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Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Bauen und grüne Energie

Wie Nachhaltigkeit Stadt macht

Da sich ein Großteil der Bevölkerung in urbanen Räumen konzentriert, spielen Städte eine zentrale Rolle bei der Bewältigung ökologischer Herausforderungen wie Klimaschutz, Ressourcenschonung und Anpassung an den Klimawandel. In der HafenCity ist Nachhaltigkeit daher kein abstraktes Leitbild, sondern prägt die Konzeption und den Alltag des gesamten Stadtteils.

Als eines der größten innerstädtischen Entwicklungsgebiete Europas bietet die HafenCity die besondere Möglichkeit, ökologische Anforderungen frühzeitig, verbindlich und über Jahrzehnte hinweg umzusetzen. Denn wo Stadtteile bereits gebaut sind, ist nur eine schrittweise Anpassung möglich. Nachhaltige Lösungen wurden in dem neuen Stadtteil dafür von Beginn an mitgedacht. Dies gilt neben einer zukunftsorientierten Mobilität mit starkem ÖPNV und dem modernen Hochwasserschutz insbesondere für das Bauen und das Betreiben von Gebäuden. Diese Ziele wurden frühzeitig im Städtebau verankert. Zudem werden sie bis ins einzelne Gebäude, da Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg maßgeblich den Energieverbrauch, die Emissionen sowie die soziale und kulturelle Qualität des Stadtteils beeinflussen.

Hohe Standards für nachhaltiges Bauen

Den aktuellen Rahmen für nachhaltiges Bauen bildet die im Juni 2023 eingeführte DGNB Sonderauszeichnung Umweltzeichen, die gemeinsam von der HafenCity Hamburg GmbH und der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen entwickelt wurde. Sie bündelt die Nachhaltigkeitsanforderungen für neue Projekte und verknüpft diese mit dem etablierten DGNB-System. Im Fokus stehen insbesondere der aktive Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung, die Förderung von Biodiversität und eines verträglichen Mikroklimas, die gebäudenahe Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen sowie Ressourcenschonung und Kreislauforientierung. Ergänzend werden Aspekte wie barrierefreie Nutzbarkeit und nachhaltige Mobilität berücksichtigt.

Diese aktuellen Standards bauen auf einer langjährigen Entwicklung auf. Bereits 2007 hatte die HafenCity Hamburg GmbH ihr eigenes Umweltzeichen entwickelt. Das Umweltzeichen HafenCity setzte deutschlandweit ein Beispiel für verbindliche Maßstäbe des nachhaltigen Bauens und Betreibens, die kontinuierlich weiterentwickelt wurden. Es hat intensiv dazu beigetragen, Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft zu verankern und die Qualität von den Neubauten stetig zu steigern.

 Reallabor für zukunftsfähiges Bauen

Über die Jahre hat sich die HafenCity zu einem Reallabor für nachhaltiges und zukunftsfähiges Bauen entwickelt. Zahlreiche Projekte erproben neue Bauweisen, Materialien und Planungsansätze mit dem Ziel, den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden stärker zu berücksichtigen und insbesondere die sogenannte graue Energie zu reduzieren. Dazu zählen der Einsatz regenerativer und recycelter Baustoffe, CO₂-reduzierter Materialien, betonsparender Konstruktionen sowie modularer Bauweisen – zum Beispiel in zahlreichen Wohnvorhaben in den Quartieren Baakenhafen und Elbbrücken, aber auch in vielen innovativen Bürogebäuden.

Ergänzend tragen Photovoltaikanlagen, digitale Steuerungssysteme sowie die zunehmende Begrünung von Dächern und Fassaden zu einem ressourcenschonenden Gebäudebetrieb bei. Diese Maßnahmen verbessern nicht nur die Energieeffizienz, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zu einem besseren Mikroklima und zur Förderung der Biodiversität im Stadtteil.

Grüne Wärmeenergie

Ein wesentlicher Baustein des Nachhaltigkeitskonzepts der HafenCity ist die nachhaltige Wärmeversorgung. Um die hohen energetischen Anforderungen an die Gebäude auch infrastrukturell zu ermöglichen, sind sämtliche Gebäude an leistungsfähige Wärmenetze angeschlossen. In der westlichen HafenCity wird ein effizientes Fernwärmenetz durch erneuerbare und CO₂-reduzierende Erzeugungsanlagen ergänzt. In der östlichen HafenCity kommt ein dezentrales Nahwärmenetz mit einem hohen Anteil emissionsfreier industrieller Abwärme zum Einsatz. Dadurch lassen sich im Vergleich zu konventionellen, erdgasbasierten Wärmeversorgungen erhebliche CO₂-Einsparungen erzielen. Die Versorgung der östlichen HafenCity mit klimafreundlicher Wärme war von der HafenCity Hamburg GmbH bereits 2009 angeschoben worden. Ab Herbst 2026 wird auch die Veddel an das enercity-Wärmenetz angeschlossen, das inzwischen bereits die östliche HafenCity, Rothenburgsort und Teile der Peute mit Abwärme aus der Kupferproduktion von Aurubis versorgt. 

Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom

Die HafenCity ist eine Erweiterung der und vereint Arbeiten, Wohnen, Bildung, Kultur, Freizeit, Einzelhandel und Tourismus. 2025 eröffnete im Westfield Hamburg Überseequartier das neue Cruise Center HafenCity, das ab 2026 mit moderner Landstromtechnologie ausgestattet wird, sodass Kreuzfahrtschiffe während ihrer Liegezeit grünen Strom beziehen können. Damit erfüllt Hamburg sein Ziel, alle permanenten Kreuzfahrtterminals mit Landstromanlagen auszustatten – und dies bereits vier Jahre vor Inkrafttreten der EU-weiten Landstrompflicht. Bereits heute ist die Akzeptanz von Landstrom hoch, und es bestehen verbindliche Nutzungsvereinbarungen mit großen Kreuzfahrtreedereien. Ab 2027 erwartet die Stadt, dass alle technisch geeigneten Schiffe Landstrom nutzen, sofern dies möglich ist. Die HafenCity ist also auf bestem Weg, ihrer Vorreiterrolle als nachhaltiges Stadtentwicklungsprojekt auch bei dieser Thematik gerecht zu werden.

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Nachhaltiges Bauen

Mit dem deutschlandweit ersten Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen hat die HafenCity Hamburg GmbH 2007 eine Pionierrolle eingenommen.
Juni 2023, 30 Seiten

Mobilität

Smart Mobility HafenCity

Nicht nur in Bezug auf nachhaltige Gebäude werden in der HafenCity Pionierleistungen erbracht. Auch das Mobilitätskonzept setzt besondere Maßstäbe.