Quartiere

Kleinteilig und lebendig

Mit dem Quartier Am Sandtorkai/Dalmannkai wurde im -Nordwesten der HafenCity das erste Quartier komplettiert

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Das Quartier Am Sandtorkai/Dalmannkai rund um den Sandtorhafen ist schon lange Zeit geprägt durch eine lebendige und urbane Nachbarschaft, die nicht erst mit der Eröffnung der Elbphilharmonie ihre Vollendung gefunden hat. In dem ersten, 2009 vollständig fertiggestellten Quartier der HafenCity wird schon seit vielen Jahren gewohnt, gearbeitet und gelebt. Nördlich des zentralen, als Traditionsschiffhafen gestalteten Hafenbeckens liegen die acht Neubauten am Sandtorkai (1–8); Büro- und Wohnnutzungen teilen sich diese Flächen direkt gegenüber dem UNESCO-Weltkulturerbe Speicherstadt etwa hälftig. Südlich des Hafenbeckens erstreckt sich die lang gezogene Landzunge des Dalmannkais mit ihren 15 neu entstandenen Gebäudeensembles (9–23), in denen
Wohnnutzung überwiegt.

Wie überall in der HafenCity werden die fünf Meter hohen Erdgeschosse von Geschäften, Galerien, Restaurants, Cafés, Bistros und Bars genutzt. Die unterschiedlichen Nutzungen sind stets feinkörnig gemischt, überwiegend sogar innerhalb des selben Gebäudes. Die Verquickung von Urbanität und Nachbarschaft hat ein kleinteiliges und lebendiges Quartier entstehen lassen, das durch seine rund 1.000 Bewohner ebenso geprägt wird, wie durch die etwa 50 angesiedelten Firmen, Einzelhändler und Gastronomen. Die schwimmende Platzanlage des Traditionsschiffhafens, ein Liegeplatz für bis zu 30 historische Wasserfahrzeuge der Stiftung Hamburg Maritim, bildet den räumlichen Mittelpunkt des Stadtraums.

Städtebaulich eingefasst wird Am Sandtorkai/Dalmannkai von Plätzen und Promenaden, die – wie nahezu alle Freiräume der gesamten westlichen HafenCity – von EMBT (Barcelona) entworfen wurden. Sie gestalten kunstvoll das Wechselspiel von Wasser und Land und lassen hafentypisch strengere Formen mit mediterranen, leichten Einflüssen kontrastieren. Für den Entwurf des Sockels und der Promenade am Sandtorkai waren BHF Landschaftsarchitekten aus Kiel verantwortlich.

Seit Januar 2017 ist mit der Elbphilharmonie das neue Wahrzeichen Hamburgs im Quartier eröffnet. Der Besucheransturm auf das weltweit mit Begeisterung aufgenommene Konzerthaus hat alle Schätzungen übertroffen: lange Ticketschlangen, innerhalb von Minuten ausverkaufte Konzerte und eine öffentliche Plaza, die statt der prognostizierten 1,7 Millionen Besucher pro Jahr im ersten Jahr rund 4,5 Millionen Besucher verzeichnete - ungefähr so viele wie in der Sixtinischen Kapelle in Rom im selben Zeitraum. Fast zehn Jahre wurde an dem Entwurf von Herzog & de Meuron gebaut, nun krönt eine wellenförmig geschwungene, bis zu 110 m hohe Glaskonstruktion die sorgfältig erhaltene Kubatur und imposante Fassade des ehemaligen Kaispeichers A. Auf der in die Elbe hineinragenden Spitze des Dalmannkais liegt sie exponiert und dennoch integriert im hoch verdichteten städtebaulichen Ensemble.

Quartiersübersicht:

  • Größe: 10,9 ha
  • Gesamt-BGF: 257.000 qm
  • Entwicklungszeitraum: 2003 bis 2009
  • Arbeitsplätze: ca. 2.700
  • (inkl. Elbphilharmonie)
  • Gewerbliche Nutzungen: Büro, Einzelhandel, Gastronomie
  • Wohnungen: 746 (zzgl. 45 in der Elbphilharmonie)