Soziale Entwicklung
Urbanität im sozialen Kontext
Die HafenCity hat sich innerhalb weniger Jahre aus einem ehemals rauen Hafenmilieu in einen urbanen Stadtraum mit vielfältigen sozialen, kulturellen und politischen Entfaltungsmöglichkeiten entwickelt. Jahr für Jahr verzeichnet die HafenCity ein stetiges Wachstum der Bevölkerung und auch die Anzahl der Beschäftigten steigt kontinuierlich. Mittlerweile leben hier rund 11.000 Menschen in über 5.500 Wohnungen. Nach Vollendung des Stadtteils werden in der HafenCity an die 16.000 Menschen wohnen und 45.000 Menschen ihren Arbeitsplatz haben.
Bemerkenswert ist der hohe Anteil der Haushalte mit Kindern, der mit 26,9 Prozent (Stand Ende 2024) deutlich über dem Hamburger Durchschnitt von 17,7 Prozent liegt. Der Anteil der unter 18-Jährigen liegt bei knapp 21 Prozent. In der gesamten Hamburger Bevölkerung liegt dieser Anteil bei 16,7 Prozent, im Bezirk Hamburg Mitte bei 16,2 Prozent.
Für einen funktionierenden urbanen Stadtteil ist es wichtig, dass ein Miteinander von Personen aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Milieus entsteht und nachbarschaftsbildende Strukturen mitgedacht und umgesetzt werden. Voraussetzung dafür sind ein diversifiziertes Wohnraumangebot für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, soziale Infrastrukturen, die den Bedürfnissen von Jung und Alt gerecht werden, aber auch ein die verschiedenen Gruppen berücksichtigender Beteiligungs- und Teilhabeprozess.
Sozial durchmischtes Wohnungsangebot
Um den verschiedensten Bevölkerungsgruppen Zugang zum Wohnen in der HafenCity zu ermöglichen, werden von kommerziellen und gemeinnützigen Bauherr:innen Miet- und Eigentumswohnungen auf unterschiedlichem Preisniveau realisiert. Seit 2010 sind mindestens 20 Prozent und seit 2011 mindestens ein Drittel aller Wohnungen öffentlich gefördert. Durch den sogenannten Drittelmix wird die die Diversität des Wohnungsangebots nochmals deutlich erhöht. Im Januar 2025 liegt der Anteil der Sozialwohnungen in der HafenCity bei über einem Viertel (26,5 Prozent). Hamburgweit liegt er bei 7,9 Prozent, im Bezirk Hamburg Mitte bei 13,8 Prozent.
Neben der preislichen Differenzierung trägt die Auswahl der Bauherr:innen zu einer Diversität der Wohnkonzepte bei. Neben privaten Bauherr:innen, Baugemeinschaften und Baugenossenschaften errichten verschiedenste soziale Trägerschaften ein äußerst vielfältiges und sozial gemischtes Wohnungsangebot. Ermöglicht wird diese Entwicklung durch eine die öffentlichen Grundstücke betreffende Vergabepraxis, die das Konzept (70 Prozent) stärker als den Preis (30 Prozent) gewichtet.
Insbesondere in der östlichen HafenCity entsteht eine ganz besondere Konzeptvielfalt, die das Quartier zum Wohn- und Begegnungsort unterschiedlichster Alters- und Sozialgruppen macht. Die Wohnbauvorhaben umfassen unter anderem Mehr-Generationen-Wohnen für Familien, Studierende, Personen höheren Alters sowie Menschen mit Behinderung. So hat der gemeinnützige Träger Hamburg Leuchtfeuer bereits im Jahr 2020 das Festland, ein Wohnprojekt für chronisch kranke junge Menschen, eröffnet. Die Alsterdorf Assistenz West ermöglicht Menschen mit Behinderung betreutes Wohnen in den eigenen vier Wänden.
Zu den aktuellen Erweiterungen des sozial durchmischten Wohnungsangebots in der HafenCity zählt das 2024 fertiggestellte Holzhochhaus Roots, das neben Eigentumswohnungen sozial geförderte Mietwohnungen bietet. Im ebenfalls 2024 bezogenen Ensemble am Strandkai sind 113 preisgedämpfte Genossenschaftswohnungen entstanden. Im Jahr 2026 sollen das Co-Housing-Projekt wehouse sowie das Wohnprojekt Moringa, in dem über ein Drittel der Mietwohnungen öffentlich gefördert sind, bezogen werden – mehr als 250 Wohnungen zusammen genommen. Im Elbbrückenquartier entsteht voraussichtlich bis zum Wintersemester 2026/2027 ein Studierendenhaus mit Platz für 370 Studierende.
Im Fokus: Baugemeinschaften
Die HafenCity Hamburg GmbH treibt das Bauen und Wohnen in Baugemeinschaften seit vielen Jahren voran. Baugemeinschaften sind ein wichtiges Element sozial orientierter Stadtentwicklung. Sie schaffen Raum für die Selbstorganisation und Gestaltungsfreiheit der Beteiligten. Die Dichte von Baugemeinschaften ist besonders in der östlichen HafenCity hoch: 13 Projekte in dieser Bauträgerform wurden allein im Quartier Baakenhafen realisiert.
Die Konzepte variieren vom gemeinsamen Leben im Alter über Zusammenschlüsse von Musiker:innen und Kreativen bis zu Gemeinschaften von Menschen mit Behinderung. Besonders Familien mit Kindern haben in den Baugemeinschaften in der östlichen HafenCity Wohnraum gefunden. Für ihre Bewohner:innen stiften Baugemeinschaften Identifikation mit dem Stadtteil und schaffen Potenzial für engagierte Nachbarschaften.
In den vergangenen Jahren hat sich das Spektrum der Baugemeinschaftsträger ausgeweitet: Neben Baugemeinschaften als Kleingenossenschaft oder im Eigentum werden auch solche unter dem Dach großer Bestandsgenossenschaften umgesetzt. Im Sinne einer kostengünstigen Wohnraumversorgung und sozialer Mischung bietet eine Diversifikation der Trägerschaften großes Potenzial für künftige Entwicklungsvorhaben.
Im Auftrag der HafenCity Hamburg GmbH haben Dr. Matthias Borscheid und Prof. Dr. Ingrid Breckner die Bedingungen und das Selbstverständnis von Baugemeinschaften in der HafenCity untersucht. Die Studie finden Sie in hier und in unserer Mediathek zum Download. Eine gekürzte Fassung der Studie ist zudem in der August-Ausgabe des Journals "Planerin" erschienen.
Mehr-Generationen-Stadtteil
Anders als in vielen beliebten innerstädtischen Quartieren dominieren in der HafenCity nicht die Ein-Personen-Haushalte. Stattdessen gibt es eine die Nachbarschaft fördernde Mischung, bei der Familien und ältere Menschen, aber auch andere Gruppen wie Studierende eine besondere Bedeutung haben. Die durchschnittliche HafenCity-Haushaltsgröße beträgt 2,2 Personen. In Eimsbüttel, St. Pauli oder der Neustadt liegt dieser Wert bei 1,5. Hamburgweit und im Bezirk Mitte liegt der Anteil von Ein-Personen-Haushalten bei über 55 Prozent, in der HafenCity bei etwas mehr als einem Drittel (37 Prozent).
Um den vielfältigen Ansprüchen von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen gerecht zu werden, entsteht zudem eine vielfältige soziale Infrastruktur. Dazu zählen die Bildungs- und Sportinfrastruktur, Grün- und Freizeitanlagen sowie zwei Gemeinschaftshäuser, von denen das erste im Jahr 2025 eröffnet wurde. Mit voraussichtlich insgesamt 13 Kindertagesstätten, zwei Grundschulen und der weiterführenden Schule (Stadtteilschule und Gymnasium) sowie sechs Universitäten und Hochschulniederlassungen verfügt die HafenCity über ein hervorragendes Bildungsangebot.
Die Sportinfrastruktur besteht aus einer Vielzahl multifunktional nutzbarer Grünanlagen, Plätze und Promenaden sowie spezieller Sporteinrichtungen, z. B. Streetball- und Skater-Anlagen sowie zwei Fußballplätze, die Mannschaften aus der HafenCity vorbehalten sind: Am Berliner Tor und im Quartier Oberhafen wurden diese Plätze 2025 eröffnet. Drei große Spielplatzanlagen ziehen auch Familien aus anderen Stadtteilen in die HafenCity.
Nachbarschaftliches Engagement
Eine besondere Bedeutung für das nachbarschaftliche Engagement kommt den beiden Gemeinschaftshäusern im Grasbrook- und Baakenpark zu. Sie dienen als Knotenpunkt für soziales, nicht-kommerzielles Engagement und als Raum für nachbarschaftliches Miteinander – etwa durch Bildungs-, Spiel und Kreativangebote, Beratungs- und Informationsleistungen, Organisation von Workshops und Kursen und als Treffpunkt. Der operative Betrieb des ersten Gemeinschaftshauses wird seit Anfang 2025 durch den Verein Quartiersmanagement HafenCity mit einem umfangreichen Programmangebot organisiert. Die Eröffnung des zweiten Gemeinschaftshauses im Baakenpark ist für 2026 vorgesehen.
Der Verein Quartiersmanagement HafenCity bündelt die Interessen und Belange unterschiedlicher Gruppen- Eigentümer:innen, Mieter:innen, Gewerbetreibende, soziale und stadtteilbezogene Einrichtungen und Initiativen sowie kultur- und bildungsbezogene Einrichtungen –, um gemeinsam mit ihnen dauerhaft zu einer nachbarschaftlichen, inklusiven und lebendigen HafenCity beizutragen.
Weitere Informationen: unsere-hafencity
Vielfältige Beteiligungsprozesse
Anders als bei anderen städtebaulichen Projekten gab es in der HafenCity zu Beginn praktisch keine Bewohnerschaft. Erst mit Bezug der ersten Wohnungen und Gewerbeflächen entwickelte sich ein verstärktes zivilgesellschaftliches Interesse an der konkreten Ausgestaltung. Die HafenCity Hamburg GmbH förderte gezielt Initiativen und Vereine für Nachbarschaft und Sport, zum Beispiel das Netzwerk HafenCity e. V. oder die Sportvereine Störtebeker SV, FC Hamburg HafenCity und Spielhaus HafenCity e. V .Auch die breitere Nachbarschaft wird regelmäßig einbezogen und für die Ausgestaltung von Spielplätzen oder Sportangeboten die Vorstellungen Kindern und Jugendlichen berücksichtigt. Für regelmäßige Informationen und Gespräche steht das InfoCenter der HafenCity Hamburg GmbH zur Verfügung, das 2026 in das Quartier Baakenhafen zieht.
Mehr-Generationen-Stadtteil
Anders als in vielen beliebten innerstädtischen Quartieren dominieren in der HafenCity nicht die Ein-Personen-Haushalte. Stattdessen gibt es eine die Nachbarschaft fördernde Mischung, bei der Familien und ältere Menschen, aber auch andere Gruppen wie Studierende eine besondere Bedeutung haben. Die durchschnittliche HafenCity-Haushaltsgröße beträgt 2,2 Personen. In Eimsbüttel, St. Pauli oder der Neustadt liegt dieser Wert bei 1,5. Hamburgweit und im Bezirk Mitte liegt der Anteil von Ein-Personen-Haushalten bei über 55 Prozent, in der HafenCity bei etwas mehr als einem Drittel (37 Prozent).
Um den vielfältigen Ansprüchen von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen gerecht zu werden, entsteht zudem eine vielfältige soziale Infrastruktur. Dazu zählen die Bildungs- und Sportinfrastruktur, Grün- und Freizeitanlagen sowie zwei Gemeinschaftshäuser, von denen das erste im Jahr 2025 eröffnet wurde. Mit voraussichtlich insgesamt 13 Kindertagesstätten, zwei Grundschulen und der weiterführenden Schule (Stadtteilschule und Gymnasium) sowie sechs Universitäten und Hochschulniederlassungen verfügt die HafenCity über ein hervorragendes Bildungsangebot[AB1] .
Die Sportinfrastruktur besteht aus einer Vielzahl multifunktional nutzbarer Grünanlagen, Plätze und Promenaden sowie spezieller Sporteinrichtungen, z. B. Streetball- und Skater-Anlagen sowie zwei Fußballplätze, die Mannschaften aus der HafenCity vorbehalten sind: Am Berliner Tor und im Quartier Oberhafen wurden diese Plätze 2025 eröffnet. Drei große Spielplatzanlagen ziehen auch Familien aus anderen Stadtteilen in die HafenCity.
Nachbarschaftliches Engagement
Eine besondere Bedeutung für das nachbarschaftliche Engagement kommt den beiden Gemeinschaftshäusern im Grasbrook- und Baakenpark zu. Sie dienen als Knotenpunkt für soziales, nicht-kommerzielles Engagement und als Raum für nachbarschaftliches Miteinander – etwa durch Bildungs-, Spiel und Kreativangebote, Beratungs- und Informationsleistungen, Organisation von Workshops und Kursen und als Treffpunkt. Der operative Betrieb des ersten Gemeinschaftshauses wird seit Anfang 2025 durch den Verein Quartiersmanagement HafenCity mit einem umfangreichen Programmangebot organisiert. Die Eröffnung des zweiten Gemeinschaftshauses im Baakenpark ist für 2026 vorgesehen.
Der Verein Quartiersmanagement HafenCity bündelt die Interessen und Belange unterschiedlicher Gruppen- Eigentümer:innen, Mieter:innen, Gewerbetreibende, soziale und stadtteilbezogene Einrichtungen und Initiativen sowie kultur- und bildungsbezogene Einrichtungen –, um gemeinsam mit ihnen dauerhaft zu einer nachbarschaftlichen, inklusiven und lebendigen HafenCity beizutragen.
Weitere Informationen: unsere-hafencity
Vielfältige Beteiligungsprozesse
Anders als bei anderen städtebaulichen Projekten gab es in der HafenCity zu Beginn praktisch keine Bewohnerschaft. Erst mit Bezug der ersten Wohnungen und Gewerbeflächen entwickelte sich ein verstärktes zivilgesellschaftliches Interesse an der konkreten Ausgestaltung. Die HafenCity Hamburg GmbH förderte gezielt Initiativen und Vereine für Nachbarschaft und Sport, zum Beispiel das Netzwerk HafenCity e. V. oder die Sportvereine Störtebeker SV, FC Hamburg HafenCity und Spielhaus HafenCity e. V .Auch die breitere Nachbarschaft wird regelmäßig einbezogen und für die Ausgestaltung von Spielplätzen oder Sportangeboten die Vorstellungen Kindern und Jugendlichen berücksichtigt. Für regelmäßige Informationen und Gespräche steht das InfoCenter der HafenCity Hamburg GmbH zur Verfügung, das 2026 in das Quartier Baakenhafen zieht.