Leben

Shoppingwelten am Wasser

Die HafenCity bietet mehr als nur eine Erweiterung oder Ergänzung bestehender innerstädtischer Einkaufsmöglichkeiten. Neue, auch ortsbezogene Konzepte ermöglichen Shoppingerlebnisse ganz eigener Art

Die HafenCity bietet vielfältige und kreative Shoppingmöglichkeiten (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten

Sie gehören schon jetzt zum Stadtbild der HafenCity: Frauen, Männer und Paare, die mit Einkaufstüten bepackt vor allem über den Kaiserkai bummeln. "Noch ist das ein echter Geheimtipp", sagt eine junge Frau aus Eppendorf, die sich später mit ihrem Freund, der in der HafenCity arbeitet, zu einem After-Work-Cocktail mit Wasserblick treffen will. Soeben hat sie den Gaastra-Flagshipstore direkt neben der Elbphilharmonie durchstöbert. Das niederländische Unternehmen bietet maritime Lifestyle-Mode an; sein hier umgesetztes Storekonzept findet sich in Deutschland kein zweites Mal.

Das Beispiel von Gaastra wird Schule machen. Mit Flagshipstores wollen mehrere internationale Labels bald in der HafenCity vertreten sein, andere eröffnen ihre stadt- oder sogar deutschlandweit erste Filiale. Als Standort bietet sich für sie vor allem das quirlige, urbane Überseequartier mit seinen rund 60.000 qm Einzelhandels- und Gastronomiefläche an. Bewusst wurde hier – wie in der gesamten HafenCity – auf die Realisierung einer Shopping Mall verzichtet. Statt geschlossener Einkaufswelten werden in den städtischen Raum integrierte Einkaufserlebnisse unter freiem Himmel und mit maritimem Flair geboten.

Auch sogenannte Innovationsmieter lassen sich im zentralen Herzstück der HafenCity nieder. Dabei handelt es sich um junge, kreative Einzelhandelskonzepte, für die in eher hochpreisigen innerstädtischen Lagen sonst kaum eine Chance auf Realisierung besteht; im Überseequartier dagegen stehen ihnen großzügige Flächen zur Verfügung.

Der besondere Charakter des neuen Stadtteils soll sich auch in seinem Einzelhandelsangebot widerspiegeln. Basics, also Angebote der Nahversorgung (etwa Dat Backhus, Schanzenbäckerei, Feinkost HafenCity, Harbour Tobacco, Rossmann) werden beispielsweise durch ortsbezogene Konzepte ergänzt, die die Geschichte des Orts aufgreifen und für neue Innovationen nutzen.

Als Pionier solcher Entwicklungen hat bereits das Meßmer Momentum auf dem Kaiserkai eröffnet, es knüpft an die Historie des Hafens als Handelsplatz für Tee an. Das 1852 gegründete Teehandelshaus Meßmer lädt hier zu einer faszinierenden Reise in die Welt des würzigen Getränks ein. Auf 600 qm sind ein Tee-Museum, eine Tee-Lounge sowie ein Tee-Shop entstanden. Die sogenannten Tea-Master lassen sich sogar bei der Kreation neuer Sorten über die Schulter schauen und vielfältige Sorten können im Meßmer Momentum auch jederzeit verkostet werden. "Und ich war schon stolz, dass ich außer schwarzem und grünem noch weißen Tee kannte", staunt ein Besucher.

Der Einzelhandel wird die Atmosphäre im neuen Stadtteil entscheidend mit prägen. Obwohl er sich beispielsweise im Überseequartier konzentriert, sind Erdgeschossflächen auch in allen anderen Quartieren für entsprechende Nutzungen reserviert, selbst Bürogebäude stellen dabei keine Ausnahme dar.

Völliges Neuland betritt etwa Unilever: Mit seiner Zentrale für die deutschsprachigen Länder öffnet sich der Konsumgüterkonzern dem Stadtteil, durch seinen Neubau am Strandkai zieht sich eine öffentliche Passage. Diese verbindet die Marco-Polo-Terrassen mit den Freiräumen am Elbufer und bietet unter anderem einen Unilever-Laden mit Produkten der verschiedenen Unternehmens-Marken, ein Langnese-Café mit Sommerterrasse und Elbblick, ein Dove-Spa für kleinere und größere Verwöhnmomente sowie eine Versuchsküche.

Weitere Unternehmen wollen diesem Beispiel jetzt folgen. So öffnet auch das neue Verlagshaus der SPIEGEL-Gruppe Teile seiner Erdgeschossflächen mit Einzelhandelskonzepten für die Öffentlichkeit und stellt sich dort einem völlig neuen Dialog mit den Besuchern, Beschäftigten sowie Bewohnern der HafenCity.

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