Leben

Sport-Stadt HafenCity

In Bewegung bleiben – dazu lädt die HafenCity ihre Bewohner und zahlreichen Besucher immer wieder ein. Möglichkeiten der sportlichen Betätigung werden schon bei der Konzeption vieler Orte berücksichtigt, denn häufig stellt Sport eine weitere Variante städtischer Erfahrung dar. Doch auch zahlreiche eigens konzipierte Sportstätten entstehen, viele von ihnen unter freiem Himmel sowie an oder auf dem Wasser

Die Trendsportart Parkour begreift den städtischen Raum als Sportstätte. In der HafenCity finden ihre Anhänger attraktive Bedingungen vor

Die Trendsportart Parkour begreift den städtischen Raum als Sportstätte. In der HafenCity finden ihre Anhänger attraktive Bedingungen vor (© Miguel Ferraz 2012) Bilderserie starten

Schon ihre städtebauliche Konzeption macht die HafenCity zu einem Ort der Bewegung: Freizeit-, Wohn- und Arbeitsnutzungen werden dicht gemischt, oft sind dazwischen nur noch kurze Wege zurückzulegen und dank des engmaschigen Netzes an Fuß- und Fahrradwegen kann auf das Auto häufig verzichtet werden.

Allein die Stadträume am Wasser erstrecken sich zukünftig über eine Länge von 10,5 Kilometern. Meist werden sie als Promenaden, mitunter auch als Plätze gestaltet. Menschen jeden Alters werden sie nicht nur nutzen, um von A nach B zu gelangen, sondern auch, um bewusst in Bewegung zu bleiben. Denn die Stadträume laden u.a. zum Joggen oder Fahrradfahren ein, aber auch zum Walken oder einfach zum Spazierengehen. Im Grasbrookpark (Fertiggestellt Sommer 2013) und im Lohsepark (Fertigstellung Anfang 2016) entstehen vielfältige Bewegungsräume, darunter Kletter- und Spielmöglichkeiten für Kinder, an deren Entwicklung die Kinder und Schüler in der HafenCity aktiv beteiligt wurden sowie Fitness-/ und Erholungseinrichtungen für Bewohner, Besucher und Beschäftigte jeden Alters.

Jede dieser verschiedenen Bewegungsarten bedingt eine andere Art der städtischen Erfahrung: Zahlreiche Eindrücke vom neuen Stadtteil verbinden sich bei schnellerer Fortbewegung zu einem spannenden aber stets veränderlichen Gesamtbild, bei langsamerer Fortbewegung bleibt mehr Zeit, um einzelne Eindrücke auch im Detail aufzunehmen. Die Fortbewegung in den Stadträumen eröffnet  völlig neue Perspektiven. Die Treppen, Terrassen oder Rampen, die manchmal direkt ans Wasser und dann wieder durch dicht bebaute Straßenzüge führen, erzeugen die unterschiedlichen Höhenniveaus.

Kinder und Jugendliche erschließen sich den Stadtteil sportlich, indem sie beispielsweise an den hochwassersicheren Warftsockeln hinaufklettern – durch einzelne vorspringende Steine wird dies erleichtert. Andere nutzen etwa die Magellan-Terrassen zum Skaten. Manche Stadträume wurden gezielt für sportliche Nutzungen gestaltet. Auf dem Großen Grasbrook können außerdem Boule-Fans ihrem Sport nachgehen und auf dem Vasco-da-Gama-Platz befindet sich ein gern genutzter Basketballcourt. Eine große Sportanlage entsteht zudem im Oberhafenquartier. Sie wird auch für den Schulsportbedarf ausgelegt und berücksichtigt den allgemeinen Freizeitbedarf.

Mit dem Störtebeker SV gibt es einen Sportverein, der Sportangebote für die HafenCity, sowie für die Alt- und die Neustadt bietet. Vor allem die Fußball-Abteilung des Vereins ist bereits sehr aktiv. Weiter im Angebot sind Kinderturnen, Karate, Tennis und Fitness. Der Verein kann u.a. die Sporthalle in der Katharinenschule nutzen, die für solche Nutzungen aus der Nachbarschaft nach Schulschluss und am Wochenende zur Verfügung steht.

Als echtes Aktiv-Quartier ist das Quartier Baakenhafen im Osten der HafenCity geplant. Einzelprojekte befinden sich zurzeit in der Phase intensiver Konzeptionierung. Hauptsächlich für den Freizeitsport sollen vielfältige Anlagen entstehen, die teilweise in Hamburg noch beispiellos sind. Bei jedem Wetter nutzbar wäre ein Indoor-Sports-Center insbesondere für Mannschaftssportarten wie Hallenfußball, Handball, Hockey, Basketball oder Volleyball. Ergänzt würde das Konzept für den Baakenhafen beispielsweise durch das schon in Bau gegangene Familienhotel.

Die sportliche Nutzung des Stadtteils gestaltet sich also ebenso urban wie maritim und wird dadurch wesentlich von den für die gesamte HafenCity bestimmenden Einflüssen geprägt.