Presse

Null-Emissionshaus feiert Richtfest

21.09.2026
Pionierprojekt des CO2-neutralen Bauens wird in der HafenCity erlebbar – Vermarktung der hochwertigen Büroflächen startet.
Mit dem Null-Emissionshaus feiert ein Pioniervorhaben des verantwortungsvollen Bauens in der HafenCity Richtfest. Das Bürogebäude wird seine CO2-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus ausgleichen – nicht zuletzt, weil es ab dem ersten Obergeschoss überwiegend aus Holz errichtet wird. Jetzt hat das Null-Emissionshaus in unmittelbarer Nähe des Überseequartiers seine volle Höhe erreicht..  

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Das Null-Emissionshaus ist ein besonderes Projekt für Hamburg, weil es zeigt, was beim ressourcenschonenden Bauen heute möglich ist. Als künftiger Sitz der HafenCity Hamburg GmbH hat das Gebäude dabei einen besonderen Modellcharakter: Es macht innovative Ansätze beim Bauen, bei der Energieversorgung und beim Umgang mit Materialien unmittelbar erlebbar und schafft zugleich einen Ort, an dem diese Erfahrungen weitergegeben werden können. Mit seiner zentralen Lage in der HafenCity und seiner begrünten Fassade setzt das Null-Emissionshaus zudem ein sichtbares Zeichen für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Dass dabei der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes betrachtet wird, macht das Vorhaben besonders wertvoll für die Weiterentwicklung des nachhaltigen Bauens in Hamburg.“

Dr. Andreas Kleinau, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH: „Wie sehen die Bürogebäude von morgen aus? Wie gehen wir nicht nur heute verantwortungsvoll mit Ressourcen um? Welchen Mehrwert bietet ein neues Vorhaben der gebauten Umwelt? Das Null-Emissionshaus testet zukunftsweisende Denk-, Planungs- und Bauweisen. Es setzt dabei auf ein gesundes und besonderes Arbeitsplatzklima. Das gelingt auch dank alternativer Baustoffe wie Holz und Lehm. Das Null-Emissionshaus wird über seinen gesamten Lebenszyklus eine neutrale CO2-Bilanz erreichen. Dank begrünter Fassaden mindert es das Mikroklima vor Ort und reagiert auf steigende Temperaturen in der Stadt. Alles gepaart mit einer wohltuenden Architektursprache, die das Gebäude gut in den urbanen Kontext vor Ort einfügt.“

Christian Pelzeter, Gesellschafter heinlewischer: „Selten bietet sich im Berufsleben eines Architekten die Gelegenheit, für solch ein zukunftsweisendes Projekt Teil eines Teams zu sein. Das Null-Emissionshaus hat uns ermöglicht, ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele mit innovativen baulichen Lösungen zu verbinden. Dabei sind wir als Planerteam oft neue Wege gegangen und haben neue bauliche Lösungen gefunden, die für zukünftige Bauvorhaben als Modell dienen können.  Ich bedanke mich sehr herzlich bei der HafenCity als Bauherrin, die an der Vision eines bilanziell CO2-neutralen Bürogebäudes ohne Abstriche festgehalten hat, und bei allen an der Planung beteiligten Fachdisziplinen und Behörden. Nachhaltigkeit entsteht im Team!“

Der Einsatz von Materialien und Technik wurde für das Null-Emissionshaus sorgfältig ausgewählt. Dazu gehört neben dem Holzbau der Einsatz von emissionsreduziertem Beton sowie innovative Lehmdecken, die für ein natürliches Raumklima sorgen. Der konstruktive Holzbau und die Fassaden werden nach einem Entwurf des Architekturbüros heinlewischer (Berlin) von der bei Münster ansässigen Ueding Modulbau GmbH mit Hölzern aus Deutschland, Österreich und Dänemark errichtet. Im Null-Emissionshaus kommen keine fossilen Energieträger zum Einsatz, sondern Geothermie und eine hocheffiziente Wärmepumpe. Mit Hilfe seiner Photovoltaik-Anlage wird das Null-Emissionshaus übers Jahr mehr Strom produzieren, als es selbst verbraucht.

Von der Errichtung über den Betrieb bis hin zum späteren Rückbau wurden auch die Prinzipien des zirkulären Bauens konzeptionell berücksichtigt.Das Null-Emissionshaus befindet sich in unmittelbarer Nähe des Überseequartiers in der zentralen HafenCity. Dank seiner hervorragenden ÖPNV-Anbindung mit U-Bahn und Bus wurde auf Kfz-Stellplätze gänzlich verzichtet. Stattdessen sind 150 Fahrrad-Stellplätze vorgesehen. Im Keller des Gebäudes sind Teile der bereits in Betrieb genommenen Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe im Cruise Center HafenCity untergebracht. 

Seit dem Abschluss des Rohbaus Ende 2025 wurden die weiteren Geschosse aus Holz errichtet. Die Gebäudehülle ist über das Erdgeschoss und fünf Etagen nahezu vollendet. Parallel dazu wird die Holzfassade montiert. Die Fassade wird mit rund 450 Kletterpflanzen begrünt, die in Berlin und Potsdam in einem Freiraumlabor getestet wurden. Die Pflanzen werden für natürliche Verschattung und eine Verbesserung des Mikroklimas sorgen. Durch das Konzept kann auf große Teile eines außenliegenden beweglichen Sonnenschutzes verzichtet werden.

Innerhalb des Gebäudes sorgen die Baustoffe Holz und Lehm für hohe Aufenthaltsqualität. Fensterflächen und Balkone bieten viel Tageslicht. Die flexibel teilbaren Büroflächen ermöglichen unterschiedliche Arbeitsplatzkonzepte. Ergänzt wird das Raumangebot von rund 6.300 qm Mietfläche durch eine rund 360 Quadratmeter große Dachterrasse. Die HafenCity Hamburg GmbH führt aktuell eine Bedarfsanalyse für ihren eigenen Büroflächenbedarf durch. Die Vermarktung der Büroflächen für weitere Nutzer hat bereits begonnen. Gerade für Unternehmen mit hohen ESG-Ansprüchen entsteht mit dem Null-Emissionshaus ein Angebot, das auf dem Hamburger Büromarkt derzeit kaum vergleichbar ist.