Luftbild des HafenCity-Gebietes

Quartiere

Metropolitanes Geschäfts- und Wohnquartier mit Weitblick

Der aufsehenerregende östliche Eingang der HafenCity wird mit seiner Nähe zum Wasser und zur grünen Insel Entenwerder auch als Wohnstandort hochattraktiv

(© Kuhn / Fotofrizz) Bilderserie starten

Das Quartier Elbbrücken wird neben dem Überseequartier das zweite urbane Zentrum der HafenCity. Spektakuläre Hochhäuser, Wasserflächen zu drei Seiten und ein großer, zentraler Platz kennzeichnen den hochverdichteten Geschäfts- und Wohnstandort. Rund 58 Prozent des Gebiets sind für Büronutzung und rund 15 Prozent für Gastronomie und Sondernutzungen eingeplant – ein Potenzial für 13.000 Arbeitsplätze. Für Wohnen verbleiben damit immerhin 27 Prozent der Flächennutzung – je nach Größe sind das rund 1.000 Wohnungen. Im September 2015 wurde der städtebauliche Wettbewerb für das Quartier entschieden: Die HafenCity Hamburg GmbH hatte im Einvernehmen mit der BSW einen städte-baulichen Realisierungswettbewerb ausgelobt, an dem sieben international renommierte Architekturbüros teilnahmen. Der erste Preis ging an das Schweizer Büro Hosoya Schaefer Architects aus Zürich, dessen Entwurf den östlichen Eingang der HafenCity klar definiert und ein robustes Grundgerüst für die weitere Entwicklung vorgibt.

Prominenter Unternehmenssitz

Citynah und mit U- und S-Bahn hervorragend an den öffentlichen Nachverkehr angebunden, entsteht im Quartier Elbbrücken ab 2018/2019 ein hochverdichteter Geschäftsstandort, eine Adresse für Großunternehmen ebenso wie für kleinere, wachsende Unternehmen. Mit seinen engen Wasserbezügen zur Elbe, zum Baakenhafen und zum Billhafen sowie zur grünen Insel Entenwerder hat das Quartier Elbbrücken – intelligente Lärmschutzlösungen vorausgesetzt – aber auch große Potenziale als attraktiver Wohnstandort. In die Erdgeschosse werden, wie in der HafenCity generell üblich, publikumsbezogene Nutzungen (Geschäfte, Restaurants und Cafés, soziale Einrichtungen, Kultureinrichtungen etc.) ziehen. Als neues südliches Entree der inneren Stadt sind an der östlichsten Spitze des Quartiers, unmittelbar an den Elbbrücken gelegen, Hochhäuser mit bis zu 200 Metern Höhe geplant. Ohne eine Beeinträchtigung der klassischen Hamburger Stadtsilhouette, sind hier bis zu 40 oder auch 50 Stockwerke pro Turm möglich. Als Nutzungen kommen Büro, Hotel, Einzelhandel und möglicherweise, wenn angemessene Lärmschutz-lösungen gefunden werden, auch Wohnen in Betracht. Entstehen werden die Wolkenkratzer aber vermutlich erst im letzten Schritt, als städtebaulicher Abschluss des Quartiers.

Zuvor entstehen an der Versmannstraße überwiegend Blockstrukturen für Büros mit sechs bis sieben Geschossen. Die bauliche Fassung vor der östlich gelegenen Freihafen-Elbbrücke und den Bahngleisen bilden hingegen große 14-geschossige Solitäre. Ein breites Angebotsspektrum und die sehr gute Erreichbarkeit schaffen ein ideales Umfeld für dynamisches Unternehmens- und Stadtwachstum. Einzelhandel, Gastronomie, aber vor allem Büro- und Hotelnutzungen dominieren, je weiter man in den Osten des Quartiers kommt. Durch diese intelligente Struktur werden trotz der Verkehrsbelastung, die sich durch die Brückenquerung und die Versmannstraße ergeben, lärmgeschützte Zonen geschaffen, in denen es sich auch hervorragend wohnen lässt.

Leben am Wasser

Um die Wohngebäude lärmverträglich zu positionieren, wird der Baakenhafen an seinem Ostende teilweise verfüllt. Die Neubauten können dadurch in doppelter Reihe gesetzt werden, mit höheren außenliegenden Gewerbebauten, die die innen liegenden wasserseitigen Wohngebäude schützen. Rund um das Kopfende des Baakenhafens und den Amerigo-Vespucci-Platz entsteht so ein dichtes Wohnquartier, das sich auch durch vielfältige und hochwertige publikumsbezogene Erdgeschossnutzungen, wie Gastronomie und Einzelhandel, entlang der Promenade und am Platz auszeichnet – sogar mit der Option für zumindest ein Wasserhaus direkt im Hafenbecken (wie im benachbarten Baakenhafen-Quartier). Besucher und Bewohner des Quartiers werden eine noch intensivere Nähe zum Wasser als ohnehin schon in der HafenCity erleben. Es entsteht ein Stadtraum, der aus der Verbindung mit dem Wasser als zentralem Gestaltungselement seine besondere Atmosphäre bezieht und geschickt zwischen den verschiedenen Höhenniveaus des Areals vermittelt.

Das Ergebnis des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs wird in einen Funktionsplan übersetzt und dient bereits vor dem Bebauungsplan als Grundlage für Anhandgabentscheidungen, sodass schon in 2016 die ersten Ausschreibungen und Anhandgaben erfolgen können. Auch einen Freiraumwettbewerb wird es 2016 geben.

Seit Juni 2013 sind die Arbeiten an der Streckenverlängerung der U4 in Richtung Elbbrücken sowie mittlerweile auch der Bau an der Haltestelle Elbbrücken in vollem Gange. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant.

U- und S-BahnStation

Der im April 2013 vorgestellte Siegerentwurf des Hamburger Büros von Gerkan, Marg und Partner (gmp) überzeugt durch eine außenliegende tragende Stahlkonstruktion mit innenliegender Glasfassade, die zu offenen Sichtbeziehungen führt und den Kontext der Elbbrücken aufnimmt. Gleichzeitig errichtet die Deutsche Bahn AG eine neue S-Bahnstation Elbbrücken. Der Bahnhof soll die östliche HafenCity sowie Teile des nordwestlich gelegenen Stadtteils Rothenburgsort erschließen und eine bessere Verknüpfung mit dem HVV-Netz bieten. Das gesamte Bauvorhaben S-Bahnstation Elbbrücken umfasst neben dem Zugangsgebäude u. a. eine 70 m lange und 5 m breite verglaste Fußgängerbrücke zwischen den Bahnhöfen.

Während die städtebauliche Entwicklung des Quartiers noch in 2016 startet, haben die Planungen und der Bau der Haupterschließungsstraßen, der Kaimauerzonen und die Flächenfreimachung längst begonnen. Schon seit 2014 wurde die Brücke Zweibrückenstraße komplett erneuert und verbreitert sowie die nördliche Schleife der Zweibrückenstraße entschärft und die Straße direkt an die Baakenwerderstraße angeschlossen. Durch den bis Sommer 2016 laufenden Neubau erhält die Zweibrückenstraße insgesamt nicht nur eine breitere Durchfahrt und bessere Fahrrad- und Fußwege, sie wird auch erheblich besser gegen Hochwasser geschützt.

Quartiersprofil

  • Größe 21,4 ha
    Gesamt BGF: 560.000 qm

  • Arbeitsplätze und gewerbliche Nutzungen
    Arbeitsplätze: ca. 13.000
    Nutzungen: Unternehmen, Büro, Dienstleistung, Hotel, Einzelhandel, Gastronomie

  • Wohnungen
    ca. 1.000

  • Entwicklungszeitraum
    2016 bis 2025