Elbtorquartier
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Zu den Projekten:
- Projekt 44a: Universal living
- Projekt 45: Elbarkaden Green Office
- Projekt 46: Hauptzollamt
- Projekt 48: Stadthaushotel
- Projekt 49a: Brücke - Ökumenisches Forum
- Projekt 40: Internationales Maritimes Museum
- Projekt 54: HafenCity Universität
- Projekt 41: Heinemannspeicher
- Projekt 43: Wohnen / HEIMAT. HAFEN. HAMBURG
- Projekt 42: Büro
- Projekt 49: Nidus-Loft
- Projekt 50: Wohnen / Büro Shanghaiallee
- Projekt 53: Büro / Dienstleistung / Publikumsbezogene Nutzung im EG
- Projekt 44b: Elbarkaden designport
- Projekt 52: Büro / Wohnen
Quartiere
Das neue Wissensquartier der HafenCity
Östlich des Magdeburger Hafens wächst mit der HafenCity Universität, der Greenpeace-Zentrale und dem designport hamburg ein innovatives und nachhaltiges „Wissensquartier“
Noch prägen Freiflächen und Bestandsbauten das Bild des Elbtorquartiers. Zwischen 2010 und 2013 wird das künftige Wissensquartier aber eine Hauptbaustelle in der HafenCity sein; im südlichen Abschnitt wird an der neuen U-Bahn U4 gebaut (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten
Zwischen dem Magdeburger Hafen, dem Brooktorhafen und dem Quartier Am Lohsepark entsteht ein belebtes "Wissensquartier". Sein besonderes Flair verleihen ihm nicht nur die 1.600 Studenten der neuen HafenCity Universität, die 2013 ihren Betrieb aufnehmen wird, sondern auch viele weitere zukunftsweisende Projekte aus den Bereichen Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Design.
Mit seiner städtebaulichen Konzeption greift das Elbtorquartier unterschiedliche Typologien auf. Während im Süden bis zu 70 m hoch gebaut wird, entsteht im Osten, anknüpfend an die Bestandsbebauung an der Hongkongstraße, eine rund 170 m lange Blockstruktur, die auch am Magdeburger Hafen wieder aufgenommen wird.
Markante Brücke verbindet West und Ost
Von der Speicherstadt führt ein Fußweg über die Leonbrücke direkt in die Passage des denkmalgeschützten Kai-speichers B (40) hinein. Dieser älteste, 1879 errichtete Bau in der HafenCity bildet einen markanten nördlichen Eingang ins Areal und beherbergt seit Sommer 2008 das Internationale Maritime Museum Hamburg.
Sowohl die Brücke (Architekt: Dietmar Feichtinger, Ingenieure: WTM Engineers) als auch der umgebaute Kaispeicher B (MRLV Marcovic Ronai Voss Architekten) wurden vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e. V. als Hamburger Bauwerke des Jahres 2007 ausgezeichnet;
für die Brücke ging die Auszeichnung auch an die HafenCity Hamburg GmbH als Bauherrin.
Aus der Passage führt der Weg auf den Museumsplatz. Derzeit wird in Verlängerung des Museumsplatzes eine neue Pierkonstruktion gebaut, die als Promenadenersatz eine Verbindung entlang des Magdeburger Hafens mit einer Unterquerung der Baakenbrücke bis zum Baakenhafen schafft.
Die historische Busanbrücke aus dem Jahr 1931 stellt die bedeutendste Ost-West-Verbindung in der zentralen HafenCity für Fußgänger und Radfahrer dar. Sie verknüpft die westlichen und zentralen Quartiere mit der östlichen HafenCity. Wie die umliegenden Promenaden ist sie mit streifenförmigen Naturpflastersteinen belegt und wird dadurch eher als Teil eines Platzraumes über dem Wasser wahrgenommen.
Elbarkaden mit Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Design
Südlich der Busanbrücke hat 2011 der Bau der "Elbarkaden" begonnen, eines mäandrierenden Gebäudeensembles mit insgesamt 30.000 qm BGF. Nach einem Entwurf des Büros Bob Gysin + Partner BGP Architekten (Zürich) werden hier bis Ende 2013 Flächen für drei Nutzungskomponenten mit jeweils rund 10.000 qm realisiert. Auf zwei Ebenen – sowohl auf dem direkt am Wasser gelegenen Pierniveau als auch auf hochwassergeschütztem Warftniveau – bieten die Gebäude großzügigen Raum, z. B. für Cafés, Geschäfte und Ausstellungen. Bisher im Stadtteil einzigartig ist die "Stadtloggia", ein 10 m tiefer und 8 m hoher Arkadenraum mit weiten Ausblicken über das Wasser.
In den beiden nördlichen Baufeldern entstehen ca. 100 Wohnungen. Etwa 55 Wohnungen werden von der Garbe Group und Otto Wulf gebaut, deren Zuschnitte verschiedene Nutzungen von Mehrgenerationenwohnungen über Wohn- und Arbeitslofts sowie Maisonetten bis zu barrierefreien Seniorenwohnungen ermöglichen (43). Die weiteren Wohnungen (44a) sind für designaffine Nutzungen vorgesehen.
Das öffentliche Designzentrum design-xport belegt im mittleren Abschnitt (44b) sowohl das Sockel- als auch das Erdgeschoss. Mit ihm entstehen auf rund 1.500 qm ein großer Ausstellungs- und Veranstaltungsbereich, ein Design-Archiv samt Bibliothek und ein Shop. Erstmals erhält die Hamburger Design- und Kreativwirtschaft damit eine zentrale Kommunikations- und Repräsen-tationsplattform. In den Südteil des Ensembles ziehen die Deutschlandzentrale der Umweltschutzorganisation Greenpeace sowie der Ökostromanbieter Greenpeace Energy eG (45).
Die Nutzer stellen höchste Anforderungen an die Nachhaltigkeit des Gebäudes, das mit dem Umweltzeichen HafenCity in Gold vorzertifiziert wurde. Schon während des Wettbewerbs hatte Architekt Bob Gysin daher die Expertise von Fachplanern für energieeffizientes Bauen eingeholt.
Universität mit Elbblick
Als prägend für den Wissenschaftsstandort Elbtorquartier erweist sich die direkt am Baakenhafen entstehende HafenCity Universität (HCU). Der Neubau (54), der im Dezember 2010 in Bau ging, öffnet sich nach dem Entwurf des Architektenbüros Code Unique (Dresden) mit seinem Foyer zu einem Vorplatz, zum Magdeburger Hafen sowie zum Lohsepark. Vorlesungssäle und Seminarräume sind in schönster Lage mit Blick auf die Elbe untergebracht. Das vorbildliche ökologische Gesamtkonzept wurde ebenfalls mit dem Umweltzeichen HafenCity in Gold vorzertifiziert.
Zwei Projekte verleihen dem Quartier außerdem eine soziale sowie spirituelle Prägung. Mit dem Stadthaushotel (48) entsteht ab Ende 2011 Europas größtes integratives Hotel. 40 der 60 Arbeitsplätze werden von Menschen mit Behinderungen besetzt. Vor allem für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen bieten die rund 90 Zimmer und das Restaurant des Drei-Sterne-Hotels besonderen Komfort. Träger ist der Verein jugend hilft jugend e. V., gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg. Den Architekturwettbewerb gewann das Büro Huke-Schubert Berge Architekten (Hamburg).
Ökumenisches Forum neben Musikerhaus
An der Shanghaiallee eröffnet 2012 das Ökumenische Forum "Brücke" (49a). Insgesamt 19 christliche Kirchen tragen dieses deutschlandweit einzigartige Gemeinschaftsprojekt. Das öffentliche Erdgeschoss dient als Begegnungsstätte, eine Kapelle bietet einen stillen Rückzugsort. Außerdem werden die Mitglieder des Lau-rentiuskonvent, eine ökumenisch-geistliche Gemeinschaft, hier in Wohn- oder Hausgemeinschaften zusammenleben. Den Architekturwettbewerb für das 4.600 qm BGF große Bauwerk gewannen Wandel, Hoefer, Lorch + Hirsch (Saarbrücken).
Nördlich und südlich des Forums entstehen zwei Neubauten für ungewöhnliche Wohnkonzepte. Mit einer Baugemeinschaft realisiert die Bürgerstadt AG (50) seit Mitte 2011 schallentkoppelte Wohn- und Gewerberäume für Musiker, Ton- und Filmschaffende. Die bei einem Wettbewerb siegreichen 360 Grad+ Architekten (Hamburg) entwarfen für dieses Musikerhaus einen Baukörper, dessen Klinkerfassade in der Tradition der Speicherstadt steht und dennoch mit großzügigen Fenstern und Loggien eine eigene Note setzt. Schon seit Anfang 2011 im Bau ist das Projekt der NIDUS Baugemeinschaft (49) mit 30 Einheiten, die mit offen gestalteten Grundrissen auch als Ladenwohnungen, Ateliers oder Showrooms genutzt werden können (Entwurf: spine architects, Hamburg). Das Projekt ist das erste nach dem Gold-Standard vorzertifizierte Baugemeinschaftsvorhaben.
An den ÖPNV ist das Elbtorquartier gut angebunden: Vom Norden aus lässt sich die U-Bahnstation Messberg und ab Herbst 2012 im Süden die neue Linie U4 sehr gut erreichen. Zusätzlich steuern die Hafenfähren voraussichtlich ab 2014 einen Anleger auf Höhe der HCU an, ein Barkassenanleger geht am Ostufer des Magdeburger Hafens 2012 in Betrieb.









