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Moringa – Cradle-to-Cradle-inspiriertes Wohnen in der HafenCity Hamburg

16.10.2020
Im Quartier Elbbrücken in der HafenCity Hamburg plant die Moringa GmbH by Landmarken AG als Entwickler gemeinsam mit kadawittfeldarchitektur das in Deutschland erste Wohnhochhaus nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. Eine weitere Besonderheit des Mietwohngebäudes „Moringa“ mit circa 190 Wohneinheiten (viele davon gefördert) sind die begrünten Fassaden, Dach- und Innenhofflächen, die mehr als 100 % der Grundstücksfläche an die Natur zurückgeben. Das verbessert die Luftqualität, mindert Hitzeinseleffekte, erhöht die Biodiversität im gesamten Quartier und bietet Erholungsorte für Bewohner und Besucher. Die Realisierung des ambitionierten Bauvorhabens ist bis 2024 vorgesehen.
Das Ensemble aus drei Bauteilen gruppiert sich um einen grünen Innenhof. Als reines Mietwohngebäude mit variablen Grundrissen und einem Drittel geförderten Wohnungen wendet sich der Neubau an unterschiedliche soziale Schichten und leistet damit auch einen Beitrag zur Entspannung des Mietwohnungsmarktes. Nach aktueller Planung sollen in Summe circa 190 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von rund 11.900 m² entstehen. Darunter Co-Living-Bereiche mit gemeinschaftlich genutzten Aufenthaltsräumen, Küchen und Terrassen.

Im Unter- und Erdgeschoss ist eine Kita mit Außenbereich vorgesehen. Darüber hinaus sind Co-Working-Spaces vorgesehen, denen per App buchbare Multifunktionsräumen zugeschaltet werden können. Weitere Flächen für Gastronomie und Handel ergänzen den Nutzungsmix und sorgen für die Entwicklung einer Stadtloggia und eines lebendigen Quartiers. Eine Tiefgarage bietet Platz für über 400 Fahrrad- und rund 50 PKW-Stellplätze (viele mit Ladeinfrastruktur), von denen 30 % für Car-Sharing vorbehalten sind.

Beachtenswert ist die Bauweise des neuen Wohnhochhauses: Dem Cradle-to-Cradle-Prinzip folgend werden überall, wo möglich, rezyklierbare und gesunde Materialien sortenrein trennbar, rückbaubar und wiederverwertbar zueinander gefügt. Das Bauwesen entwickelt sich dadurch langfristig zu einer Kreislaufwirtschaft, die Gebäude auch als eine Art ‚Materiallager‘ versteht. Statt Müll und Entsorgungskosten am Ende des Lebenszyklus zu produzieren, werden ein wirtschaftlicher Mehrwert generiert und Ressourcen geschont.

Insgesamt entsteht, horizontal und vertikal, mehr Grünfläche als überbaut wird. Die Fassade wirkt als ‚Grüne Lunge‘ des Quartiers, indem sie kühlende und luftreinigende Funktionen übernimmt und Sauerstoff erzeugt. Sie trägt zur Artenvielfalt in der Stadt bei, prägt den Lebensraum der Bewohnerinnen und Bewohner und bestimmt das Gebäude auch gestalterisch. Die Dachgärten und der grüne Innenhof dienen zudem als Retentionsflächen für Regenwasser und der privaten und gemeinschaftlichen Nutzung, für Erholung, Urban Farming, Arbeiten und Austausch.

Der Name des Moringa leitet sich übrigens von einer gesunden „Superpflanze“ ab, dem sogenannten Wunderbaum Moringa Olifeira, dem viele positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Ein passender Name für Deutschlands erstes Cradle-to-Cradle-Wohnhochhaus.

Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH: „Die HafenCity und insbesondere das Quartier Elbbrücken hat sich zu einem großen Zukunftslabor für nachhaltiges Bauen entwickelt. Das Wohnhochhaus der Moringa GmbH by Landmarken AG mit einem konsequent durchdachten Konzept der Zirkularität und Ressourcenschonung, verbunden mit einer intensiven Begrünung, ist dafür ein besonders ambitioniertes Beispiel. Es ist beinahe schon mehr als Cradle-to-Cradle. Es zeigt, dass wir auf der Ebene einzelner großer, urbaner Gebäude viel dazu beitragen können, Stadt nachhaltig zu denken und zu bauen.“

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg: 
„Endlich kommt das Thema Cradle-to-Cradle in Gang und das gleich mit überzeugender Architektur am Baakenhafen. Man sieht den Häusern an, dass sie anders gedacht und geplant sind. Diese neue ökologische Rationalität kann zu anderen architektonischen Gesichtern führen. Das finde ich mehr als erfreulich.“

Gerhard Wittfeld, Architekt, kadawittfeldarchitektur:
 „Moringa wird als grüne Oase einen aktiven Beitrag zur Verbesserung des Klimas und der Luftreinheit in der HafenCity leisten und die Lebensqualität seiner Bewohner und des umgebenden Quartiers steigern. Das erste C2C-inspirierte Wohnhochhaus Deutschlands schafft mit einem hybriden Nutzungsmix Mehrwerte, die dem ganzen Quartier zugutekommen.“

Vanja Schneider, Geschäftsführung, MORINGA GmbH by LANDMARKEN AG: „Hamburg ist attraktiv und steht gerade deshalb vor den typischen Herausforderungen einer Weltstadt: steigende Mietpreise, schlechte Luftqualität, hoher Flächenverbrauch. All dem setzt Moringa eine Alternative entgegen: Als grüne Oase reinigt das Gebäude die Luft, bietet bezahlbaren Wohnraum und jede Menge Grünflächen. So verstehen wir Moringa: ein Gebäude wie eine heilbringende Pflanze. Das ist unser Versprechen an Hamburg: Wir entwickeln das gesündeste Haus der Stadt!“

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