Kultur und Freizeit
Sport-Stadt HafenCity
In Bewegung bleiben – dazu lädt die HafenCity ihre Bewohner und zahlreichen Besucher immer wieder ein. Möglichkeiten der sportlichen Betätigung werden schon bei der Konzeption vieler Orte berücksichtigt, denn häufig stellt Sport eine weitere Variante städtischer Erfahrung dar. Doch auch zahlreiche eigens konzipierte Sportstätten entstehen, viele von ihnen unter freiem Himmel sowie an oder auf dem Wasser
Die Trendsportart Parkour begreift den städtischen Raum als Sportstätte. In der HafenCity finden ihre Anhänger attraktive Bedingungen vor (© Daniel Barthmann) Bilderserie starten
Schon ihre städtebauliche Konzeption macht die HafenCity zu einem Ort der Bewegung: Freizeit-, Wohn- und Arbeitsnutzungen werden dicht gemischt, oft sind dazwischen nur noch kurze Wege zurückzulegen und dank des engmaschigen Netzes an Fuß- und Fahrradwegen kann auf das Auto häufig verzichtet werden.
Allein die Stadträume am Wasser erstrecken sich zukünftig über eine Länge von zehn Kilometern. Meist werden sie als Promenaden, mitunter auch als Plätze gestaltet. Menschen jeden Alters werden sie nicht nur nutzen, um von A nach B zu gelangen, sondern auch, um bewusst in Bewegung zu bleiben. Denn die Stadträume laden u.a. zum Joggen oder Fahrradfahren ein, aber auch zum Walken oder einfach zum Spazierengehen.
Jede dieser verschiedenen Bewegungsarten bedingt eine andere Art der städtischen Erfahrung: Zahlreiche Eindrücke vom neuen Stadtteil verbinden sich bei schnellerer Fortbewegung zu einem spannenden aber stets veränderlichen Gesamtbild, bei langsamerer Fortbewegung bleibt mehr Zeit, um einzelne Eindrücke auch im Detail aufzunehmen. Neue Perspektiven eröffnet die Fortbewegung in den Stadträumen, weil diese durch Treppen, Terrassen oder Rampen die unterschiedlichen Höhenniveaus in der HafenCity interpretieren, dabei manchmal direkt ans Wasser und dann wieder durch dicht bebaute Straßenzüge führen.
Kinder und Jugendliche erschließen sich den Stadtteil sportlich, indem sie beispielsweise an den hochwassersicheren Warftsockeln hinaufklettern – durch einzelne vorspringende Steine wird dies erleichtert. Andere nutzen etwa die Magellan-Terrassen zum Skaten und auf dem Großen Grasbrook wurde ein erster Kinderspielplatz angelegt, dem weitere folgen werden.
Manche Stadträume wurden sogar gezielt für sportliche Nutzungen gestaltet. Ebenfalls auf dem Großen Grasbrook können Boule-Fans ihrem Sport nachgehen und auf dem Vasco-da-Gama-Platz ist ein Basketballcourt entstanden. Vor allem mit den Parks der HafenCity entstehen weitere Sport- und Bewegungsstätten. Ein großer Sportplatz wird im Oberhafenquartier – leider erst nach 2014 – entstehen, auf dem sogar Fußballpunktspiele ausgetragen werden können.
Mit dem Störtebeker SV gibt es im Stadtteil inzwischen auch einen Sportverein und vor allem die Fußball-Abteilung ist bereits sehr aktiv. Weitere Sportarten sollen künftig ebenfalls angeboten werden. Der Verein kann u.a. die Sporthalle im neuen Gebäude der Katharinenschule nutzen, die für solche Nutzungen aus der Nachbarschaft nach Schulschluss und am Wochenende zur Verfügung steht.
Als echtes Aktiv-Quartier ist das Quartier Baakenhafen im Osten der HafenCity geplant. Einzelprojekte sind hier zwar noch nicht beschlossen, befinden sich aber zurzeit in der Phase intensiver Konzeptionierung. Hauptsächlich für den Freizeitsport sollen vielfältige Anlagen entstehen, die teilweise in Hamburg noch beispiellos sind; mit zahlreichen Nutzern aus der gesamten Metropolregion ist also zu rechnen. Neben klassischen Angeboten könnte zum Beispiel ein Badeschiff realisiert werden, das sich im Winter mitten im Baakenhafen auch als Schlittschuhbahn genutzt werden könnte. Ebenfalls auf beziehungsweise über dem Wasser könnte ein Kletterparcours oder Hochseilgarten entstehen.
Als Angebot auch für ältere Menschen ist zum Beispiel ein Generationenspielplatz denkbar, dessen Übungsgeräte nicht wie auf einem Trimm-dich-Pfad hintereinander angeordnet, sondern an zwei Orten gruppiert werden. So entstünde schnell ein verbindendes Gefühl gemeinsamer sportlicher Betätigung. Gerade der Lohsepark, der sich zurzeit in der Wettbewerbsphase der Landschaftsplanung befindet, bietet sich dafür an.
Bei jedem Wetter nutzbar wäre ein Indoor-Sports-Center insbesondere für Mannschaftssportarten wie Hallenfußball, Handball, Hockey, Basketball oder Volleyball. Ergänzt würde das Konzept für den Baakenhafen beispielsweise durch ein Gesundheitshotel, einen Fitness- / Wellnessclub oder eine Seesauna mit Blick auf den Baakenhafen oder die Elbe.
Die sportliche Nutzung des Stadtteils gestaltet sich also ebenso urban wie maritim und wird dadurch wesentlich von den für die gesamte HafenCity bestimmenden Einflüssen geprägt.











