Mobilität

Attraktive Anschlüsse zur "alten" Innenstadt

Vor allem durch Brücken werden an den Schnittstellen von HafenCity und bestehender Innenstadt zahlreiche Verbindungen hergestellt, doch auch die Anschlüsse zu beiden Seiten dieser Brücken gilt es zu gestalten

Das Foto zeigt Passanten auf der Kibbelsteg-Brücke

Die hochwassersicheren Kibbelsteg-Brücken verbinden bestehende Innenstadt, Speicherstadt und HafenCity und sind Fußgängern und Fahrradfahrern vorbehalten (© ELBE&FLUT)

Das Gebiet der HafenCity ist eine mit Hafenbecken durchzogene Insel im Elbstrom. Bevor es künftig intensiv und urban genutzt werden kann, müssen daher – sowohl intern als auch extern – zahlreiche Verbindungen hergestellt werden. Neben der unterirdisch entstehenden U-Bahnlinie U4 übernehmen insgesamt 25 Brücken die flächendeckende Erschließung des Stadtteils. Alte Brücken gilt es dafür zu sanieren oder auf hochwassersicheres Niveau anzuheben; zusätzlich werden neue Brücken gebaut.

Derzeit stellen vier bereits bestehende Straßenbrücken die Verbindung zur Innenstadt her. Am westlichen Entrée gehört dazu die Niederbaumbrücke, am zentralen Entrée die Oberbaumbrücke. Neben der Oberbaumbrücke gewährleisten auch die – im Regelbetrieb Fußgängern und Fahrradfahrern vorbehaltenen – Kibbelsteg-Brücken eine hochwassersichere Anbindung der HafenCity ans übrige Stadtgebiet. Im seltenen Fall einer Sturmflut, die aufgrund der Niedriglage und Überflutung der Speicherstadt die HafenCity abschneiden würde, können so Rettungsfahrzeuge zusätzlich zu Fußgängern die Kibbelsteg-Brücken nutzen.

Doch nicht nur innerhalb des Stadtteils werden Projekte zu seiner Erschließung realisiert. Verkehrsachsen und -anschlüsse gilt es ebenfalls in der bestehenden Innenstadt zu gestalten, wobei ein besonderes Augenmerk auf qualitätsvollen Verbindungen für Fußgänger liegt. Von der U-Bahn-Station Baumwall beispielsweise führt ab 2011 ein neu gestalteter Fußweg zur entstehenden Elbphilharmonie. Schon der unter dem U-Bahn-Viadukt neu angelegte Platz gibt somit den Blick auf Hamburgs neues Wahrzeichen frei.

Eine weitere fußläufige Anbindung leistet die Verlängerung der sogenannten Domplatzachse. Flaneure können in nur zehn Minuten auf einem teils mit Eschen bepflanzten Boulevard vom Jungfernstieg über den Domplatz, die Kornhausbrücke und den St. Annen Platz bis ins Überseequartier gelangen.

Auf vielen Wegen gelangen Fußgänger aus der bestehenden Innenstadt auch rasch an die Elbe. Von den Deichtorhallen etwa flanieren Spaziergänger bald über die Kaipromenaden der Ericusspitze und des Brooktorkais bis zum St. Annen Platz. Von dort aus führt die Museumsbrücke über den Brooktorhafen direkt in die öffentliche Passage des Internationalen Maritimen Museums Hamburg. An dessen südlich gelegenen Vorplatz schließt sich ab 2012 die Promenade am Magdeburger Hafen an und leitet weiter bis zur Elbe.