen sind viele für mittlere Einkommen finanzierbar, einige entstanden im Luxussegment. Deutlich preiswerterer Wohnraum konnte durch Wohnungsbaugenossenschaften und drei Baugemeinschaften entwickelt werden.
Neben den Bewohnern prägen die Angestellten von etwa 50 Unternehmen das Quartier. Vor allem moderne Dienstleister haben sich angesiedelt. Am stärksten vertreten sind die Medien- und Logistikbranche und, solange in der HafenCity gebaut wird, auch die Baudienstleister.
Bewohner, Beschäftigte und Besucher treffen sich in den Geschäften, Bistros, Cafés, Restaurants, Galerien und Bars, die in den Erdgeschossen der meisten Gebäude auf insgesamt fast 6.500 m2 BGF eröffnet haben. Manche Konzepte greifen die Charakteristika des ehemaligen Hafengebiets auf und wandeln sie in neue Angebote um.
In diesem Quartier ist es erstmals in einem neuen Großprojekt gelungen, publikumsbezogene Nutzungen in die Erdgeschosse in größerem Maße zu integrieren. Die Forderung nach 5 m hohen Erdgeschossen in Kaufverträgen und Bebauungsplänen, der reduzierte Preis für EG-Geschossbodenwerte und die Verpflichtung der Investoren, solche Nutzer zu suchen, erzeugen die Voraussetzung für entstehende, mit der Elbphilharmonie noch deutlich wachsende Lebendigkeit.
Das Prinzip der dichten Nutzungsmischung ist allerdings auch mit Herausforderungen verbunden, für die es innovative Lösungen zu finden galt. So wünschen sich etwa Bewohner auch geschützte Privaträume. Die Ensembles auf dem südlichen Dalmannkai gruppieren sich deswegen um Innenhöfe, die freie Ausblicke über den Grasbrookhafen und die Elbe bieten, gleichzeitig aber von der tiefer gelegenen Promenade schwer einsehbar sind. Privatheit und Öffentlichkeit bilden im Quartier Am Sandtorkai/Dalmannkai also keinen Widerspruch: Ihr Neben- und Miteinander ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal des Quartiers und der gesamten HafenCity.
Quartiersprofil
- Größe 10,9 ha
Gesamt BGF: 261.000 m2 - Arbeitsplätze und gewerbliche Nutzungen
Arbeitsplätze: ca. 2.700
Nutzungen: Unternehmen, Büro, Einzelhandel, Gastronomie - Wohnungen
746 (ohne Elbphilharmonie) - Besondere Einrichtungen
Elbphilharmonie, Traditionsschiffhafen - Entwicklungszeitraum
2003 bis 2009








