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Autoarmer 10-Minuten-Stadtteil: Start des quartiersübergreifenden, stationären CarSharings in der östlichen HafenCity

05.08.2021
In den autoarmen HafenCity Stadtteilen Baakenhafen und Elbbrücken startet im Herbst dieses Jahres ein deutschlandweit einzigartiges CarSharing-Angebot. In insgesamt 30 Tiefgaragen der dortigen Wohn- und Geschäftshäuser steht den Bewohner:innen und Beschäftigten eine größtenteils elektrisch betriebene Flotte unmittelbar und quartiersübergreifend nach Fertigstellung der Gebäude zur Verfügung. 
cambio CarSharing hat sich in dem Wettbewerb um den Betrieb des CarSharings in der östlichen HafenCity durchgesetzt, den die Gesellschaft zur Koordination für nachhaltige Mobilität (GKNM), eine Tochter der HafenCity Hamburg GmbH, ausgelobt hatte. Heute gaben Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH und Joachim Schwarz, Geschäftsführer der cambio-Gruppe, den Startschuss im Beisein von Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen und Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende. Das CarSharing-System ist ein zentrales ergänzendes Element des durch aktive Mobilität und sehr gute öffentliche Verkehrsmittelanbindungen geprägten autoarmen 10-Minuten-Stadtteils HafenCity. Es reduziert den Bedarf nach privatem Fahrzeugbesitz weiter.

Das Smart Mobility Konzept der östlichen HafenCity erleichtert es Bewohnenden und Beschäftigten, von einem privaten Fahrzeug auf eine alternative Fortbewegung umzusteigen. Je nach Bedarf können die Wege zu Fuß, per Fahrrad, öffentlichem Verkehr und CarSharing zurückgelegt werden. Das quartiersübergreifende und stationsbasierte CarSharing-System wird als verlässliches Angebot aus den Tiefgaragen heraus für alle dortigen Nutzer:innen betrieben. Buchung und Zurverfügungstellung der Fahrzeuge wird vollständig digitalisiert über mobile Applikationen erfolgen, was auch den flächendeckenden Zugang zu den 30 digital integrierten privaten Tiefgaragen regelt. Zu diesem Zweck wird ein einheitliches Zugangssystem installiert, das sowohl die Zu- und Ausfahrt der CarSharing-Fahrzeuge als auch den fußläufigen Zu- und Ausgang der Angebotsnutzenden aus anderen Gebäuden in die Tiefgarage dauerhaft ermöglicht.

cambio startet im Herbst zunächst mit einer Flotte von 13 Fahrzeugen an sechs Stationen in den Tiefgaragen. Im Verlauf der Quartiersentwicklung ist ein Fahrzeugbestand von rund 100 CarSharing-Fahrzeugen verschiedener Fahrzeugtypen vorgesehen. Zu Beginn besteht die Flotte zu 60 Prozent aus Elektroautos – dieser Anteil erhöht sich bis 2025 auf mindestens 90 Prozent. Geladen wird zu 100 Prozent zertifizierter Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH: „Das Smart-Mobility-Konzept für die östliche HafenCity vereint eine zukunftsweisende und herausragende ÖPNV-Anbindung der Quartiere, Stadtstruktur mit aktiver Mobilität und ein komplementäres Angebot des motorisierten Individualverkehrs mit maximal 0,4 Stellplätzen pro Wohneinheit. Das stationsbasierte quartiersübergreifende CarSharing trägt zum CO2-armen, effizienten innerstädtischen Verkehr der Stadt von morgen bei: Die Haushalte und Unternehmen können Pkw nutzen, gleichzeitig müssen sie aber auch keine Autos besitzen. So entsteht ein Reallabor zur Erprobung neuer komplexer Mobilitätsansätze auf Stadtteilebene, das zugleich als das größte Innovationsprojekt für CarSharing und Elektromobilität im Rahmen eines Stadtentwicklungsvorhabens in Europa gelten kann.“

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: 
„Immer mehr Menschen wünschen sich nicht nur bezahlbares Wohnen in guter Qualität, sondern dazu eine Mobilität ohne eigenen Parkplatz vor der Haustür. Das heißt: Das Wohnen und die Mobilität müssen immer zusammen gedacht werden, und genau das tun wir. Wenn wir beispielsweise – wie jetzt in der HafenCity – in Verbindung mit attraktiven Carsharing-Angeboten nur begrenzt private Parkplätze in Tiefgaragen vorsehen, dann macht es das Bauen und damit das Wohnen günstiger. Auf diese Weise finden wir Lösungen, die unterschiedliche Mobilitätsformen anbieten, die öffentlichen Räume für den Menschen und die Natur zurückgewinnen und die Quartiere und ihre Zentren insgesamt stärken. Das Ergebnis ist eine höhere Lebensqualität durch gleichermaßen höhere Nutzerfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. Damit steigt die Attraktivität der Quartiere für Menschen aller Einkommensgruppen.“

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende:
 „Das stationäre Carsharing-Angebot von cambio wird ein Eckpfeiler unseres ITS-Ankerprojekts ‘Smart Mobility HafenCity‘. Die Gestaltung des Straßenraums in den Quartieren wirkt sich direkt auf die Lebensqualität in unserer Stadt aus - Mobilitätswende und Stadtentwicklung müssen dabei Hand in Hand gehen. Bei der Entwicklung der östlichen HafenCity nutzen wir von Anfang an die Chance, die Mobilität der Zukunft in das Quartier zu integrieren. Für die Mobilitätswende und den Klimaschutz im Verkehr brauchen die Hamburgerinnen und Hamburger überzeugende und komfortable Alternativen zum eigenen PKW. Ein breites Carsharing-Angebot trägt dazu bei, dass weniger Autos auf den Straßen sind, wir mehr Platz für alle Verkehrsteilnehmenden haben und trotzdem jederzeit nach Bedarf ein passendes Auto ausgeliehen werden kann.“

Joachim Schwarz
, Geschäftsführer der cambio-Gruppe: „Die Stadt Hamburg ist in jüngster Vergangenheit deutlich dynamischer in Richtung Verkehrswende unterwegs. Eine autoarme Innenstadt, die Radverkehrsförderung und Verbesserungen im öffentlichen Verkehr sind ein guter Start. Nun kommt mit dem Baakenhafen ein städtebaulicher Impuls hinzu. Autoreduziertes Wohnen ist eines unserer Steckenpferde. Schon lange arbeiten wir mit zukunftsorientierten Wohnungsbauunternehmen zusammen. Dass wir das jetzt für ein ganzes Quartier, und zudem mit einem hohen Anteil reiner, kleiner Elektroautos, längerfristig realisieren können, macht uns glücklich. Gerne mehr davon.“

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