Masterplan

Die Überarbeitung des Masterplans

2010 erfolgte anlässlich der Überarbeitung des Masterplans eine intensive öffentliche Diskussion mit über 40 Veranstaltungen. Die Überarbeitung wird nun in weiteren Schritten (mit städtebaulichen Wettbewerben, Freiraumwettbewerben, Bebauungsplänen und architektonischen Wettbewerben) weiter verfeinert.

Die Illustration zeigt die östliche HafenCity nach der Masterplanüberarbeitung

Die Illustration zeigt die östliche HafenCity nach der Masterplanüberarbeitung (© HafenCity Hamburg GmbH)

Östliche Quartiere erhalten eigenständige Profile

Im Vergleich zur westlichen und zentralen HafenCity sind die drei östlichen Quartiere weitläufiger und weniger in die bestehende City integriert. Zudem erfordert die Nähe zu den Verkehrstrassen besondere Lärmschutzmaßnahmen. Daraus ergeben sich besondere Chancen, den Quartieren eine eigene Identität zu geben: Am Baakenhafen entsteht im Schwerpunkt ein Wohn- und Freizeitquartier, der Oberhafen wird zum Kreativ- und Kulturquartier und das Quartier Elbbrücken zum urbanen Geschäfts- und Wohnstandort.

Statt der ursprünglich geplanten rund 1,5 Mio. m2 Bruttogeschossfläche (BGF) wird im Zuge der Masterplan-Überarbeitung in der gesamten HafenCity nun (zum einen durch eine höhere Bebauungsdichte und zum anderen durch die Verlagerung von ehemals im Hafengelände angesiedelten Betrieben) deutlich mehr Nutzfläche realisiert (jetzt 2,32 Mio.m2BGF). Die Landfläche erhöht sich durch eine Zuschüttung am Ostende des Baakenhafens von 123 auf 127 ha.

Anzahl Entstehender Wohnungen deutlich erhöht

Mit der Überarbeitung des Masterplans wurde auch die Anzahl der entstehenden Wohnungen deutlich erhöht. In den Quartieren Baakenhafen und Elbbrücken entstehen 2.800 Wohnungen, in der HafenCity wächst die Zahl der Wohnungen insgesamt von 5.500 auf über 6.000 – bei einer gesteigerten rechnerischen Durchschnittsgröße von 110 m2 BGF. Baugemeinschaften werden bei der Grundstücksvergabe verstärkt berücksichtigt, und seit 2011 wird ein Drittel des entstehenden Wohnraums öffentlich gefördert. Eine weitere Grundschule, eine weiterführende Schule sowie Kitas stärken das familienorientierte Wohnen. Die Zahl der möglichen Arbeitsplätze in der HafenCity erhöht sich von 40.000 auf deutlich über 45.000. Diese Steigerung ergibt sich vor allem in den Bereichen Freizeit, Einzelhandel, Gastronomie und Hotel.

Auch der grüne Charakter der HafenCity wird gestärkt: Große und kleine Plätze sowie eine Vernetzung der Orte stärken die urbane Raumintegration. Der Lohsepark, zentraler Volkspark der HafenCity, wird bis an die Elbe weitergeführt. Im Süden lädt eine Elbpromenade zum Flanieren bis nach Entenwerder ein, und der Baakenhafen erhält ein grünes Spiel- und Freizeitareal. Die öffentlichen Freiflächen in der gesamten HafenCity erstrecken sich nun auf 28 ha statt bisher 24 ha (ohne private öffentlich nutzbare Flächen), die Uferlinie am Wasser verlängert sich von knapp 10 auf 10,5 km.

Verkehrlich wird die östliche HafenCity hervorragend erschlossen sein. Die gute Anbindung führt im Norden und Osten allerdings zu einer erhöhten Lärmexposition. Für diese Standorte gibt es deswegen intelligente städtebauliche und technische Konzepte: An der östlichen Hauptverkehrsachse Versmannstraße entstehen Bürobauten, die zur Straße hin einen breiten Rücken für schallgeschützte Areale zur Südseite bilden. Die halbgeschlossenen Wohnensembles formen ihrerseits Innenhöfe, die ein geschütztes nachbarschaftliches Miteinander gewährleisten.

Die hohen Nachhaltigkeitsstandards der westlichen und zentralen Quartiere werden im Osten noch übertroffen. Neben der Etablierung eines innovativen Wärmeenergiekonzepts entstehen die Gebäude nach dem anspruchsvollen Goldstandard des Umweltzeichens HafenCity, und es werden integrierte flexible Mobilitätsstrukturen ausgebaut – mit der bis zur Haltestelle Elbbrücken weitergeführten U-Bahn-Linie U4, wasserstoffbasierten Bussen, Fahrradstationen, Car-Pools und Elektromobilität bei drastisch reduzierten Stellplatzzahlen. Das gesamte Quartier Baakenhafen wird damit zum Modellquartier für nachhaltige Mobilität, in dem die Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskriterien für alle Bauherren obligatorisch ist.

Die Überarbeitung des Masterplans hat die City-Funktion der HafenCity somit weiter gestärkt. Das Stadtentwicklungsgebiet wurde erstmals bis zu seiner östlichen Spitze qualitätsvoll zu Ende gedacht.