Quartiere

Grün und großstädtisch zugleich

Mit zwei grünen Parks bietet das Quartier Am Sandtorpark/Grasbrook beste Bedingungen für seine Bewohner, die Schüler der Katharinenschule und die Mitarbeiter der ansässigen Unternehmen

Das Foto zeigt das Quartier aus der Luft

Die Wohn- und Geschäftsgebäude gruppieren sich um die namensgebende Parkanlage, deren Gestaltung auf die südwestlich gelegenen Magellan-Terrassen Bezug nimmt. Im Süden grenzt das Quartier an den Grasbrookpark. (© Kuhn / Fotofrizz) Bilderserie starten

Als zweites großes Quartier ist auch das Quartier Am Sandtorpark/Grasbrook nahezu vollendet. Mit einer Grundschule, den am grünen Sandtorpark gelegenen Familienwohnungen sowie dem Grasbrookpark ist zwischen Sandtorhafen im Westen und Überseequartier im Osten ein Hort nachbarschaftlichen Lebens entstanden. Eines der stadträumlich prägenden Elemente ist der kleine Sandtorpark, um den herum sich viele Gebäude des Quartiers gruppieren. Als insgesamt erste Grünanlage der HafenCity wurde er im April 2011 mit einem Nachbarschaftsfest eingeweiht. Die Gestaltung ist durch grüne Spielflächen auf Wiesen und Hügeln geprägt. Indem wichtige Gestaltungselemente der Magellan-Terrassen, wie die Pflasterung, hier fortgesetzt werden, gelingt dem für das Freiraumkonzept der westlichen HafenCity verantwortlichen Büro EMBT (Barcelona) eine sichtbare städtebauliche Klammerung der verschiedenen Flächen.

Seit August 2013 ist auch der 7.100 m2 große Grasbrookpark fertiggestellt. Als weit über die Grenzen der HafenCity hi--naus bekannter und beliebter grüner Spielpark mit vielen, von Schülern mitgestalteten Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene bildet er die südliche Schnittstelle zum Quartier Strandkai.

Familienfreundliches Wohnen

Die am Sandtorpark gelegene Katharinenschule nahm schon früh, im August 2009, ihren Unterrichtsbetrieb auf. Insgesamt können hier 450 Kinder in einer Kita, einem Hort sowie weiteren Ganztagsangeboten betreut werden. Die integrierte Turnhalle wird nach Schulschluss weiter genutzt, z. B. vom Sportverein Störtebeker SV oder den Betriebssportgruppen ansässiger Firmen. Das von den Architekten Spengler & Wiescholek entworfene Gebäude ist mit 30 Wohnungen einer der wenigen Schulbauten in Deutschland mit Mischnutzung – bei dem sich überdies ein Großteil der Spielfläche auf dem Dach befindet. Darüber hinaus ist das nachhaltige Gebäude mit dem Umweltzeichen HafenCity in Gold zertifiziert. Direkt angrenzend leben die Bewohner der Baugemeinschaft Hafenliebe in 55 familienfreundlichen Wohnungen. Weitere 68 Eigentumswohnungen wurden im anschließenden Projekt Hofquartier realisiert.

Auch bei dem letzten im Quartier laufenden Vorhaben, dem Bau des Gebäudes nördlich des Grasbrookparks, liegt der Schwerpunkt auf Wohnbebauung. Nach Plänen des Architekturbüros BKK-3 (Wien) entstehen hier seit Ende 2015 insgesamt 135 Wohnungen, eine Kita sowie weitere Flächen für ein Biorestaurant und Einzelhandelsnutzungen. Gebaut werden u. a. Genossenschaftswohnungen, geförderter Wohnraum sowie Ateliers und studentische Wohnungen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das Frühjahr 2018 geplant.

Unternehmensstandort Sandtorpark

Das Quartier zeichnet sich insgesamt durch eine besondere Internationalität und zahlreiche Unternehmensansiedlungen aus. Im Hamburg-America-Center des renommierten Architekten Richard Meier initiiert der Verein Amerikazentrum Hamburg e. V. zahlreiche kulturelle Aktivitäten. Den größten Flächenanteil des direkt an den Sandtorpark grenzenden Bürogebäudes nutzt seit Herbst 2011 die Buss-Gruppe für ihren Firmensitz.

Die drei Gebäude der benachbarten International Coffee Plaza wurden ebenfalls von Pritzker-Preisträger Meier entworfen. Die Realisierung lag bei der Unternehmerfamilie Neumann, deren gleichnamige Firmengruppe sich, genau wie die Deutschlandzentrale der Reederei Eukor, in dem weithin sichtbaren, 13 Stockwerke hohen Ellipsen-Turm befindet – einem der architektonischen Wahrzeichen des Quartiers. Ins gegenüberliegende Gebäude zog Mitte 2013 die koreanische Großreederei Hanjin Shipping. Im Erdgeschoss haben zu Beginn des Jahres 2015 zudem zwei Galerien des Kunsthändlers Gregor Bröcker eröffnet.

Eigener Schwerpunkt Nachhaltigkeit

Direkt am Sandtorpark bieten zwei weitere große Gebäude Raum für Unternehmen: An der nördlichen Seite befindet sich seit 2009 das 16.000 m2 BGF umfassende und mit einer Fassade aus Kupferelementen sehr charakteristische Bürohaus SKAI, entstanden nach Plänen der Hamburger Architekten Böge Lindner. Südlich des Sandtorparks liegt hingegen das mit dem Umweltzeichen HafenCity in Gold ausgezeichnete Centurion Commercial Center (14.600 m2 BGF), in dem sich neben der Dahler & Company-Gruppe vorwiegend kleinere und mittelständische Unternehmen sowie Gastronomie und Einzelhandel im Erdgeschoss befinden.

Weiter südlich zogen im Herbst 2013 die Kühne Logistics University (KLU) sowie die Medical School Hamburg (MSH) ins ehemalige SAP-Gebäude am Großen Grasbrook. Der Hauptsitz des Logistikunternehmens Kühne + Nagel befindet sich bereits seit 2006 direkt nebenan.

Quartiersprofil

  • Größe 5,7 ha
    Gesamt BGF: 119.000 m²

  • Arbeitsplätze und gewerbliche Nutzungen
    Arbeitsplätze: ca. 2.600
    Nutzungen: Büro, Bildung, soziale Einrichtungen, Einzelhandel, Gastronomie

  • Wohnungen
    278

  • Besondere Einrichtungen
    Sandtorpark, Grasbrookpark, Katharinenschule (teilgebundene Ganztagsgrundschule mit Kindertagesstätte), Kühne Logistics University (KLU), Medical School Hamburg (MSH), Hamburg-America-Center, Heizkraftwerk (Fernwärme)

  • Entwicklungszeitraum
    2003 bis 2017