Luftbild des HafenCity-Gebietes

Quartiere

Metropolitanes Geschäfts- und Wohnquartier mit Weitblick

Der aufsehenerregende östliche Eingang der HafenCity wird mit seiner Wasserlage und der Nähe zur grünen Insel Entenwerder auch als Wohnstandort hochattraktiv sein

(© Kuhn / Fotofrizz) Bilderserie starten

Das Quartier Elbbrücken wird neben dem Überseequartier das zweite urbane Zentrum der HafenCity. Spektakuläre Hochhäuser, Wasserflächen zu drei Seiten und ein großer, zentraler Platz kennzeichnen den hochverdichteten Geschäfts- und Wohnstandort. Rund 58 Prozent des Gebiets sind für Büronutzung und rund 15 Prozent für Gastronomie und Sondernutzungen eingeplant – ein Potenzial für 13.000 Arbeitsplätze. Für Wohnen verbleiben somit 27 Prozent der Flächennutzung – je nach Größe sind das rund 1.000 Wohnungen.

Im September 2015 wurde der städtebauliche Wettbewerb für das Quartier entschieden: Die HafenCity Hamburg GmbH hatte im Einvernehmen mit der BSW den insgesamt letzten städtebaulichen Realisierungswettbewerb für die HafenCity ausgelobt, an dem sieben international renommierte Architekturbüros teilnahmen. Der erste Preis ging an das Schweizer Büro Hosoya Schaefer Architects aus Zürich, dessen Entwurf den östlichen Eingang der HafenCity klar definiert und ein robustes Grundgerüst für die weitere Entwicklung vorgibt. Der Freiraumwettbewerb wird im November 2016 entschieden. Hierbei geht es nicht nur um die fußläufige Vernetzung der vielen maritimen Aufenthalts- und Begegnungsorte, auch die anspruchsvolle Gestaltung des zentralen Amerigo-Vespucci-Platzes ist Bestandteil der Aufgabenstellung.

Prominenter Unternehmenssitz

Citynah und mit U- und S-Bahn hervorragend an den öffentlichen Nachverkehr angebunden, entsteht im Quartier Elbbrücken ab 2018/2019 ein hochverdichteter Geschäftsstandort, eine Adresse für Großunternehmen ebenso wie für kleinere, wachsende Unternehmen. Mit seinen engen Wasserbezügen zur Elbe, zum Baakenhafen und zum Billhafen sowie zur grünen Insel Entenwerder hat das Quartier Elbbrücken – intelligente Lärmschutzlösungen vorausgesetzt – aber auch große Potenziale als attraktiver Wohnstandort. In die Erdgeschosse werden HafenCity-typisch mit Geschäften, Restaurants und Cafés, sozialen Einrichtungen sowie Kultureinrichtungen publikumsbezogene Nutzungen ziehen. Als neues, südliches Entree der inneren Stadt sind an der östlichsten Spitze des Quartiers, unmittelbar an den Elbbrücken gelegen, Hochhäuser mit über 200 Metern Höhe geplant. Ohne eine Beeinträchtigung der klassischen Hamburger Stadtsilhouette, sind hier bis zu 40 oder 50 Stockwerke pro Turm möglich. Als Nutzungen kommen Büro, Hotel, Einzelhandel und möglicherweise, wenn angemessene Lärmschutzlösungen gefunden werden, auch Wohnen in Betracht. Entstehen werden die Wolkenkratzer aber vermutlich erst im letzten Schritt, als städtebaulicher Abschluss des Quartiers – und unter der Voraussetzung, dass Marktmöglichkeiten für die Realisierung bestehen.

An der Versmannstraße werden überwiegend Blockstrukturen für Büros mit sechs bis sieben Geschossen gebaut. Die bauliche Fassung vor der östlich gelegenen Freihafen-Elbbrücke und den Bahngleisen bilden hingegen große 14-geschossige Solitäre. Das breite Angebotsspektrum und die sehr gute Erreichbarkeit schaffen ein ideales Umfeld für dynamisches Unternehmens- und Stadtwachstum. Die Einzelhandel-, Gastronomie-, aber vor allem Büro- und Hotelnutzungen dominieren, je weiter man in den Osten des Quartiers kommt. Durch diese intelligente Struktur werden trotz der Verkehrsbelastung, die sich durch die Brückenquerung und die Versmannstraße ergeben, lärmgeschützte Zonen geschaffen, in denen es sich auch hervorragend wohnen lässt.

Leben am Wasser

Um die Wohngebäude lärmverträglich zu positionieren, wurde der Baakenhafen an seinem östlichen Ende im Frühjahr 2016 teilweise verfüllt. Die Neubauten können nun in doppelter Reihe gesetzt werden und höhere, außen liegende Gewerbebauten die innen liegenden wasserseitigen Wohngebäude schützen. Rund um das Kopfende des Baakenhafens und den dortigen, 2018 in Bau gehenden Amerigo-Vespucci-Platz entsteht so ein dichtes Wohnquartier, das sich durch vielfältige,hochwertige publikumsbezogene Erdgeschossnutzungen wie Gastronomie und Einzelhandel entlang der Promenade und am Platz auszeichnet – sogar mit der Option für ein Wasserhaus direkt im Hafenbecken (wie im benachbarten Baakenhafen-Quartier).

Für das erste Hochbauvorhaben im Quartier, ein zentral zwischen Promenade, U-Bahnhaltestelle, S-Bahnstation und Amerigo-Vespucci-Platz gelegenes Schlüsselgrundstück (121), läuft bis Anfang 2017 der Architekturwettbewerb. Es entsteht ein rund 28.500 m2 BGF umfassendes, gemeinsames Präventionszentrum der Berufsgenossenschaften BGW und VBG für jährlich 30.000 bis -35.000- Semi-nar-teilnehmer und Veranstaltungsgäste. Durch die frühzeitige Entwicklung dieses integrativen Standorts entwickelt sich die HafenCity in ihrem letzten Bauabschnitt erstmals nicht nur von West nach Ost, sondern auch von Osten in
Richtung Westen.

U- und S-BahnStation

Schon seit Juni 2013 sind die Arbeiten an der Streckenverlängerung der U4 in Richtung Elbbrücken sowie der Bau an der nach Entwurf des Hamburger Büros von Gerkan, Marg und Partner (gmp) entstehenden U-Bahnhaltestelle Elbbrücken in vollem Gange. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2018 geplant. Gleichzeitig errichtet die Deutsche Bahn AG an den Elbbrücken eine neue S-Bahnstation. Der Bahnhof soll die östliche HafenCity sowie Teile des nordwestlich gelegenen Stadtteils Rothenburgsort erschließen und eine bessere Verknüpfung mit dem HVV-Netz bieten. Das gesamte Bauvorhaben S-Bahnstation Elbbrücken umfasst neben dem Zugangsgebäude u. a. eine 70 m lange und 5 m breite verglaste Fußgängerbrücke zur U-Bahnhaltestelle Elbbrücken.

Auch der Bau der Haupterschließungsstraßen, der Kaimauerzonen und die Flächenfreimachung haben längst begonnen und wurden teilweise schon erfolgreich abgeschlossen. So wurde bis Sommer 2016 die Brücke Zweibrückenstraße komplett erneuert und verbreitert sowie die nördliche Schleife der Zweibrückenstraße entschärft und die Straße direkt an die Baakenwerderstraße angeschlossen. Damit erhielt die Zweibrückenstraße nicht nur eine breitere Durchfahrt und bessere Fahrrad- und Fußwege, sie ist auch erheblich besser gegen Hochwasser geschützt.

Quartiersprofil

  • Größe 21,4 ha
    Gesamt BGF: 560.000 qm

  • Arbeitsplätze und gewerbliche Nutzungen
    Arbeitsplätze: ca. 13.000
    Nutzungen: Unternehmen, Büro, Dienstleistung, Hotel, Einzelhandel, Gastronomie

  • Wohnungen
    ca. 1.000

  • Entwicklungszeitraum
    2016 bis 2025