Quartiere
Das Kreativ- und Kulturquartier Oberhafen
Das städtebauliche Konzept der Masterplanüberarbeitung für das Kreativ- und Kulturquartier Oberhafen repräsentiert einige Besonderheiten. Hier wird das gewerbliche Konzept des Masterplans weitgehend zu Gunsten des Kreativquartierkonzepts aufgegeben, das neue Masterplanbild basiert auf der Bestandsbebauung und nicht auf dem zukünftigen Städtebau. Ein langer zeitlicher Entwicklungsrahmen von ca. 15 Jahren und das Verbleiben des gesamten Areals im Eigentum des Sondervermögens Stadt und Hafen sind die Entwicklungsgrundlage (was aber private oder genossenschaftliche Investitionen in neue Gebäude nicht ausschließt).
Kernidee ist die mittelfristige, aber dauerhafte Entwicklung eines Kreativquartiers in zentraler Lage Hamburgs, gut vernetzt und von öffentlichem Charakter, doch zwischen Oberhafen und Bahndamm mit seinen Lagergebäuden eine besondere Identität bildend.
Im Quartier Oberhafen wird ein dauerhaftes Kreativquartier in zentraler Lage Hamburgs entwickelt (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten
Im Mittelpunkt steht somit die Nutzungsidee, nicht die Stadtstruktur. Das Quartierskonzept ist jedoch nicht als Zwischennutzung ausgelegt, sondern als Ausgangspunkt eines zentralen Areals, das später auch das Großmarktareal einbeziehen kann und wichtige Impulse, z. B. für die Kreativwirtschaft der zentralen Quartiere der HafenCity liefert. Auch wenn einige kleine Zwischennutzungen bereits in die Kategorie Kreativwirtschaft fallen, ist der Großteil der Flächen bis Ende 2013 für Logistikzwecke vermietet, das gesamte Areal ist bis 2014/2015 als Bahnhof "gewidmet" und kann erst nach bahnrechtlicher "Entwidmung" intensiver entwickelt werden. Das wird in Kooperation von HafenCity Hamburg GmbH und Kreativagentur sowie in intensivem Dialog mit Kreativunternehmen und anderen vorbereitet. Sowohl in Neu- als auch Bestandsbauten soll eine kostengünstige Nutzungsstruktur möglich werden.
Im Quartier werden aber auch die Sportanlagen der HafenCity realisiert, die im Quartier Lohsepark wegen des Gedenkortes Hannoverscher Bahnhof keinen Platz finden. Angebunden wird das Quartier durch einen Tunnel von der U-Bahn-Station HafenCity Universität, um seine Erreichbarkeit kurzfristig zu verbessern.











