Quartiere

In bester Lage: Wohn- und Arbeitsorte am Wasser

Von Wasser und Park umgeben, bietet der Strandkai spektakuläre Aussichten sowie beste Lagen für Wohnungen und herausragende Bürogebäude wie die Unilever-Zentrale

Das Foto zeigt den Marco-Polo-Tower und die Unilever-Zentrale

Ein Riesenrad bot im Sommer 2012 erneut eine überragende Perspektive auf den Marco-Polo-Tower und die Unilever-Zentrale, beides mehrfach prämierte Gebäude mit direkter Lage am Elbstrom. (© Kuhn / Fotofrizz) Bilderserie starten

Der Strandkai prägt die südliche, von den Elbbrücken einsehbare Stadtsilhouette Hamburgs. Grundstruktur seiner Blockrandbebauung sind Ensembles mit sechs bis sieben Geschossen, in die hohe Turmaufsätze und Einzeltürme integriert oder auch freistehend gebaut werden. Die Gebäude gewähren spektakuläre Ausblicke: stromabwärts über die Elbe, im Süden über den Hafen, im Norden und Westen über den Grasbrookhafen, die HafenCity und die innere Stadt. Den städtebaulichen Wettbewerb für die zehn Baufelder entschieden Böge Lindner Architekten (Hamburg) für sich. Im südöstlichen Bereich des Quartiers überwiegen Büroflächen für moderne Dienstleistungen – auf Wohnungen wird hier wegen des nahen Kreuzfahrtterminals verzichtet. Diese entstehen mehrheitlich am Grasbrookpark und auf der besonders exponierten Kaizunge, die, außer in den Erdgeschossen, sogar exklusiv für Wohnnutzung reserviert ist.

Ausgezeichnete Nachhaltigkeit

Als erster Hochbau entstand südlich der Marco-Polo-Terrassen ein vielfach prämiertes, vom Stuttgarter Büro Behnisch Architekten entworfenes Ensemble aus Bürogebäude und Wohnturm. Den Bürokomplex (59) nutzt seit Sommer 2009 der Konsumgüterkonzern Unilever mit seiner Zentrale für die deutschsprachigen Länder. Auf 25.000 m2 BGF arbeiten hier 1.200 Mitarbeiter. Der Neubau zeichnet sich durch seine ökologische Nachhaltigkeit aus: Als erstes Bürogebäude wurde es 2011 mit dem Umweltzeichen HafenCity in Gold zertifiziert. Vielfach prämiert, beeindruckt es in seinem Inneren mit einem lichtdurchfluteten Atrium, einer offenen Bürostruktur und einer horizontalen Vernetzung der Arbeitsplätze. Durch das Erdgeschoss führt ein öffentlicher Stadtraum mit Geschäften, der die Marco-Polo-Terrassen mit der neu gestalteten Kaipromenade am Elbufer verbindet. Den Zugang zur Elbe inszenieren die Elbterrassen.

"Immobilien-Oscar" für den Marco-Polo-Tower

Wie die Unilever-Zentrale wurde auch der benachbarte, 58 Wohnungen umfassende Marco-Polo-Tower (58) mehrfach ausgezeichnet: Mit dem MIPIM-Award gewann der Wohnturm im Jahr 2010 den „Immobilien-Oscar“ in der Kategorie Residential Developments, nachdem er schon 2009 den European Property Award als bestes Hochbauprojekt erhalten hatte. Das Gesamtensemble wirkt zudem als Landmarke: Mit seinen ineinander verschränkten Stockwerken ist der 55 m hohe Wohnturm weithin sichtbar.

Auf dem östlichen Areal direkt daneben baut das Immobilienunternehmen Engel & Völkers ab 2014 einen neuen Firmensitz. Etwa die Hälfte der bis zu 22.000 m2 BGF in dem Gebäude (60) ist für ca. 100 Wohnungen und publikumsbezogene Nutzungen vorgesehen. Wohnungen entstehen sowohl auf der Südseite, als auch in dem 15-geschossigen Turm auf der Nordwestseite. Das Erdgeschoss erhält eine öffentliche Gastronomiefläche sowie einen hochwertigen Ausstellungs- und Präsentationsbereich, in dem Engel & Völkers den Geschäftsbereich Immobilien und Yachten präsentiert. Im Architekturwettbewerb setzte sich das New Yorker Architekturbüro Richard Meier & Partners gegen die Mitbewerber Foster + Partners (London) und Zaha Hadid (London) durch.

Weiter östlich wird das jetzige Kreuzfahrtterminal in absehbarer Zeit durch ein neues Gebäude ersetzt. Das städtebauliche Konzept sieht hier den Neubau eines Hotelgebäudes vor, das auf zwei Ebenen den Abfertigungsbetrieb der Kreuzfahrtschiffe integriert. Gebaut wird es zusammen mit dem südlichen Überseequartier.

Wohnen auf der Kaispitze

Westlich vom Unilever-Haus, an der Spitze des Strandkais, entstehen auf den dortigen drei Grundstücken (55–57) insgesamt ca. 500 Wohneinheiten, darunter auch preisgedämpfte Wohnungen, Genossenschafts- und Baugemeinschaftswohnungen. Die Anhandgabe an die Deutsche Immobilien AG und die Lawaetz-Stiftung (55) sowie Aug. Prien Immobilien, die -HANSA Baugenossenschaft, die Gemeinnützige Baugenossenschaft Bergedorf-Bille sowie den Bauverein der Elbgemeinden (56 & 57) erfolgte 2013. Der Architekturwettbewerb wird im Sommer 2014 entschieden. Vorgesehen sind Blockrandtypologien und zwei städtebauliche Akzente setzende, 55 m hohe Wohntürme. Im Erdgeschoss entstehen neben dem KinderKulturHaus mit über 1.000 m2 weitere spannende Kulturnutzungen, Einzelhandel und Gastronomie. Die vorderen 93 m der Kaispitze bleiben indes frei von Bebauung und werden öffentlicher Platzraum.

Quartiersprofil

  • Größe 8,4 ha
    Gesamt BGF: 243.000 m²

  • Arbeitsplätze und gewerbliche Nutzungen
    Arbeitsplätze: ca. 4.770
    Nutzungen: Büro, Hotel, Einzelhandel, Gastronomie

  • Wohnungen
    630

  • Besondere Einrichtungen
    Kreuzfahrtterminal, Kinderkulturhaus

  • Entwicklungszeitraum
    2005 bis 2020